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Lokalsport
Pokal-K.o.: Prause schadet seinem Team mit einem Blackout

Sonsbeck. Fußball-Niederrheinpokal: 68 Minuten spielte der SV Sonsbeck gestern Abend gegen Hilden in Unterzahl. Am Ende heißt es 1:4. Von Nils Jansen

Erneut sah es kurz nach einer Überraschung aus, die der Fußball-Landesligist SV Sonsbeck in der zweiten Runde des Niederrhein-Pokalwettbewerbs auf den Füßen hatte. Am Ende aber setzte sich der Oberligist VfB 03 Hilden im Willy-Lemkens-Sportpark mit 4:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung durch.

"Der Hildener Sieg geht in Ordnung, da wir lange Zeit in Unterzahl spielten und am Ende nicht mehr entscheidend dagegen halten konnten", meinte SVS-Trainer Sandro Scuderi nach dem Abpfiff. Er hatte einen bärenstarken Start seiner Mannschaft gesehen, denn bereits nach zwei Zeigerumdrehungen führten die Gastgeber mit 1:0. Felix Terlinden verwertete den Klasse-Pass von Florian Abel eiskalt. Die Freude der Rot-Weißen währte aber nur kurz: Das 1:1 durch Dennis Lichtenwimmer folgte bereits in der achten Minute, als die Sonsbecker Defensive nicht besonders sortiert wirkte. Im weiteren Spielverlauf blieb das Team aus Hilden den Klassenunterschied schuldig. Unrühnlicher Höhepunkt kurz vor dem Seitenwechsel: Kristof Prause leistete sich nach einem Foul seines Gegenspielers eine Revanche und stieß ihn nieder. Schiedsrichter Guido Tenhofen (Barlo) stand nur wenige Meter vom Tatort entfernt und zückte sofort Rot - Platzverweis in der 42. Minute. Scuderi verlor innerhalb von vier Tagen seinen zweiten Defensivakteur nach Lukas Vengels, der im Spiel gegen Straelen vorzeitig unter die Dusche musste.

"Unterzahlspiel - das liegt den Jungs doch", meinte ein Zuschauer zum Pausenpfiff noch optimistisch. Tatsächlich hielten die Sonsbecker weiter ordentlich dagegen. Chancen auf beiden Seiten ergaben sich, und der SVS hätte durch den eingewechselten Jonas Kremer in der 82. Minute durchaus auch in Führung gehen können, aber sein Schuss wurde im letzten Augenblick noch von einem Hildener Abwehrbein geblockt.

In der Nachspielzeit parierte Tim Weichelt einen Schuss von Pascal Weber aus der Nahdistanz. Mit Glück und Geschick retteten sich die Gastgeber in die Verlängerung. Doch jetzt machte sich der Kräfteverschleiß der Scuderi-Elf immer mehr bemerkbar. Stefan Schaumburg erzielte nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff die Führung für die Gäste. Sonsbeck warf nun alles nach vorn und lud den VfB damit zum Konterspiel ein.

Die Entscheidung fiel in der 108. Minute, als Weber nach einer Flanke von Schaumburg nur noch den Fuß hin halten musste. Weichelt war machtlos. Einige Nickeligkeiten folgten, die aber allesamt ungeahndet blieben. Kremer zog in der 115. Minute noch einmal glashart ab, aber sein Schuss wurde von Hildens Torwart Bastian Sube entschärft. Der endgültige K.o folgte eine Minute später, als der eingewechselte Park Ilkwon zum 4:1 einnetzte. Sonsbeck hatte erneut tapfer gekämpft - am Ende aber vergeblich.

Quelle: RP
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