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Lokalsport
Rheinbergerin Noch trägt sich in Siegerliste ein

Moers. Sie gewann beim Enni-Schlossparklauf über die zehn Kilometer. Schnellster Mann war Marc-André Ocklenburg.

Jetzt ist es doch schon passiert. Nach den Vorstellungen der Verantwortlichen des Enni-Schlossparklaufs in Moers allerdings ein Jahr zu früh. Denn der Moerser TV hätte eigentlich gerne erst im kommenden Jahr die 2000er-Anmelde-Marke geknackt. Eben zum 40. Jubiläum. Doch so fiel der Rekord bereits bei der 39. Auflage.

Nicht nur, dass augenscheinlich ganz Moers und Umgebung auf den Beinen waren. Die Läuferinnen und Läufer hatten auch noch jede Menge Unterstützer mitgebracht. So tummelten sich mehrere tausend Sportler und Besucher auf der Anlage vom MTV und GSV Moers an der Filder Straße. "Wenn es losgeht, dann kehrt bei mir Ruhe ein", gestand während der ersten Kinderläufe der neue MTV-Vorsitzende Frank Reese. "Da kann man ja eh nichts mehr machen", zeigte er sich pragmatisch. Das war er allerdings nicht bei der Wahl seiner Startnummer. "Ich hatte überlegt, ob ich überhaupt mitlaufen soll", schmunzelte er. Doch dann habe eben der Anmelderekord vor der Tür gestanden und die Nummer 2000 auf dem Tisch gelegen. Und schon machte es sich für Reese bezahlt, ehrenamtlich aktiv zu sein. "Ich habe sie mir genommen", grinst er und machte sich auf Richtung Start auf der Tartanbahn am GSV-Platz.

Sportlich ging's richtig zur Sache. Außer bei Björn Temmler, der 2015 noch Zweiter bei der Premiere der Enni-Laufserie geworden war. In diesem Jahr hat er dafür aber nicht wie weit über 400 andere gemeldet. "Ich bin gerade in Düsseldorf Marathon gelaufen", sagt der Langstreckenspezialist vom AS Neukirchen-Vluyn. "Das war mein zehnter. Dafür habe ich mich sechs Wochen lang vorbereitet." Außerdem kam eine weitere Entscheidungshilfe aus Essen dazu: Marc-André Ocklenburg hat für die Enni-Laufserie gemeldet. An dem Top-Läufer müssen sich nun die anderen messen. Und der fürs Ayyo Team startende Ocklenburg wurde in Moers nun auch seiner Favoritenrolle gerecht. Die zehn Kilometer beendete er in 33:02 Minuten. 2:32 Minuten vor den 35:34 des Zweitplatzierten Daniel Monster vom AS Neukirchen-Vluyn und 3:41 Minuten vor dem Iren Ger Cronin. Bei den Damen setzte sich die Rheinbergerin Sabrina Noch (W30/42:24) durch, gefolgt von Silke Ciaglia (W50) von der SG Zons (44:29) sowie der W65-Läuferin Marianne Spronk vom TSV Weeze (44:51).

Lilly Stockhorst vom AS Neukirchen-Vluyn, die ihren 900-Meter-Lauf in 3:32 Minuten gewonnen hatte, wollte sich vor dem Startschuss erst nicht warm machen. Doch Mama Sabine konnte sie überzeugen. Und auch Christoph Fleischhauer hätte sich gerne besser vorbereitet. "Ich hatte keine Zeit, zu trainieren", gestand der Bürgermeister. Doch auch er wollte mit gutem Beispiel vorangehen. Obgleich ihm, wie vielen anderen Freizeitläufern, das nasskalte Wetter nicht wirklich zusagte. Doch am Ende schlug er sich in 27:26 Minuten als 183. von 433 Läufern, die ins Ziel kamen, durchaus achtbar.

Die fünf Kilometer gewann Luca Senftleben vom Moerser TV (16:17) vor Jan Niklas Sielemann vom ART Düsseldorf (16:21) und Armin Beus vom SV Sonsbeck (16:27). Vorjahressieger Tim Schüttrigkeit kam als Vierter exakt eine Minute hinter dem Gewinner ins Ziel. Bei den Damen gewann Carina Fierek vom TuS Xanten (19:07) vor Carolin Jocken von Merkur Kleve (19:20) und Pia Radtke vom VfL Repelen (20:40).

Gestern nun - beim 13. Maisportfest auf der MTV-Anlage - zeigte sich auch das Wetter von einer besseren Seite. Da bleibt für die Organisatoren des Schlossparklaufs die Hoffnung, dass bei der 40. Auflage öfter die Sonne rauskommt. Denn dann purzeln bestimmt wieder die Rekorde. Es muss ja nicht immer gleich ein runder Rekord werden.

Quelle: RP
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