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Lokalsport
Rollentausch macht Kluckow glücklich

Labbeck. Der 38-jährige Sonsbecker stand erstmals in seiner Fußballer-Karriere 90 Minuten im Tor. Von Rene Putjus

Am Ende seiner Karriere will es Björn Kluckow etwas ruhiger angehen lassen. In seiner neuen Position muss der 38-Jährige in der Tat nicht mehr so viel laufen. "Klucki" ersetzte im Heimspiel gegen Arminia Kapellen/Hamb den an der Hüfte verletzten Michael Jansen im Tor der DJK Labbeck/Uedemerbruch. In den 90 Minuten hielt der A-Liga-Fußballer seinen Kasten sauber. Es war eine gelungene Premiere zwischen den Pfosten.

Kurz nach dem 2:0 kündigte Trainer Thomas Hudic an, dass "Klucki" auch am nächsten Sonntag gegen den SV Straelen II die Handschuhe anziehen werde. Der Routinier findet es gut: "Schon als Kind wollte ich wie mein Papa Torwart werden." Doch auf Anraten seines Vaters entschied er sich für eine Karriere als Feldspieler. "Er sagte mir, dass die Chancen größer seien, hochzukommen." In der Jugend trug Kluckow junior unter anderem das Trikot des MSV Duisburg und von RW Essen.

Er habe als kleiner Steppke als Linksaußen angefangen. "Die sind ja ähnlich verrückt wie die Torhüter", meint Kluckow mit einem Schmunzeln. Während seiner Laufbahn sei er dann immer weiter nach hinten gerückt. Bei der DJK Labbeck/Uedemerbruch begann der Fernfahrer auch in dieser Saison als Defensivakteur, der entweder als "6er" oder in der Abwehr zum Einsatz kam. Doch da der Aufsteiger keinen zweiten Schlussmann fand, wurde Kluckow im Winter zum Keeper "umfunktioniert".

"Es gab vor Beginn der Rückrunde ein gutes Gespräch mit den Trainern. Ich bin kopfballstark und habe keine Angst, in die Zweikämpfe zu gehen. Das sind gute Voraussetzungen. Außerdem kann ich aus beruflichen Gründen nicht mehr regelmäßig trainieren. Da bot es sich an, Ersatzkeeper zu werden. Und ich habe während meiner Karriere mit einigen bekannten Torhütern zusammengespielt." Von wegen Improvisation: Ginge es nach dem Routinier, wird's ein dauerhafter Rollentausch sein. Der Familienvater fühlt sich pudelwohl zwischen den Pfosten. Daher hat er auch zwei Anfragen von A-Ligisten, die ihn als Feldspieler für die kommende Saison holen wollten, abgelehnt.

Er sieht sich als spielender Libero, der seine Stärken im Rauslaufen und einer "guten Strafraum-Beherrschung" hat. "Klar, muss sich noch einiges antrainieren. Aber am Sonntag hat's schon ganz gut geklappt. Ich habe allerdings auch nicht so viel drauf bekommen." Gegen Straelen will der Sonsbecker die zwei DJK-Trainer nochmals von seinen Torhüter-Fähigkeiten überzeugen. Es wäre nicht unglücklich darüber, wenn sie ihn als "offiziellen Ersatzkeeper" in den Kader für die neue Saison aufnehmen würden.

Quelle: RP
 
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