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Lokalsport
Scuderi-Elf trifft falsche Entscheidungen

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen endete überraschenderweise beim Tabellenvorletzten. Die Rot-Weißen unterlagen gestern bei TuS Essen-West mit 0:1. Von Rene Putjus

Sandro Scuderi hatte in einer intensiven Ansprache seine Mannschaft auf die gestrige Auswärtsaufgabe eingestimmt. Die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck hörten aufmerksam zu, schafften es aber nicht, die Vorgaben ihres Trainer auf dem Kunstrasen von TuS Essen-West abzurufen. Die Gäste wollten ihre Serie von fünf ungeschlagenen Meisterschaftsspielen beim Vorletzten unbedingt fortsetzen, um sich in der Tabelle weiter nach vorne zu arbeiten. Doch der rot-weiße Höhenflug wurde abrupt gestoppt.

Der SVS unterlag mit 0:1 (0:0). Und das völlig zurecht. Es war nicht die Arroganz, die zur Niederlage führte, sondern die Tatsache, dass es an Ideen mangelte und zu oft die falschen Entscheidungen getroffen wurden. "Es hat das gefehlt, was uns stark gemacht hat. Die Einstellung stimmte nicht", sagte Guido Lohmann, der Sportliche Leiter.

Scuderi schickte eine offensiv ausgerichtete Mannschaft aufs Feld. Die Stürmer Felix Terlinden, Niklas Maas sowie Max Fuchs sollten den Gegner beschäftigen. Doch das funktionierte nicht. In der ersten Hälfte erarbeiteten sich die Gäste keine Torchance. Doch auch die Essener, die längst technisch nicht so bewandert sind, waren vorne ungefährlich. Das Spiel fand im Mittelfeld statt. Das hatte sich der SVS-Coach ganz anders vorgestellt. Fuchs musste in der Pause unten bleiben, dafür kam Jonas Kremer rein. Mit ihm sollte das Mittelfeld eine zusätzliche Anspielstation erhalten. Florian Abel rückte weiter nach vorne. Doch viel änderte sich nicht.

Es hakte weiter im Sonsbecker Spiel. Torraumszenen gab's nicht. Ab der 70. Minute musste der Favorit dann einem Rückstand hinterherlaufen. Arian Kadrijaj wunderte sich, dass ihn bei einem Konter niemand angriff und nahm sich ein Herz. Sein Schuss brachte den Hausherren das 1:0 ein. Schlussmann Tim Weichelt war machtlos. Wütende Gegenangriffe blieben allerdings aus. Erst in den letzten zehn Minuten kam der SVS zu gefährlichen Möglichkeiten.

Der eingewechselte Kai Schmidt fand mit einem fulminanten Fernschuss seinen Meister in TuS-Keeper Marco Glenz. Terlinden köpfte das Leder knapp vorbei. Nach dem Schlusspfiff von Florian Kötter blieben konsternierte Sonsbecker zurück, die sich ihren schwachen Auftritt nicht so richtig erklären konnten. "Wir hätten wohl noch länger spielen können und den Ball nicht reinbekommen. Uns fehlte die Konzentration. Und es ist meiner Mannschaft nicht gelungen, den Hebel umzulegen", resümierte Sandro Scuderi.

Es spielten: Weichelt; Schoofs, Janßen, Hahn, Leurs, Schmitz (79. Schmidt), Schneider, Abel, Maas, Fuchs (46), Terlinden.

Quelle: RP
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