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Lokalsport
Sonsbeck II hat mit SSV noch Rechnung offen

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Die Lüttinger hatten in der Hinserie mit 4:1 gewonnen. Heute kommt's zum Rückspiel. Dem Team des SV Orsoy, der Borussia Veen empfängt, mangelte es zuletzt an der Einstellung. Von Detlef Kanthak

Es ist nicht so, dass Sandro Vergaro als Spaßbremse bekannt ist. Ganz im Gegenteil, der Trainer des Fußball-A-Ligisten SV Orsoy hat zumeist ein Lachen im Gesicht, macht gerne einen Spaß und zeichnet sich ohnedies nicht durch übermäßigen Trübsinn aus. Umso drastischer klingt das, was der Coach zuletzt sagte: "Am liebsten würde ich das Lachen in der Kabine verbieten!"

Das 0:1 des SVO bei Preußen Vluyn am vergangenen Sonntag hat Vergaro bis ins Mark getroffen. "Die Mannschaft hat schon beim Warmmachen vor dem Spiel mehr gelacht, als dass sie sich auf den Gegner konzentriert hat", hatte Orsoys Übungsleiter schon vor dem Anpfiff ein ganz mulmiges Gefühl. Und auch während der 90 Minuten rumpelte es mehr, als dass seine Akteure einen engagierten Auftritt abgeliefert hätten. "Die Einstellung war schon eher suboptimal", so Vergaro, den seit Sonntag ein ganz dummes Gefühl beschlichen hat. Sein Verdacht: "Die Mannschaft hat die Saison anscheinend schon abgeschlossen." Das sollte natürlich tunlichst nicht so sein, zum einen weil das wahrlich kein gutes Zeugnis des Teams wäre, zum anderen aus dem simplen Grund, dass noch acht Spiele zu absolvieren sind. Zum Beispiel heute auf heimischer Anlage gegen Borussia Veen. Vergaros Problem: Er muss weiterhin mit den lachenden Sportsfreunden arbeiten, da die angespannte Personaldecke derzeit keine Alternativen zulässt.

Die Gäste hatten dagegen zuletzt "gut lachen". Das Grinsen bis zu den Ohren haben sie sich mit einem 3:2-Sieg im Derby gegen Alpen hart erarbeitet. Selbst der Trainer war hinterher geschafft. "Erst mal einen Moment sitzen", zog sich Ulf Deutz nach dem Abpfiff auf seine Bank zurück. Zwei Akteure aus Orsoy und Veen werden sich in der nächsten Saison in höheren Liga versuchen. SVO-Spieler Lars Dickmann schließt sich dem SV Schwafheim an, Jan Pimingstorfer wechselt nach nur einem Jahr in Veen zum Bezirksligisten FC Meerfeld, wo er dann wieder auf seinen ehemaligen Trainer Thomas Geist treffen wird.

Nach drei Niederlagen in Folge durfte der SSV Lüttingen mit dem 1:0 beim GSV Moers II endlich wieder einen Sieg feiern. Von markanten Worten nach dem wichtigen Erfolg ist aber nichts zu hören. Vor dem heutigen Heimspiel gegen den SV Sonsbeck II gefällt sich der SSV nebst seinem Trainer Thilo Munkes wieder in der Rolle des Außenseiters. "Das wird ein komplett anderes Spiel", versichert der Coach, der einen "Rache lustigen" Kontrahenten erwartet. "Nach unserem 4:1-Sieg im Hinspiel haben die Sonsbecker wohl noch eine Rechnung offen", vermutet Munkes.

Der Trainer erlaubt einen Blick in seine personellen Planungen. Janik Schweers, von seinen Mitspielern liebevoll "Schweersinho", gerufen, wird nicht dabei sein. Fabian Wenten und Jerome Niehues, die in Moers trotz Verletzungen auf die Zähne gebissen haben, werden eventuell für das nächste Spiel, dann gegen Schlusslicht MSV Moers II, geschont. Zudem hat sich Johann Hildebrandt in den Osterurlaub verabschiedet.

Viktoria Alpen empfängt den GSV Moers II und muss dabei auf Tobias Schmitz nach zehnter gelber Karte verzichten. Der SV Millingen gastiert beim TuS Asterlagen.

Quelle: RP
 
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