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Sonsbeck II mit geballter Offensivkraft

Lokalsport: Sonsbeck II mit geballter Offensivkraft
Trainer Thomas Dörrer mit seinen sieben "internen" Zugängen Klaus Keisers, Max Giesen, Johannes Bothen, Matthias Buschhaus (hinten v.l.), Tobias Tatzel, Timo Evertz sowie Jonas Gerritzen (vorne v.l.). FOTO: Detlef Kanthak
Sonsbeck. Fußball-Kreisliga A: Im Sturm hat Trainer Thomas Dörrer die Qual der Wahl. Er möchte mit seinem Team in den Top 4 landen. Am Sonntag starten die Rot-Weißen mit einem Heimspiel gegen Preußen Vluyn in die Spielzeit 2017/18. Von Detlef Kanthak

Als Thomas Dörrer sich im November 2015 umdrehte und die Kabine des SV Sonsbeck II verließ, hatte der Trainer die Mannschaft gerade bis auf den ersten Platz der A-Liga geführt. Während der heute 49-Jährige sich fortan erfolgreich dem Klassenerhalt der gerade erst in die Landesliga abgestiegenen Erstvertretung des Vereins widmete, verspielte die "Reserve" bis zum Ende der Spielzeit mit dem dritten Rang doch noch die mögliche Rückkehr in die Bezirksliga. Dörrer nahm's zur Kenntnis, schaute sich nach dem Ende seiner Arbeit für die "Erste" noch ein weiteres Jahr im Hintergrund das Geschehen rund um die "Zweite" an und kehrt jetzt wieder als der sportlich Verantwortliche auf die Bildfläche zurück.

Für die Mannschaft, die er auch schon mal liebevoll als "sein Baby" bezeichnet, hat sich der Nachfolger von Stefan Kuban, dessen Arbeit im Willy-Lemkens-Sportpark nach 18 Monaten endete, ein neues Zahlenspiel ausgedacht. "Acht plus acht plus zwei", lautet die Formel, die Sonsbeck II nach einer Saison mit 51 eingesetzten Spielern und dem sechsten Rang wieder Stabilität verleihen soll. "Hinter der Mannschaft liegt ein Durchhaltejahr, in dem der feste Kern des Teams lediglich aus acht Spielern bestand", erklärt "Don Dörrer" das Zahlenspiel. Die bleiben ihm erhalten, was also auch bedeutet, das Matthias Buschhaus wieder in den Kader der Zweitvertretung zurückkehrt.

Der 20-Jährige, nach 28 Treffern in der Vorsaison ein Kandidat für die Landesliga-Auswahl des SVS, musste seine Ambitionen aufgrund einer Verletzung in der Vorbereitung zurückschrauben. Er trainiert erst seit zwei Wochen wieder mit der Mannschaft. Dazu kommen acht neue Namen, die so fremd im Verein allerdings auch nicht sind. Johannes Bothen, er wird zugleich auch Dörrers Co-Trainer werden, und Christian Quernhorst beenden ihren einjährigen Abstecher in die dritte Mannschaft. Martin Broeckmann hat sich mit guten Leistungen in der eigenen "Vierten" empfohlen. Dazu gesellen sich fünf Jungspunde, die in der vergangenen Spielzeit, damals noch als A-Junioren, ihre Visitenkarte in der "Zweiten" hinterlassen haben.

Sven Schuster und Tobias Tatzel werden im Mittelfeld auflaufen, während Max Giesen ein Kandidat für die Innenverteidigung ist. Der 19-jährige Sportstudent hat sich allerdings schon im Frühjahr einen Kreuzbandriss zugezogen; jetzt folgte die Hiobsbotschaft, dass der Schaden doch nur operativ zu behandeln sein wird. Dörrer: "Das sind vier verlorene Monate." Timo Evertz und Klaus Keisers waren gar schon auf dem Sprung in die erste SVS-Auswahl. Ihre Namen sind im Notizbuch des dortigen Trainers Günter Abel weiterhin dick unterstrichen.

Dies gilt natürlich auch für Jonas Gerritzen und den von der DJK Gnadental gewechselten Hasan Yildirim, die Abel nach seiner Vorbereitung an Dörrer verwies. Gerritzen, in den vergangenen drei Jahren im Landesliga-Kader, muss seine Trainingszeiten aufgrund seines Studiums an der Kölner Sporthochschule einschränken. Mit ihm wird die Offensive noch mehr Qualität erhalten. "Im Angriff haben wir jetzt fast die Qual der Wahl", freut sich der Trainer, der in seinen Planungen für die neue Spielzeit ein festes Ziel verfolgt hat. "Wir haben bewusst auf Zugänge aus anderen Vereinen verzichtet, um der Mannschaft ein neues, attraktives Gesicht mit Spielern aus den eigenen Reihen zu geben", sagt Dörrer, der dabei natürlich auch die Rückkehr in die Bezirksliga nicht aus den Augen verliert. "Wir wollen unter den ersten Vier landen." Und das beinhaltet ja auch den Platz, auf dem Dörrer die Mannschaft im Winter vor zwei Jahren verlassen hat.

Quelle: RP
 
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