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Lokalsport
Sonsbecker machen Mewes sprachlos

Sonsbeck. Fußball-Oberliga: Der SVS schlug im letzten Heimspiel den SV Hö./Nie. mit 3:0. Felix Terlinden schoss zwei Treffer. Von Rene Putjus

"Schorsch" Mewes, der Trainer des SV Hönnepel/Niedermörmter, verließ den Rasen des SV Sonsbeck mit einem finsteren Gesichtsausdruck. Seine Mannschaft hatte sich beim designierten Landesligisten eine 0:3 (0:0)-Packung abgeholt. Mewes war stocksauer, verordnete sich an seiner alten Wirkungsstätte einen Maulkorb und boykottierte die Pressekonferenz. Sein Gegenüber Thomas Geist, der Mewes' Reaktion als unsportlich bezeichnete, war hingegen bester Laune. "Der Sieg war auch ein Dankeschön an unsere treuen Zuschauer." Und ginge es nach ihm, wird schon in der übernächsten Saison wieder Oberliga-Fußball im Willy-Lemkens-Sportpark zu sehen sein. Geist: "Wir wollen möglichst schnell zurückkommen. Die Mannschaft hat das Zeug dazu."

Zum Kader, der den direkten Wiederaufstieg schaffen soll, wird auch Michael Müller gehören. Der Kapitän, der überlegt hatte, aufzuhören, macht doch weiter. Er führte auch gestern im letzten Heimspiel die Sonsbecker Elf, der drei A-Junioren angehörten, auf den Platz. Jan Pimingstorfer spielte von Beginn an mit Felix Terlinden im Sturm, Johannes Keisers lief im Mittelfeld und Robin Schoofs wie gewohnt im Abwehrverbund auf. In der Viererkette agierte auch Fabian Wenten, der zum SSV Lüttingen wechselt. Die ersten Sonsbecker Zugänge sollen im Laufe dieser Woche bekanntgebeben werden.

Ajdin Mehinovic, den Geist halten möchte, konnte gestern wegen einer Knieblessur nicht mitwirken. Während die Hausherren ersatzgeschwächt waren, bot Mewes seine beste Mannschaft auf. Und die wäre beinahe früh in Rückstand gerarten, hätte Pimingstorfer seine Großchance genutzt. Bastian Grütter hatte nach gut einer halben Stunde mit einem Weitschuss das 1:0 auf dem Fuß. Die Gastgeber gaben keinen Ball verloren und machten dem Favoriten im Derby das Leben schwer. Allerdings musste Wenten zweimal in höchster Not retten (36./44.). Hö./Nie. hatte in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte die stärkste Phase, die der SVS schadlos überstand.

Im zweiten Abschnitt ging die lauffreudige Geist-Elf in der 57. Minute in Führung. Grütter spielte Terlinden das Leder in den Lauf, der nur noch Keeper Philipp Gutkowski vor sich stehen hatte und eiskalt zum 1:0 einschob. Ein Strafstoß, den Daniel Boldt an Pimingstorfer verschuldete, brachte die Vorentscheidung. Jan-Paul Hahn verlud den Schlussmann - 2:0 (78.). Nachdem Grütter in der 84. Minute einen Konter schlecht zu Ende gespielt hatte, war wenig später erneut Terlinden zu Stelle. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte landete bei dem Angreifer, der erneut Gutkowski in der Eins-gegen-Eins-Sitiation alt aussehen ließ - 3:0 (86.). "Wir waren gut organisiert und zweikampfstark", resümierte Geist. Der frustrierte Mewes wird hingegen froh sein, dass sein Team in der nächsten Saison nicht gegen den SV Sonsbeck spielen muss.

Quelle: RP
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