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Lokalsport
Sonsbecker meistern auf dem Rad Herausforderung durch die Alpen

Lokalsport: Sonsbecker meistern auf dem Rad Herausforderung durch die Alpen
Welch schöne Bergkulisse, welch Anstrengung auf der ersten Etappe am Hahntennjoch: Isolde Schoenfeldt und ihr Ehemann Andreas Lukas fuhren auf dem Rennrad in sieben Tagesetappen von Sonthofen bis Arco. FOTO: privat
Sonsbeck. 884 Kilometer: Isolde Schoenfeldt und Andreas Lukas nahmen an der Tour Transalp teil. Von Rene Putjus

Zurück in Sonsbeck ist Isolde Schoenfeldt immer noch erschöpft. Ihrem Ehemann Andreas Lukas geht's ähnlich. Hinter dem Paar aus Sonsbeck liegen anstrengende Tage auf dem Fahrradsattel. Sie gehörten zu den Amateursportlern, die an dem wohl bekanntesten Jedermann-Rennen der Welt für Zweierteams teilnahmen - der Tour Transalp. Die Streckenfakten sprechen für sich: 884 Kilometer vom bayrischen Sonthofen bis Arco unweit des Gardasees, über 19 100 Höhenmeter über die österreichischen sowie italienischen Alpen verteilt auf sieben Tagesetappen. Wahrlich keine sportliche Herausforderung für Anfänger.

"Das Adrenalin geht ganz langsam aus dem Körper. Es war ein großartiges, berauschendes Gesamterlebnis, dessen Bilder noch lange in unseren Gedanken bleiben werden", fasste Schoenfeldt ihre Eindrücke zusammen und meinte weiter: "Wir sind froh, die Tour gesund, unfallfrei und ohne technische Probleme überstanden zu haben. Jeder Tag war mental und körperlich eine neue Herausforderung, die wir allein in der Form nicht täglich wieder auf uns genommen hätten." Die 51-Jährige und Mann (48) zeigten bei ihrer vierten Teilnahme erneut Nehmerqualitäten. Bereits am Ende der ersten Etappe nach Imst, als es galt, den ersten hohen Pass (Hahntennjoch) mit Steigungen von bis zu 19 Prozent zu meistern, brannten die Oberschenkel. "Da hatten wir unseren Tritt noch nicht gefunden. Es wurde von Etappe zu Etappe besser."

Dennoch galt es, auf die Zähne zu beißen. So schmerzten Schoenfeldt über etliche Kilometer Rücken und Füße vom ständigen Drücken in die Pedalen. Besonders anstrengend waren die letzten drei Etappen, als die Sonne gnadenlos auf die Radsportler brannte. Bis zu 37 Grad zeigte das Thermometer an. Das Sonsbecker Ehepaar schüttete sich sogar Wasser in die Schuhe. Immerhin sorgte die Wärme dafür, dass die Rückenschmerzen verschwanden. Nach 48:24 Stunden erreichten die Sonsbecker als 52. der Mixed-Wertung das Ziel. Da nicht nach Altersklassen unterschieden wurde, spielt die Platzierung keine Rolle. "Und die Zeit war schon okay", so Schoenfeldt. Ohnehin überwog der Gesamteindruck: "Die wunderschönen Landschaften, Pässe, Orte und der intensive Kontakt zu den Teilnehmern haben dieses Ereignis zu etwas ganz Besonderem gemacht."

Quelle: RP
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