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Lokalsport
Sonsbecker Spiel für das Geschichtsbuch

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Mit sage und schreibe 17:1 schickt die Zweitvertretung des SVS den Aufsteiger MSV Moers II geschlagen nach Hause. Der SV Orsoy geht auch in seinem zweiten Saisonspiel als Sieger vom Spielfeld. Von Detlef Kanthak

Es gibt Tage, da muss man zweimal auf die Ergebnisse schauen. Solch einen Abend hat die Fußball-Kreisliga A gestern erlebt. Mit sage und schreibe 17:1 schickte der SV Sonsbeck II den Aufsteiger MSV Moers II geschlagen nach Hause. Bis zur Pause lagen die Gastgeber bereits mit 8:0 in Führung, nach einer Stunde war es zweistellig, und am Ende langte es zum höchsten Sieg in der Geschichte der A-Liga seit rund 30 Jahren. Ein 19:0 des OSC Rheinhausen hat es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gegeben - damals kam der bemitleidenswerte Gegner übrigens mit der dritten Mannschaft auch aus Reihen des Meerbecker Clubs.

Mit sieben Torerfolgen avancierte Matthias Buschhaus zum erfolgreichsten Schützen des Abends. Neun weitere Sonsbecker Akteure beteiligten sich am munteren Toreschießen: Elias Merkel stand am Ende als zweifacher Torschütze da, zudem trafen Nico ten Elsen, Chima Martins Ukaegbu, Björn Schaap, Florian Terlinden, Norman Kienapfel, Dominic Albers, Jörg Hahn und Johannes Bothen. Einer traf nicht: Mannschaftskapitän Jonas Vengels hielt sich bescheiden zurück und legte seinen Mitspielern lieber auf.

Der SV Orsoy hat auch sein zweites Saisonspiel erfolgreich abgeschlossen. In allzu guter Erinnerung wird der 3:1 (0:1)-Erfolg über den TuS Asterlagen allerdings nicht bleiben. Zum einen tat sich der SVO gegen die mit viel Druck und zur Halbzeit auch verdient führenden Gäste aus dem Duisburger Westen 45 Minuten lang sehr schwer. Zum anderen wurde der zweite Abschnitt immer wieder von Unterbrechungen ausgehend aus dem Asterlagener Zuschauerblock bestimmt. Nach 48 Minuten lachte das leere Gästetor Erkan Ayna an, den Ball des Mittelstürmers aber kratzte ein TuS-Akteur mit der Hand von der Linie. Rote Karte, Strafstoß und das 1:1 durch Dominik Hahn waren die Konsequenz. Robin Morawa stand kurz darauf goldrichtig, um einen abgefälschten Ball zur Orsoyer Führung einzuköpfen, ehe Lars Dickmann auf dem Weg zum möglichen 3:1 per Notbremse gestoppt wurde. Gegen nur noch neun Asterlagener holte Ayna dann nach, was ihm zuvor verwehrt geblieben war. Der Orsoyer stellte in der 68. Minute den Endstand her.

Eine Halbzeit lang war den Spielern von Viktoria Alpen die Unsicherheit nach dem verpatzten Saisonauftakt mit dem 1:5 in Asterlagen auch gegen den Rumelner TV noch anzusehen. 0:1 hieß es zur Halbzeit, ehe die Mannschaft das Spiel drehte und den Platz als verdienter 4:1-Sieger verließ. Maßgeblich daran beteiligt waren der dreifache Torschütze Nils Speicher, Tobias Schmitz, der zum zwischenzeitlichen 2:1 traf sowie Torhüter Andreas Maaß, der mit guter Parade das mögliche 0:2 und den damit verbundenen Knockout der Viktoria verhinderte.

Borussia Veen trennte sich in seiner Heimpremiere mit 1:1 (1:1) von Aufsteiger SV Neukirchen. Angesichts der personellen Probleme war Trainer Ulf Deutz mit dem Remis nicht unzufrieden. Im ersten Abschnitt geriet sein Team mehrfach ins Schwimmen, ging durch Laurin Werder nach 29 Minuten aber auch in Führung. Der Ausgleich ließ nur sechs Minuten auf sich warten.

Der TuS Xanten zog bei der DJK Lintfort mit 3:5 (2:3) den Kürzeren. Die Führung des Aufsteigers beantworteten Patrick Biegala und Kajanthan Sivam mit dem 2:1 der Domstädter. Biegala war nach der Pause auch für den Anschlusstreffer zum 3:4 verantwortlich. Nach der Gelb-Roten Karte für den Xantener Jonas Schwarz legten die Gastgeber noch einen weiteren Treffer nach.

"Fußball verkehrt" sahen die Zuschauer beim Gastspiel des SV Millingen auf der Anlage des GSV Moers II. Die Gäste dominierten die Begegnung, das entscheidende Tor aber erzielte die Grafschafter Zweitvertretung wenige Minuten vor dem Abpfiff. "Wir hätten zur Pause schon mit fünf Toren führen müssen", verzweifelte Co-Trainer Gerd Peerenboom an der Seitenlinie. "So traurig kann Fußball sein", fügte er hinzu. Der GSV II wird es vermutlich anders sehen.

Quelle: RP
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