| 00.00 Uhr

Lokalsport
Sonsbecks Befreiungsschlag bleibt aus

Lokalsport: Sonsbecks Befreiungsschlag bleibt aus
Sonsbecks Jonas Kremers spielte gestern auf der "Zehnerposition", Florian Abel dafür im defensiver Mittelfeld. FOTO: Ostermann
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Der SVS kam nicht über ein 1:1 gegen den VfL Repelen hinaus. Morgen treffen sich Trainer und Hauptvorstand. Von Andre Egink

Eine turbulente Woche liegt hinter dem Landesligisten SV Sonsbeck. Nach der überraschenden Trainer-Entlassung von Günter Abel und der Verpflichtung von Thomas von Kuczkowski als sein Nachfolger kam's letzten Mittwoch zum unerwarteten Rücktritt des kompletten Fußballvorstandes mit Guido Lohmann als Sportlichen Leiter an der Spitze. Die Mannschaft, die sich für seine Rückkehr stark macht, kam gestern im Moerser Kreis-Derby gegen den VfL Repelen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Somit bleiben die Sonsbecker im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg und haben weiter Platz elf inne.

Aufgrund der ersten Halbzeit wäre ein Sieg jedoch verdient gewesen. Der Gastgeber ließ zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Lediglich Danny Rankl traf ins Repelener Gehäuse. Sonsbecks neuer Chefcoach von Kuczkowski, der seine Jungs erst zweimal beim Training beobachten konnte, hatte in seiner Aufstellung ein paar Umstellungen vorgenommen. Spielmacher Florian Abel agierte nicht mehr in vorderster Front, sondern sollte aus der Tiefe von der 6er-Position aus im 4-2-3-1-System neben Dennis Schmitz die Fäden ziehen.

Auf der Zehn spielte Jonas Kremer. Felix Terlinden kam über den linken Flügel. Bei den Gästen standen mit Baran Özcan, Kurt und Ben Etuk drei ehemalige SVS-Kicker in der Startelf. Unter den 200 Zuschauern befand sich auch der reaktivierte Fußball-Obmann Hans Hahn, der aber zu den Turbulenzen keine Stellungnahme abgeben wollte.

Die Rot-Weißen begannen stürmisch, als ob sie allen Kritikern beweisen wollten, dass sie es besser können als die Tabellenposition aussagt. Danny Rankl (5.), Kristof Prause (7.) und Abel (8.) kamen früh zu guten Einschussmöglichkeiten. Die größte Chance vergab Abel in der neunten Minute. Von der Strafraumgrenze aus traf er den Innenpfosten. Von dort sprang der Ball zu Rankl, der aus spitzem Winkel einnetzte. Jedoch wurde der Goalgetter wegen einer vermeintlichen Abseitssituation zurückgepfiffen. "Wir haben schwungvoll begonnen und hatten einige gute Möglichkeiten auf dem Fuß. Aus meiner Sicht war die Abseitssituation fraglich", meinte von Kuczkowski.

Wie aus dem Nichts schoss der Gast mit der ersten Chance das 1:0 (12.). Özcan nahm eine abgewehrte Flanke auf und dribbelte sich durch drei Sonsbecker hindurch. Der Ball landete bei Naser Ameti, der Keeper Tim Weichelt keine Chance ließ. Aber die Hausherren zeigten sich nicht beeindruckt. Die Antwort folgte nur kurze Zeit später. In der 19. Minute verwertete Rankl eine Ecke von Abel per Kopf zum 1:1. Danach ließen Schmitz (23.) und Rankl (29.) noch gute Chancen liegen. Anschließend verlor das Kreisderby etwas an Tempo.

Nach dem Seitenwechsel ging's hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. In der 60. Minute hielt Weichelt seine Farben im Spiel. Aus halbrechter Position parierte der Kapitän gegen den freistehenden Ameti mit einem tollen Reflex. Rankl hätte die Sonsbecker Anhänger in der 75. Minute glücklich machen können. Jedoch scheiterte er freistehend an Keeper Robin Bertok.

"Klar hätte ich gerne gewonnen. Aber ich bin mit der Einstellung der Jungs hochzufrieden. Ich habe auch viele Sachen gesehen, die wir noch verbessern können. Jetzt ist erst mal wichtig, dass Ruhe reinkommt", so von Kuczkowski, der morgen ein Termin mit dem Hauptvorstand hat, um über die wichtigsten Dinge zu sprechen, damit er in Sonsbeck erfolgreich arbeiten kann.

Es spielten: Weichelt; Kapuscinski, Schoofs, Efthimiou, Prause, Schmitz, Abel, Kremer (69. Dedic), Hayami (84. Fuchs), Terlinden (61. Maas), Rankl.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Sonsbecks Befreiungsschlag bleibt aus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.