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Sonsbecks Landesliga-Fußballer sind als Kollektiv gefragt

Lokalsport: Sonsbecks Landesliga-Fußballer sind als Kollektiv gefragt
Robin Schoofs aus der Viererkette des SV Sonsbeck wird auf namhafte Gegenspieler treffen. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Auf sein Gehör lässt Thomas Dörrer nichts kommen. Die falschen Töne an der falschen Stelle - der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck nimmt sie wahr. "Und es hat ein wenig geknirscht", sagt der 48-Jährige. Beim 3:1-Sieg über Viktoria Goch hat Dörrer Sand im Getriebe entdeckt. Von Detlef Kanthak

Das erste Spiel des Jahres wurde zwar gewonnen, die Art, wie die Punkte auf dem Konto landeten, hat ihn nicht zufriedengestellt. Dörrer hat eine To-do-Liste aufgestellt. Das Behäbige im Spielaufbau, die fehlende Entschlossenheit in den Zweikämpfen - es gab in der Trainingswoche einige Rädchen, die Dörrer nachzujustieren hatte.

Am Sonntag gastiert der FSV Duisburg im Willy-Lemkens-Sportpark. Nach dem Schlusslicht folgt nun also eine Mannschaft, die sich den Aufstieg auf die Fahne geschrieben hat. Aktuell zwar nur auf dem fünften Tabellenrang gelegen, hat Trainer Guido Naumann aber Ansprüche angemeldet. Um sie zu verwirklichen, wurde die Mannschaft in der Winterpause mit weiteren namhaften Akteuren verstärkt. Joel Schoofs kam vom VfB Homberg. Königstransfer aber war die Verpflichtung von Issa Issa. Den Mann mit dem klangvollen Namen kennt man aus seiner Zeit beim KFC Uerdingen, bei dem er in früheren Oberliga- und Regionalligazeiten für das Toreschießen verantwortlich war. Auch auf seiner neuen Station hat der inzwischen 31-jährige Stürmer gleich wieder seinen Torriecher unter Beweis gestellt. Issa war im ersten Auftritt im FSV-Trikot beim 3:0-Sieg der Duisburger gegen den SV Straelen ebenso als Torschütze erfolgreich wie Almir Sogolj. Für den ehemaligen Homberger VfB-Akteur war es im 16. Spiel bereits der 14. Saisontreffer.

Die geballte Offensivkraft des FSV ist also bekannt. Schlaflose Nächte hat sie in Sonsbeck allerdings nicht verursacht. "Die Namen kennen wir, aber Namen interessieren uns nicht", sagt Dörrer ganz mutig. "Wir haben doch auch Spieler mit Oberligaerfahrung, die dagegen halten werden", ist der SVS-Trainer von seinem Kollektiv überzeugt. Zwei Aufgaben gibt er seinem Team mit ins Spiel. "Die erste wird sein, das Geschehen so weit wie möglich von unserem Strafraum fernzuhalten", erklärt er. Gelingt das, folgt Übung Nummer zwei: "Wir müssen selber Akzente setzen. Auch wenn der FSV zu den spielstärksten Mannschaften der Liga zählt - verstecken ist nicht." Immerhin darf auch der SVS selbstbewusst in die Partie gehen. Elf Punkte aus den vergangenen fünf Begegnungen sind eine Hausnummer. "Wir haben auch eine breite Brust", versichert Dörrer.

Die personellen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche werden sich im überschaubaren Rahmen halten. Maximilian Fuchs, gegen Goch lediglich in den Schlussminuten aufs Feld geschickt, hat im Training seine Ansprüche auf mehr Spielzeit unterstrichen. Die ehemals gebrochene Nase steckt hinter einer Maske, die den Stürmer nicht behindert. Urlauber Dennis Schmitz fehlt noch, auch Marvin Braun wird nach seinen Rückenbeschwerden wohl keinen Platz in der Anfangsformation finden.

Quelle: RP
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