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Sonsbecks "Zweiter" laufen die Spieler davon

Lokalsport: Sonsbecks "Zweiter" laufen die Spieler davon
Auch Tobias Lorscheider verlässt den SV Sonsbeck II. Er wechselt zum Liga-Konkurrenten Viktoria Alpen FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Fußball-Kreisliga A: Zu Beginn der Vorbereitung stehen Trainer Stefan Kuban gerade mal zwölf Akteure zur Verfügung. Ein unzufriedenes Sextett liebäugelt mit dem Wechsel zur DJK Labbeck/Uedemerbruch. Von Johannes Heiming

Denkbar knapp war der SV Sonsbeck II in der vergangenen Saison am Wiederaufstieg in die Bezirksliga gescheitert. Ein Punkt fehlte dem Team von Trainer Stefan Kuban. Dennoch blickten nach dem letzten Spieltag Anfang Juni alle zuversichtlich in die Zukunft. Doch seitdem ist einiges passiert. Was sich in den vergangenen Wochen bei der "Zweiten" des SVS abgespielt hat, kann man durchaus als Paukenschlag bezeichnen. Zum Beginn der Vorbereitung steht Kuban ein Kader von gerade mal zwölf Spielern zur Verfügung.

Dass Tobias Lorscheider (Viktoria Alpen) und Jan Pimingstorfer (Borussia Veen) gehen würden, war bereits länger bekannt. Doch dabei blieb es nicht. Alexander Gellings und Johannes Bothen zieht's in die dritte Mannschaft, Frank Vermöhlen hängt seine Schuhe an den Nagel. Auch Philipp van Huet (Viktoria Winnekendonk) und Marcel Hartje (Viktoria Birten) verlassen den Verein. Doch zum negativen Höhepunkt des personellen Aderlasses aus Sonsbecker Sicht kam's erst vor einigen Tagen. Thomas van de Loo, Hendrik Terlinden, Ken Klemmer, Michael Janßen, Lukas Maas und Sebastian Hulstein kehren dem SVS ebenfalls den Rücken. Maximilian Hans entschied sich kurzfristig für einen Wechsel zum FC Meerfeld.

"Die Jungs waren schon seit längerem unzufrieden. Ganz genau weiß ich nicht, wo die Probleme lagen, aber es ging wohl um das Verhältnis zwischen der ersten und zweiten Mannschaft", mutmaßt Kuban, der sich "zwischen den Stühlen" sitzen sieht, aber trotz der vielen Abgänge positiv in die Zukunft schaut. "Alle, die jetzt noch da sind, stehen voll hinter dem, was wir tun. Und auch im Verein haben wir von allen Seiten Rückendeckung. Die zahlreichen Abgänge haben bei uns eher Aufbruchsstimmung ausgelöst", weiß der Coach, der auf die Unterstützung aus der ersten Mannschaft baut. "Trainer Sandro Scuderi hat 25 Leute in seinem Kader, von denen sicherlich der ein oder andere in Zukunft bei uns spielen wird", so Kuban. Allerdings verschließt er nicht die Augen vor den Schwierigkeiten, vor denen er mit seiner Mannschaft steht: "Natürlich wird's gerade im Hinblick auf's Training immer mal wieder Probleme geben. Es kann schon sein, dass wir dann nur sieben oder acht Leute sind." Daher möchte Kuban zunächst auch kein zu ambitioniertes Saisonziel ausgeben. "Wir machen uns nicht in die Hose, aber man muss erstmal abwarten, wie wir in die Saison finden. Ob es für ganz oben reicht, wird man sehen."

Thomas van de Loo zieht es derweil zur DJK Labbeck/Uedemerbruch. Auch Terlinden, Klemmer, Janßen, Maas und Hulstein sind nicht abgeneigt, für den B-Ligisten zu spielen. Zur Zeit ist allerdings noch nicht klar, ob die DJK die festgeschriebenen Ablösesummen bezahlen kann beziehungsweise will oder ob die sechs Akteure erst ab dem 1. November spielberechtigt sein werden.

Quelle: RP
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