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Lokalsport
Späte Treffer bringen SVS den "Dreier"

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Sonsbeck schlug gestern Könighardt mit 2:1. Joker Kai Schmidt traf in der Nachspielzeit. Von Rene Putjus

Zwei Halbzeiten, zwei Tore in der Nachspielzeit - die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck haben gestern mit späten Treffern auf heimischem Rasen den Gegner in die Knie gezwungen. Die Sportfreunde Königshardt wurden mit 2:1 (1:0) besiegt. Gefeierter Held des Siegtores war der eingewechselte Kai Schmidt. Neben den drei Punkten gab's für die Rot-Weißen als weitere Belohnung den Sprung auf den vierten Tabellenplatz.

Die Hausherren bekamen in den ersten 20 Minuten keinen Zugriff aufs Spiel. Die Mannschaft aus Oberhausen griff früh an und machte die Räume eng. Der SVS ließ sich den Schneid abkaufen und musste einige brenzlige Situationen überstehen. Allerdings geriet das von Tim Weichelt gehütete Tor nie ernsthaft in Gefahr. Mit dem ersten Torschuss von Florian Abel (21.) befreiten sich die Gastgeber allmählich aus der Umklammerung. Das Spiel verlagerte sich in die Hälfte des Rivalen. Jonas Kremer per Kopf (24.), Dennis Schmitz, der nach einer Flanke von Niklas Maas seine Möglichkeit verstolperte (35.), und Felix Terlinden in einer Eins-zu-eins-Situation gegen den SF-Schlussmann (36.) hätten das 1:0 erzielen können. Kremer war's schließlich, der den Ball ins Netz bugsierte (45.+1). Abels Freistoß landete erst auf dem Kopf von Terlinden und dann bei Kremer. Der legte sich das Leder zurecht und traf aus kurzer Distanz.

In der zweiten Hälfte wollte Sonsbeck sofort nachsetzen. Terlinden scheiterte in der 47. Minute. Dann hatte der SVS Glück, weil David Reuschenbach eine sogenannte "Hundertprozentige" ausließ (65.). Die Hausherren bekamen mehr Platz, weil sich Könighardt offensiver ausrichtete. "Wir hatten nach der Pause mehr Sicherheit im Spiel. Doch waren wir im letzten Drittel zu aufgeregt", sagte Trainer Sandro Scuderi. Sein Elf verpasste es, mehr Torgefahr auszustrahlen und den Sack eher zuzumachen. Abel (77.) sowie Schmidt (79.) ließen eine Doppelchance ungenutzt. Stattdessen fiel der überraschende Ausgleich nach einer harmlosen Ausgangssituation. Die Sportfreunde hatten einen Einwurf, der Ball kam zu Richard Zander, der ungehindert mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 1:1 ausglich (84.). Doch die Gastgeber spürten, dass sie noch etwas reißen könnten. "Eine unsere Stärken ist, dass wir niemals aufgeben", so Scuderi. Und tatsächlich fiel noch das 2:1, nachdem der Referee schon auf die Uhr geschaut hatte. Abel zog eine Flanke von der rechten Seite auf den langen Pfosten, wo Schmidt wartete und aus kurzer Distanz einnetzte. Keinen Ersatzspieler hielt's mehr auf der Bank, alle wollte dem Joker zum 2:1 gratulieren. Die Partie endete mit einem verdutzten Abel, der auf dem Weg zum 3:1 25 Meter vor dem verlassenen SF-Tor vom Abpfiff gestoppt wurde.

Es spielten: Weichelt; Prause, Hahn, Vengels (66. Schoofs), Terfloth (75. Schmidt), Schneider, Schmitz, Kremer (87. Leurs), Abel, Maas, Terlinden.

Quelle: RP
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