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Lokalsport
SSV mit Respekt zum Angstgegner

Lokalsport: SSV mit Respekt zum Angstgegner
Torwart Martin Sackers spielt bereits heute Abend mit dem SSV Lüttingen beim Rumelner TV. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Die abstiegsbedrohten Lüttinger stehen heute Abend beim Rumelner TV auf dem Platz. Von Detlef Kanthak

Der SSV Lüttingen möchte die Möglichkeit, die Abstiegsränge der Fußball-Kreisliga A endlich zu verlassen, am heutigen Abend beim Schopfe packen. Die Fischerdörfler gastieren um 19.30 Uhr beim Rumelner TV. Vor fünf Tagen hat der SSV den ersten Sieg im Vergleich mit den beiden Mannschaften aus Rumeln davongetragen. Der FCR wurde mit einem satten 4:0 nach Hause geschickt.

Trainer Thilo Munkes hatte seinen Spaß am druckvollen und konzentrierten Auftritt der Mannschaft. "Wir könnten es als gutes Omen nehmen", sagt der Coach, der dann aber auch schon auf das spezielle Lüttinger Problem mit dem RTV zu sprechen kommt. "Ein Gegner, vor dem wir viel Respekt haben", erklärt Munkes. Zum einen, weil die Gastgeber sich in den vergangenen Wochen aus ähnlich prekärer Lage, wie sie jetzt der SSV zu meistern hat, erfolgreich ins Tabellenmittelfeld verabschiedet haben. Das ist in Lüttingen registriert worden. Zum anderen aber auch angesichts der Historie beider Teams. Zehnmal standen sich die Clubs in der Kreisliga A gegenüber, neunmal kam der Sieger aus Rumeln. Die Trendwende muss der SSV ohne Bastian Johann anstreben, der aus beruflichen Gründen fehlt.

Am Sonntag, wenn die übrigen Spiele des letzten Hinrunden-Spieltags ausgetragen werden, steht der Platz von Borussia Veen im Fokus des Interesses. Gelingt es den "Krähen", Tabellenführer MSV Moers die zweite Saisonniederlage beizubringen und somit den Kampf an der Spitze wieder etwas prickelnder zu gestalten? "Schauen wir mal", sagt Trainer Ulf Deutz in ruhiger Art mit Blick auf die 29 Zähler, die sein Team auf dem Konto hat. "Wir haben unsere Vorgabe für die erste Saisonhälfte schon erreicht." Das macht locker und geschmeidig. "Wir versuchen, den MSV zu ärgern, und werden uns taktisch auf eine technisch versierte Mannschaft einstellen", so Deutz.

Derlei forsche Töne werden beim SV Sonsbeck II natürlich mit Freude gehört. Winkt da etwa die Tabellenspitze nach dem 17. Spieltag? Die "Reserve" des SVS, nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter gelegen, muss seine Aufgabe bei Preußen Vluyn lösen. Trainer Johannes Bothen ahnt allerdings Unannehmlichkeiten. "Das wird kein lustiger Betriebsausflug", denkt er an tiefe Asche und widrige Verhältnisse auf einem kleinen Platz. "In Vluyn haben wir uns immer schwergetan", fügt er noch erklärend hinzu. Für den gesperrten Sebastian Hulstein dürfte Nico ten Elsen in die Anfangsformation zurückkehren.

Mit je sechs Zählern Abstand zu den Aufstiegsplätzen haben sich die Rheinberger Konkurrenten Orsoy und Budberg auf den Rängen fünf und sechs eingeordnet. Es käme es gar nicht gut, weiteren Boden zu verlieren. Der SV Orsoy empfängt Schlusslicht Alemannia Kamp und hofft auf den Einsatz des zuletzt fehlenden Kajanthan Sivam. Der SV Budberg gastiert beim FC Rumeln-Kaldenhausen und darf wieder auf den genesenen Tim Pacynski setzen.

Die Aufsteiger Millingen und Alpen haben sich vor dem Hinrundenabschluss in der Abstiegszone eingenistet. Kein Grund, den Kopf hängenzulassen. Der SV Millingen empfängt den Vorletzten Fichte Lintfort II. Trainer Torsten Weist hofft auf bessere Personalbedingungen als vor Wochenfrist beim 1:3 in Sonsbeck, als kurzfristig gleich vier Stammspieler krank oder verletzt absagen mussten. Viktoria Alpen, zuletzt gegen Veen 1:2 unterlegen, richtet sich vor dem Gastspiel beim TuS Asterlagen an der zweiten Halbzeit des Lokalderbys auf. Das sah gut aus, auch wenn es nicht zum Punktgewinn langte. "Ich hoffe, dass sich die Mannschaft endlich einmal für ihre guten Leistungen wieder belohnen kann", sagte Alpens Trainer Jörg Schütz.

Info: Das Fußballjahr in der A-Liga wird am kommenden Wochenende mit dem ersten Spieltag der Rückrunde abgeschlossen. Die Winterpause endet am 28. Februar 2016.

Quelle: RP
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