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Lokalsport
SV Budberg zu schwach für Bezirksliga

Budberg. Fußball: Die Mannschaft von Trainer Patty Jetten konnte den Abstieg nicht verhindern. Ein "Knipser" wurde vermisst. Von Johannes Heiming

Der SV Budberg muss in der kommenden Saison in der Kreisliga A um Punkte spielen. Eine Tatsache, die Trainer Patty Jetten gehörig zu schaffen macht. "Mir als Trainer tut das ganz schön weh. Ich wollte das eigentlich nie - nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern auch aufgrund der Begleiterscheinungen. Ich denke da etwa an die Schiedsrichter", blickt der Coach sorgenvoll und enttäuscht voraus.

Allerdings will und kann auch er nicht anzweifeln, dass der Abstieg seiner Mannschaft am Ende einer verkorksten Spielzeit sportlich gerecht ist. 13 Punkte Rückstand weist der SVB in der Abschlusstabelle auf einen Nichtabstiegsplatz auf. Maßgeblich für diese negative Entwicklung war die schwache Hinrunde. Magere elf Punkte aus 16 Partien konnten bis zur Winterpause erspielt werden. Schon damals hätten elf Zähler zum Klassenerhalt gefehlt. "Die Hinrunde war sehr ernüchternd. Wir sind mit der neuen Gruppe und der veränderten Spielweise der Gegner einfach nicht klargekommen", erinnert sich Jetten.

Er muss sich zusammen mit seiner Mannschaft ankreiden lassen, dass zu spät eine Reaktion auf die veränderten Gegebenheiten gezeigt wurde. Zu häufig konnte der SVB den Gegnern in körperlicher und kämpferischer Hinsicht nicht das Wasser reichen und war zu sehr damit beschäftigt, sich um Spielkontrolle zu bemühen. "So haben wir einige Spiele verloren, in denen wir eigentlich die bessere Mannschaft waren." Dass die Budberger am Ende häufig mit leeren Händen dastanden, hatte außerdem mit der eigenen Abschlussschwäche zu tun, die auch in der Rückrunde nicht auszumerzen war. Zwar kommt Benedikt Franke auf immerhin 14 Saisontreffer, doch ein echter "Knipser" ist der Stürmer laut seinem Coach nicht. "Ich will seine Leistung überhaupt nicht schmälern. Bene ist sehr wichtig für unser Spiel und betreibt einen riesen Aufwand. Nur vor dem Tor hat er gelegentlich nicht die Nerven", so Jetten, der nach wie vor auf der Suche nach einem eiskalten Vollstrecker ist. Doch nicht nur in der Offensive hakte es zu oft.

Auch die Defensive, der während der Spielzeit fünf verschiedene Torhüter angehörten, fand nur selten zur nötigen Stabilität. Zunehmend spielte der Kopf eine Rolle. "Die Jungs haben dann irgendwann unter dem Druck gelitten. Das hat Substanz gekostet." So konnte sich das Team in der Rückrunde zwar etwas steigern und holte immerhin sieben Punkte mehr als in der Hinrunde.

Doch erst als der Abstieg so gut wie besiegelt war, konnten die Budberger echte Erfolgserlebnisse verbuchen. "Da war die Unbekümmertheit wieder da, die wir für unser Spiel brauchen", sagt Jetten, der hofft, dass sich diese in der kommenden Spielzeit wieder öfter zeigen wird und mit einem positiven Ausblick schließt: "Wenn der sportliche Erfolg da ist, macht das viel aus. Da ist die Liga erstmal egal."

Quelle: RP
 
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