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Lokalsport
SV Neukirchen erkämpft sich Remis

Neukirchen-Vluyn. Handball-Oberliga: Im Heimspiel gegen den TSV Aufderhöhe mussten zwei Stammakteure ersetzt werden. Von Uwe Zak

"Hätte das Spiel fünf Minuten länger gedauert, hätten wir die geknackt", war Jörg Förderer nach der Handball-Oberliga-Partie vom SV Neukirchen gegen den die bisher verlustpunktfreien TSV Aufderhöhe sicher. Am Ende war der Spielertrainer aber mit dem 22:22 (10:12)-Unentschieden zufrieden. Zumal es zwischenzeitlich alles andere als gut für den Gastgeber aussah.

Die Kontrahenten servierten den rund 200 Zuschauern eine erste Halbzeit zum Vergessen. Ohne Tempo und ziemlich zerfahren agierte der SVN, der neben Christian Ginters auch Thomas Pannen ersetzen musste. Der Top-Rückraumspieler laboriert an einem Faszienanriss, kann nicht richtig auftreten. Und er wurde schmerzhaft vermisst. Allerdings hätte Pannen auch nicht verhindern können, dass der SVN-Rückraum - allen voran Daniel Peters und Torsten Miller - allein im ersten Durchgang fünfmal Latte oder Pfosten getroffen hatten. Beide blieben am Ende tatsächlich ohne Torerfolg. Nur so lässt es sich aber auch erklären, dass nach ausgeglichenem Start der TSV auf 11:5 (23.) enteilen konnte.

Denn die Gäste hatten sich bis dahin ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert und sich dem behäbigen SVN-Spiel angepasst, ließen ebenfalls Tempo und Spielwitz vermissen. Und Neukirchen machte es ihnen leicht, warf über zehn Minuten kein Tor. Doch in der 24. Minute kam der Bruch. Bis zur Halbzeitpause trafen schließlich die Gäste nur noch einmal - vom Sieben-Meter-Punkt aus, der SVN konnte auf 10:12 verkürzen und war wieder im Geschäft. Und die Gastgeber hängten sich im zweiten Durchgang mächtig rein, mussten den TSV zwar erneut ziehen lassen (16:20, 51.), kämpften sich aber heran und zogen beim 20:20 mit Aufderhöhe gleich.

Endlich bekam auch Dominik Köller im SVN-Tor einen Finger an den Ball. Zuvor musste er beinahe jeden Schuss passieren lassen. Die Hereinnahme von Karl Greven, Gerit Fietze und dem angeschlagenen Christian Lange hatten sich vor allem in der Abwehr bezahlt gemacht - die von Marvin Bartnik im Angriff. Denn er war es, der zum 20:20 und schließlich zum verdienten 22:22 traf. Da war nämlich beim TSV die Luft raus.

Quelle: RP
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