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SV Orsoy gegen SV Sonsbeck II - wer verliert den Anschluss?

Lokalsport: SV Orsoy gegen SV Sonsbeck II - wer verliert den Anschluss?
FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Der Tabellendritte erwartet am Sonntag den Vierten. In Veen möchte der SV Millingen den Höhenflug fortsetzen und Lüttingen den nächsten Überraschungscoup landen. Von Detlef Kanthak

Stefan Kuban kann schon eine Menge an Geschichten aus der Kreisliga A erzählen. Der Trainer des SV Sonsbecks II hat auf seinen früheren Wirkungsstätten in Ossenberg, Budberg, Orsoy und Meerfeld einige Spielzeiten an der Seitenlinie verfolgt. Derlei Kapriolen, wie sie sich die A-Liga in dieser Saison leistet, findet aber auch der 48-Jährige mehr als außergewöhnlich. "Man kann fast schon annehmen, dass so recht keiner aufsteigen möchte", blickt er auf die Ergebnisse der vergangenen Wochen.

Da reichten sich ausgerechnet die Spitzenteams die Klinke in die Hand, als es galt, ins Fettnäpfchen zu treten. Auch Kubans Team blieb nicht verschont. In drei Spielen holte der SVS II nur ein Punkt - mit solch einem Ergebnis sollte man eigentlich den Aufstieg zu den Akten legen dürfen. Am vergangenen Spieltag folgte die Wende mit einem Heimsieg über Rheurdt-Schaephuysen. So bleibt der SVS II als Tabellenvierter sechs Spieltage vor dem Saisonende immer noch in der Auslosung. Am Sonntag geht's zum SV Orsoy, der einen Punkt und Rang besser postiert als Sonsbeck II ist. Ein Spiel, das auf jeden Fall gewonnen werden muss? "In anderen Spielzeiten vielleicht, aber in diesem Jahr spielt die Liga eben verrückt", spricht Kuban der Partie ihren Charakter als vorweggenommenes "Endspiel" ab. Jetzt heißt die Sonsbecker Losung nicht "wir müssen gewinnen", sondern "wir wollen nicht verlieren". Ein feiner Unterschied: "Ein Punkt kann uns weiterhelfen", sagt Kuban.

Als hätten sie sich abgesprochen stimmt ihm sein Orsoyer Kollege flugs bei. "Dieses Spiel wird längst noch keine Vorentscheidung bringen", so Frank Pomrehn. Beide Mannschaften feilen derzeit noch an ihren Aufstellungen. Die große Frage bei den Gastgebern: Ist der Kapitän wieder an Bord? Dominik Hahn musste wenige Minuten vor dem Anpfiff in Vluyn in die Kabine zurück und seinen Einsatz absagen. Jeffrey Preuß, im Winter aus Xanten gekommen, sollte zudem wieder einsatzbereit sein. Kuban erreichte derweil eine Hiobsmeldung. Niklas Maas, 20-jähriger Top-Torjäger der Mannschaft, fällt mit einem Muskelfaserriss nicht nur für die Partie in Orsoy aus. "Wir werden wieder mit A-Junioren ins Spiel gehen", sagt Kuban, der mit den Youngstern zuletzt aber gut gefahren ist.

Der kommende Sonntag hält noch ein Nord-Derby bereit; aber etwas unterhalb der Spitzenränge angesiedelt. Borussia Veen, nach dem 2:5 in Asterlagen nur noch mit vagen Möglichkeiten auf ein Eingreifen in den Aufstiegskampf, freut sich auf den SV Millingen. "Der Aufsteiger ist richtig gut drauf", stellt Trainer Ulf Deutz fest. Seine Vermutung: "Das wird eine ganz spannende und enge Geschichte werden." Recht hat er, wie die Prognose von SVM-Coach Torsten Weist erwarten lässt: "Ich denke schon, dass wir etwas aus Veen mitnehmen werden. Veen hat gute Spieler, wir müssen uns aber auch nicht verstecken." Vier Siege in Folge, darunter Erfolge gegen Orsoy und den Zweiten FC Meerfeld, lassen die Brust eben enorm anschwellen. Beide Lager haben einen Ausfall zu verzeichnen. Veens Kai Möller ist nach fünfter gelber Karte gesperrt, dafür kann Deutz wieder Eike Schultz einsetzen. Der SVM muss auf Christian Dufhaus verzichten.

Einen Überraschungscoup, wie ihn der SSV Lüttingen mit seinem 2:0-Sieg bei Spitzenreiter MSV Moers erzielt hat, gelingt nicht an jedem Wochenende. Wenn's dennoch so wäre, hätte Trainer Thilo Munkes nichts dagegen. "Wir versuchen unser Bestes", sagt er vor dem Heimspiel gegen Meerfeld. Mut macht das Hinspiel. Da hatte der Drittletzte immerhin ein torloses Remis erreicht.

Hilfe im Abstiegskampf könnte vom SV Budberg kommen, der den TuS Asterlagen zu Gast hat. Auch bei Coach Patty Jetten ist das erste Aufeinandertreffen noch nicht vergessen. "Unser 0:2 war ein ganz schlechter Auftritt. Da haben wir noch etwas gut zu machen", meinte Jetten, dem am Sonntag gleich zwei Keeper nicht zur Verfügung stehen. David Dohmen sowie Sven Riemer, der in Kamp zwischen den Pfosten stand, müssen passen.

Mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge tritt Aufsteiger Viktoria Alpen beim Rumelner TV an. Trainer Jörg Schütz hofft auf Fortsetzung der feinen Serie. "Wir können uns im Moment eigentlich nur stoppen, wenn wir zu überheblich an das Spiel herangehen", appellierte er an seine Mannen, weiter konzentriert am Fußball zu sein. Dan Tooten steht ihm nach abgebrummter Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung.

Quelle: RP
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