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SV Orsoy nimmt die Favoritenrolle nicht an

Lokalsport: SV Orsoy nimmt die Favoritenrolle nicht an
So feierte der SV Orsoy Anfang vergangenen Jahres die Titelverteidigung. Morgen kann der A-Ligist den Stadtpokal-Hattrick klarmachen. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Rheinberg. Der TuS Borth richtet an diesem Wochenende in der Großraumsporthalle die Rheinberger Fußball-Stadtmeisterschaften aus. Von Rene Putjus

Es ist lange her, dass Willi Hermanns als Coach einer Fußball-Mannschaft auf den Rheinberger Hallen-Stadtmeistertitel anstoßen durfte. In den 90er Jahren gewann er mit der Borther Zweitvertretung das Turnier für Reserve-Teams. Morgen hat der Trainer-Fuchs erneut die Gelegenheit, mit dem TuS Borth die Konkurrenz abzuhängen - diesmal allerdings mit der "Ersten". Obmann Andre Bücker wär's recht, schließlich ist der B-Ligist Ausrichter. Auf RP-Nachfrage stellte er gestern klar, dass die Stadtmeisterschaft nicht nach Futsal-, sondern nach den bekannten Hallenfußballregeln stattfindet. Im Vorfeld hatte es diesbezüglich bei Trainern und Spielern einige Irritationen gegeben.

Das gab's schon lange nicht mehr: Morgen gehören ausschließlich Kreisligisten dem Teilnehmerfeld an. Für den Borther Coach Willi Hermanns ist der Gewinn des Wanderpokals in der Großraumsporthalle ganz weit weg: "Wir wollen uns positiv präsentieren. Unsere Auftaktpartie gegen Budberg wird richtungsweisend sein." Zehn Feldspieler und Keeper Pascal Kastendieck wollen diesmal einen besseren Platz erreichen als 2015, als der TuS lediglich Fünfter wurde.

Als Topfavorit tritt Titelverteidiger SV Orsoy an. Das Team von Trainer Frank Pomrehn kann am Sonntag den Hattrick klarmachen. 2014 hatte der SVO die Budberger als Stadtmeister abgelöst. Für Pomrehn gibt's diesmal aber keine Mannschaft, der er einen glatten Durchmatsch zutraut: "Die Leistungsunterschiede sind nicht mehr so groß wie früher. Den großen Favoriten sehe ich nicht." Im Orsoyer Kader stehen so ausgezeichnete Hallenspieler wie Erkan Ayna, Dustin Brands und Robin Morawa. Mit dabei ist auch Jeffrey Preuß, der in der Hinrunde noch für den TuS Xanten aufgelaufen war.

Patty Jetten, der Coach des SV Budberg, traut den Ossenbergern zu, ganz weit vorne zu landen. Aber auch seine Mannschaft wird ein Wörtchen bei der Vergabe um den Wanderpokal mitreden. Jetten, der kein Freund des Hallenfußballs ist, wird sich im Hintergrund halten, stattdessen das Turnier von der Tribüne aus verfolgen und daher sein Co-Trainer Matthias Prinz auf der Bank sitzen. Mit Nisfad Grgic hat der SVB ebenfalls einen Spieler in den Reihen, der in Halle für Kabinettstückchen und einige Tore gut ist. Jonas Twardzik aus der A-Jugend wird seine erste Senioren-Stadtmeisterschaft bestreiten.

Auch beim SV Millingen, der 2015 keinen einzigen Punkt holte, gibt mit Gerd Peerenboom der Co-Trainer die Kommandos. Torsten Weist hat sich am dicken Zeh verletzt und verfolgt die Partien als Zuschauer. "Ich hätte lieber Futsal gesehen, da geht's nicht so hart zur Sache", sagte der Chefcoach. Von den Winterpausen-Zugängen wird nur Yannik Müller auf dem Feld stehen.

Udo Krützberg aus dem Trainerteam von Concordia Ossenberg freut sich darüber, dass Jetten seiner Elf in der Halle viel zutraut. "Aber wir können nicht unsere beste Mannschaft aufbieten, da einige Spieler verletzt sind. Außerdem ist die Motivation doch stark gesungen, bei der Stadtmeisterschaft dabei zu sein", meinte er. So wird der Kader mit Kickern aus der A-Jugend und "Zweiten" aufgefüllt.

Für Marvin Mulrain, den Coach des TuS 08 Rheinberg, machen Budberg und Orsoy wieder den Titel unter sich aus. "Die spielen immer sehr gut." Er hofft, dass Mustafa Köse, ein begnadeter Hallenfußballer, einige Ausrufezeichen setzt und dem B-Ligisten mit Toren zu einer guten Platzierung verhilft. "In erster Linie wollen wir einen schönen Ball spielen. Mir ist zudem wichtig, dass es auf dem Spielfeld und den Rängen ruhig bleibt", spricht Mulrain auch für seine Trainerkollegen.

Info: Die Stadtmeisterschaft der Reserveteams mit sieben Mannschaften beginnt an gleicher Stelle heute um 11.30 Uhr. Um 16.30 Uhr wird die letzte Turnierpartie angepfiffen.

Quelle: RP
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