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SV Sonsbeck auf der Suche nach der geistigen Frische

Lokalsport: SV Sonsbeck auf der Suche nach der geistigen Frische
Felix Terlinden (links) führt mit fünf Treffern die Sonsbecker Torschützenliste an. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Nach der Pleite in Essen soll gegen Aufsteiger Königshardt ein Heimerfolg her. Es wird Veränderungen in der Startelf geben. Alle Spieler stehen Trainer Scuderi zur Verfügung. Von Rene Putjus

Der ein oder andere Landesliga-Kicker des SV Sonsbeck wird heute Morgen über Kopfschmerzen klagen. Die Spieler haben gestern beim Xantener Oktoberfest einen drauf gemacht. Es war allerdings ein Mannschaftsabend mit angezogener Handbremse. Denn heute um 11 Uhr bittet Coach Sandro Scuderi zu einer Übungseinheit: "Das Freitagtraining ist ausgefallen. Diese Teambuildingmaßnahme haben sich die Jungs nach den anstrengenden Wochen verdient. Dennoch haben wir am Sonntag ein Spiel. Da gilt es, rechtzeitig den Alkohol rauszulaufen und den Kreislauf anzuregen." Zumal die Sonsbecker auf heimischem Rasen etwas gutzumachen haben. Auf die überraschende 0:1-Pleite in Essen soll ein "Dreier" über die SF Königshardt folgen (Anstoß 15 Uhr).

Nach der jüngsten Niederlage, die eine Serie von fünf ungeschlagenen Auftritten in Folge beendete, machte Scuderi seinen Schützlingen unter der Woche klar, dass "man kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen darf". Die Mannschaft wirkte unkonzentriert, machte zu viele Fehler und ließ die geistige Frische vermissen. "Die Spieler müssen sich an die eigene Nase fassen und ihre Leistung hinterfragen", sagt der Coach. Das können sie mitunter morgen auf der Bank tun. Scuderi kündigte auf bis zu vier Positionen Veränderungen in der Anfangsformation an. Die Balltreter, die zuletzt zuschauen mussten, wittern ihre Chance. "Das hat man im Training gesehen." Wer eine Denkpause verordnet bekommt, ließ Scuderi indes offen. Weiterhin steht ihm der komplette Kader zu Verfügung.

Durch die Niederlage gegen TuS Essen-West hat der SVS die Tabellenspitze aus den Augen verloren. Das ist für Scuderi kein Beinbruch: "Wir schauen auf uns. Wir wissen ganz genau, wo wir an unsere Grenzen stoßen. Platz fünf nach zehn Spieltagen ist okay. In diesem Bereich wollen wir uns festsetzen." Der Coach machte nochmals deutlich, dass niemand von den Verantwortlichen über den Aufstieg spricht, somit es auch keinen Druck gebe, Spitzenreiter RW Oberhausen II oder Verfolger SV Straelen unbedingt auf den Fersen zu bleiben.

Dennoch möchte der Trainer natürlich eine Mannschaft auf dem Rasen sehen, die sich zerreißt und attraktiven Fußball zeigt. Für die anstehende Partie gegen Königshardt heißt das, geduldig zu sein und die Fehler zu minimieren.

Das Team aus dem Oberhausener Norden wird sicherlich sehr defensiv agieren und darauf warten, dass sich die Sonsbecker selber in die Bredouille bringen, um dann zuzuschlagen. "Königshardt ist eine unangenehm zu bespielende Truppe", weiß Sandro Scuderi, der seine Mannschaft nicht nur auf dem Xantener Oktoberfest, sondern auch morgen nach dem Schlusspfiff ausgelassen feiern sehen möchte.

Quelle: RP
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