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Lokalsport
SV Sonsbeck verliert nach der Pause Kontrolle und Jan-Paul Hahn

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Die Mannschaft von Trainer Sandro Scuderi spielte in Klosterhardt nur 1:1. Der Abwehrchef der Rot-Weißen flog mit Rot runter. Von Rene Putjus

Tim Weichelt war gestern nach dem Abpfiff der Landesliga-Partie zwischen Arminia Klosterhardt und dem SV Sonsbeck untröstlich. Der Schlussmann, bislang in der Saison ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft, unterlief ein folgenschwerer Fehler, der den Ausgleich ermöglichte. An seinem Aussetzer allein lag's allerdings nicht, dass sich die Rot-Weißen mit einem 1:1 (1:0)-Remis begnügen mussten.

Bei den Gästen debütierte Niklas Maas in der Startelf. Der 19-Jährige sollte mit seiner Schnelligkeit auf der linken Offensivseite für Unruhe sorgen. Die Sonsbecker zeigten vor dem Seitenwechsel eine souveräne Vorstellung. Sie waren lauffreudig, gaben keinen Ball verloren und hatten den Gegner fest im Griff. Die Hausherren, die sehr tief standen, durchbrachen die SVS-Defensive nur selten. Zwangsläufig fiel das 1:0.

Florian Abel, der in Klosterhardt nicht ganz so offensiv agierte, fand mit einem feinen Zuspiel auf Kai Schmidt die Lücke. Der Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und schloss den Angriff mit seinem dritten Saisontor ab (26.). Die Rot-Weißen verpassten es in der ersten Hälfte, ihre Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Der zweite Abschnitt war erst zwei Minuten alt, da hätte Robin Schoofs auf 2:0 erhöhen müssen. Nach einer Flanke landete das Leder vor seinem Fuß, frei stehend verstolperte er aber die Chance. Dann war's plötzlich vorbei mit der Sonsbecker Herrlichkeit. "Wir haben total die Linie verloren und waren fortan viel zu ungeduldig", sagte Trainer Sandro Scuderi.

Der Aussetzer von Weichelt begünstigte den Ausgleich (62.). Sein Abschlag sollte bei Dennis Schmitz landen, doch an den Ball kam ein Arminia-Spieler. Marcel Landers hatte wenig Mühe, das 1:1 zu erzielen. Scuderi nahm Weichelt in Schutz: "Ich mache ihm keinen Vorwurf. Ich verlange von meinen Jungs, mit Risiko zu spielen. Das ist in der Situation leider in die Hose gegangen." Anschließend kam nicht mehr viel von den Gästen.

"Am Ende kann man noch froh sein, einen Punkt mit genommen zu haben. So ein Spiel kann auch mal nach hinten losgehen", so Scuderi, dem am nächsten Sonntag in der Heimpartie gegen seinen ehemaligen Club, den SV Straelen, der Abwehrchef fehlen wird. Jan-Paul Hahn bekam in der Nachspielzeit das Leder an die Hand, so dass Referee Thiemo Bartsch den Routinier die Rote Karte vor die Nase hielt. "Jan-Paul war nicht der letzte Mann, daher hätte es auch Gelb getan", meinte Guido Lohmann, der Sportliche Leiter. Höchstwahrschlich wird auch Schmidt gegen Straelen nicht dabei sein. Der Angreifer verletzte sich 20 Minuten vor Schluss bei einem Pressschlag. "Der Fuß ist grün und blau", sagte Scuderi.

Es spielten: Weichelt; Prause, Hahn, Vengels, Schoofs, Schmitz (67. Kremer), Schneider, Abel, Terlinden (76. Leurs), N. Maas (76. Fuchs), Schmidt.

Quelle: RP
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