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Lokalsport
SVO 5:2, doch Vergaro hat keinen Spaß

Kreis. Fußball-Kreisliga A: "Wir waren nicht gut", so der Trainer des Tabellenzweiten. "Wir waren gut", sagt Jörg Schütz, dessen Alpener Viktoria gegen Homberg II aber unterliegt. Beim 1:1 des SV Millingen trifft Patrick Neumann auf beiden Seiten. Von Detlef Kanthak

Der VfL Rheinhausen, Spitzenreiter der Kreisliga A, hat mit dem 15:0-Sieg über Schlusslicht MSV Moers sein Torkonto noch weiter aufpoliert. Kurze Zeit durfte der Tabellenführer sogar auf einen Ausrutscher des punktgleichen Ligazweiten SV Orsoy hoffen, der in seiner Partie gegen die DJK Lintfort schon nach zwei Minuten in Rückstand geraten war.

Am Ende hatte der SVO die Verhältnisse dann aber doch wieder zurecht gerückt und das Spiel gegen den Liganeuling mit 5:2 (4:1) zu seinen Gunsten entschieden. Lars Dickmann beantwortete den frühen Rückstand umgehend mit dem Ausgleich, dem Erkan Ayna eine Viertelstunde später das 2:1 folgen ließ. Bis zur Pause schraubten Ayna und Mentor Lekiqi das Ergebnis in die Höhe. Für das 5:1 war erneut Lekiqi verantwortlich. Der DJK blieb schließlich nur noch etwas Ergebniskosmetik. Orsoys Trainer Sandro Vergaro hatte dennoch nicht so recht viel Spaß am Auftritt seiner Mannen. "Wir waren nicht gut", erklärte er. Da sei die Chance der DJK zum 2:1 gewesen, bei zwei Treffern dürfe man sich beim Lintforter Keeper bedanken, und dass der Gegner ab der 20. Minute nur noch zu zehnt auf dem Platz stand, hätte seine Elf auch nicht beflügelt. "Unsere Chancenverwertung war miserabel", fand Vergaro bei vier Lattentreffern einen weiteren Kritikpunkt.

Das Verfolgerduell gegen den VfB Homberg II ging für Viktoria Alpen zwar mit 1:2 (0:1) verloren, einen Vorwurf mochte Viktorias Coach Jörg Schütz dennoch nicht an die Adresse seiner Spieler richten. "Ein richtig gutes Spiel, in dem die Mannschaft auch richtig gut gearbeitet hat", befand Schütz, der Chancen auf Alpener Seite, aber auch einen Teufelskerl zwischen den Homberger Pfosten gesehen hatte. "Ein Klasse-Schnapper", beurteilte er die Arbeit von VfB-Keeper Frederic Michtel, der bei einigen Möglichkeiten der Viktoria im Weg stand. Und war Michtel einmal geschlagen, dann half die Latte bei Dan Tootens Lupfer, der im ersten Abschnitt die Führung hätte bringen können. Der VfB traf in den Minuten vor und nach dem Seitenwechsel, während Nils Speicher nur noch das 1:2 in der 84. Minute blieb.

Der SV Budberg musste sich im Duell gegen Liganeuling SV Neukirchen mit einem 1:1 (1:1) begnügen. "Aufgrund der ersten Hälfte hatten wir auch nicht mehr verdient", sah Budbergs Trainer Patrick Jetten ein kopfloses Vorgehen seiner Mannschaft, die das Spiel zwar nur in Richtung des Gästetores laufen ließ, den Ball dabei aber nicht über die Linie des SVN-Tores brachte. Gegen aufopferungsvoll kämpfende Neukirchener, die nach einer Roten Karte in Unterzahl verteidigten, setzte sich der erfolglose Einbahnstraßenfußball bis zum Schlusspfiff fort.

Patrick Neumann war der Hauptakteur des SV Millingen im Gastspiel bei der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen. Der junge Mann mit der Rückennummer 18 schoss den SVM in der elften Minute in Führung, sorgte aber auch nach 38 Minuten per Eigentor für den Ausgleich der Gastgeber. Nach 69 Minuten war für Neumann das Spiel dann beendet, als Trainer Torsten Weist noch einmal frischen Wind ins Spiel bringen wollte. "Da war mehr drin als das Remis", urteilte der Coach, der zwar mehr Spielanteile bei der Spielvereinigung, die besseren Chancen aber von seiner Auswahl sah. Unmittelbar vor dem Abpfiff wartete Weist zudem vergeblich auf einen Elfmeterpfiff, als Max Pullich durch einen Stoß vom möglichen 2:1 abgehalten wurde.

Bis zur Schlussphase der Partie von Borussia Veen beim Rumelner TV warteten die Zuschauer vergeblich auf Tore. Und dass, obwohl beide Mannschaften je einen Abschnitt für sich reklamieren durften. "Wir haben die ersten 45 Minuten bestimmt", so Veens Trainer Ulf Deutz, "die zweite Hälfte ging an den RTV." Jan Pimingstorfer traf nach 88 Minuten zur Veener Führung, die zwei Minuten später mit dem Ausgleich zum 1:1 (1:1) doch noch verspielt war.

Ein bitteres 0:1 (0:0) musste der SSV Lüttingen gegen Preußen Vluyn hinnehmen. "Bitter, weil wir über weite Strecken das Spiel in unserer Hand hatten", trauerte SSV-Trainer Thilo Munkes mehreren guten Möglichkeiten seiner läuferisch und technisch überzeugenden Mannschaft nach. "Uns fehlt im Moment die Siegermentalität", so der Trainer, der das 0:1 in der 55. Minute hinnehmen musste.

Quelle: RP
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