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SVS spielt in Rhede kraft- und ideenlos

Lokalsport: SVS spielt in Rhede kraft- und ideenlos
Gespräch unter Männern: Sonsbecks Stephan Schneider (links) und VfL-Spieler Stefan Chciuk. FOTO: Björn Brinkmann
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Die Sonsbecker Elf war von einem Punktgewinn meilenweit entfernt. Mit 0:3 endete die Partie. Von Rene Putjus

Wenn Dennis Schmitz beim Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck in der Innenverteidigung aufgestellt wird, dann muss die personelle Not groß sein. Mangels Alternativen war Trainer Thomas Dörrer auch gestern in der Partie beim VfL Rhede wieder in der Startelf zu personellen Experimenten gezwungen. Schmitz, eigentlich im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause, machte seine Sache in der 4-4-2-Formation zwar nicht schlecht, doch zeigten die Hausherren den Rot-Weißen ihre spielerischen Grenzen auf. Der Tabellenvierte gewann mit 3:0 (1:0). Von einem Punktgewinn war der SVS meilenweit entfernt. "Die Niederlage geht in Ordnung, auch wenn sie zu hoch ausfällt", resümierte Dörrer die zweite Niederlage in Folge.

Es passte ins Bild, dass bei den dezimierten Gästen kurz vor dem Anstoß auch noch Jonas Gerritzen ausfiel. Der Offensivspieler kam nicht zum Einsatz, weil ihn erneut muskuläre Probleme behinderten. So rückte Marvin Braun ins rechte Mittelfeld. Sebastian Leurs stellte Dörrer auf der linken Seite auf. Ajdin Mehinovic rückte nach hinten und nahm die angestammte Position von Schmitz ein. Vorne sollten Felix Terlinden sowie Max Fuchs für Wirbel sorgen. Doch schnell wurde deutlich, dass Sonsbeck in der Offensive wenig zu melden hatte. Es fehlte die Unterstützung aus dem Mittelfeld. In der gesamten Partie erarbeitete sich der SVS keine wirklich gefährliche Möglichkeit. Bester Gästeakteur war Michael Burda. Der Schlussmann verdiente sich trotz der drei Gegentreffer eine Bestnote. Er verhinderte eine noch höhere Pleite. Rhede war der Dörrer-Elf gestern hochüberlegen. Hinzu kam, dass sich die Gäste wieder selber das Leben schwer machten.

So wie beim 0:1 in der 35. Minute. Leurs spielte einen Fehlpass im Mittelfeld. Der Ball landete bei Martin Schüring, der im Laufduell von der Abwehr, in der der gesperrte Jan-Paul Hahn schmerzlich vermisst wurde, nicht gestoppt wurde und das 1:0 erzielte. Auch beim zweiten Rheder Tor waren die Rot-Weißen mental nicht auf der Höhe. Das 0:2 fiel durch einen Konter, weil der SVS nach einem Freistoß von Stephan Schneider nicht aufpasste. VfL-Kepper Marc Tebroke machte das Spiel schnell, die Gäste kamen nicht hinterher, und Simon Lechtenberg schloss den Angriff erfolgreich ab (56.). Lechtenberg war auch der Schütze des dritten Treffers. Er schoss das 3:0 per Strafstoß (71.). Bastian Grütter stand falsch und wusste sich nur mit einem Foul zu helfen, so dass dem Referee keine andere Wahl blieb, als auf Elfmeter zu entscheiden. Zwischen den letzten beiden Gegentreffern hatte Sonsbeck die beste Phase. Doch wurden die Angriffe nicht vernünftig zu Ende gespielt. "Das 0:3 ist kein Beinbruch. Wir haben nach dem 1:2 gegen Odenkirchen eine Reaktion gezeigt. Allerdings war die Fehlerquelle zu hoch, und die Kraft fehlte", sagte Dörrer. Guido Lohmann, der Sportliche Leiter, hofft am Sonntag auf ein positives Ergebnis daheim gegen Abstiegskandidat VfB Uerdingen: "Bei einer weiteren Niederlage droht die Gefahr, in eine Negativspirale zu geraten."

Doch zuvor empfängt der SV Sonsbeck im Kreispokal einen Landesliga-Konkurrenten. Im Halbfinale geht's am Donnerstag ab 19.30 Uhr gegen den VfL Repelen.

Quelle: RP
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