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Lokalsport
SVS sucht noch das optimale Spielsystem

Sonsbeck. Fußball: Sechs der acht Testbegegnungen haben die Sonsbecker verloren. Trainer Sandro Scuderi hat viel ausprobiert. Morgen steht das erste Pflichtspiel im FVN-Pokal gegen einen Oberligisten an. Von Rene Putjus

Wenn eine Mannschaft während der Vorbereitung auf die neue Saison sechs von acht Partien verliert, dann ist das eine Bilanz, die einen Trainer nachdenklich macht. Sandro Scuderi, der neue Coach des Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck, hat natürlich auf positivere Resultate gehofft. Gleichwohl ordnet er die Leistungen anders ein als jemand, der nicht bei jeder Trainingseinheit dabei war. "Ich trenne zwischen Ergebnis und Auftreten. Klar, haben wir noch einiges aufzuarbeiten. Aber nach vier Wochen kann nicht alles passen. Und sicherlich ärgern wir uns. Doch die Stimmung ist keineswegs schlecht. Wir haben den Weckruf gehört", sagte Scuderi vor dem ersten Pflichtspiel an diesem Sonntag. In der ersten Runde des Niederrhein-Pokals gastiert der VfR Fischeln im Sonsbecker Sportpark.

18 Treffer haben sich die Keeper Jonas Grüntjens und Tim Weichelt in den acht Begegnungen gefangen. Das sind eindeutig zu viele. Zugute halten muss man der Mannschaft aber, dass viel ausprobiert wurde. Drei- oder Viererkette? Raute? Mit einem Stürmer oder zwei Angreifern? Scuderi war auch gestern noch uneins, welches Spielsystem das optimale für sein Team ist. Fakt ist, dass während der Testbegegnungen zu viele individuelle Fehler unterlaufen sind, die zu Gegentreffern führten. "Die müssen wir dringend abstellen. Wenn die Kraft fehlt, schwindet die Konzentration. Daher habe ich in dieser Woche versucht, mehr geistige Frische reinzubringen", so Scuderi. Welche Taktik die richtige ist und wie morgen die erste Elf aussieht, entscheidet er erst am Sonntagvormittag.

Sebastian Leurs und Jonas Höptner stehen nicht zur Verfügung. Beide haben sich in den Urlaub verabschiedet. Gerade Eigengewächs Höptner darf sich ärgern, jetzt nicht in Sonsbeck zu sein. Der 18-Jährige hat im Mittelfeld einen bleibenden Eindruck hinterlassen und hätte sich Hoffnung machen dürfen, im Pokalspiel zur Anfangsformation zu gehören. Dennis Schmitz, Peter Janßen und Kristof Prause sind angeschlagen. Jan-Paul Hahn, mit 31 Jahren der Routinier der Rot-Weißen, kam gestern aus Miami zurück.

Einer, der sich von der Vorbereitung bestimmt mehr erhofft hatte, ist Kai Schmidt. Der Neuzugang, von dem sich die Verantwortlichen wünschen, dass er ähnlich viele Tore schießt wie seine Vorgänger in der Sturmspitze, Jesse Weißenfels und Danny Rankl, trat noch nicht richtig in Erscheinung. Scuderi: "Kai muss Geduld haben und sich Zeit geben. Ich bin überzeugt, dass er noch viele Tore für den SV Sonsbeck schießen wird."

Zwei neue Spieler werden garantiert morgen von Beginn an auf dem Platz stehen - Weichelt zwischen den Pfosten und Florian Abel als Ballverteiler in der Offensive. Kapitän Stephan Schneider als eine Führungspersönlichkeit ist im defensiven Mittelfeld gesetzt.

Quelle: RP
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