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SVS verliert Spiel und Florian Abel

Lokalsport: SVS verliert Spiel und Florian Abel
Florian Abel (links) verletzte sich schwer und wird dem SVS lange fehlen. FOTO: Ostermann
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Sonsbeck stellt sich nach dem 2:4 gegen den VfL Rhede auf den Abstiegskampf ein. Die Rot-Weißen müssen lange auf ihren Spielgestalter verzichten. Der brach sich bei einem Pressschlag den Fußknöchel. Von Andre Egink

Fußball-Landesligist SV Sonsbeck hat am elften Spieltag nicht nur die erste Niederlage auf heimischem Geläuf seit dem 29. Mai 2016 hinnehmen müssen, sondern auch seinen Mittelfeldregisseur mit einer schweren Verletzung verloren. Die Mannschaft von Coach Günter Abel unterlag dem VfL Rhede trotz zweifacher Führung durch Luca Terfloth und Dennis Schmitz mit 2:4 (2:1). Von dem Saison-Ziel, zu den Top 5 zu gehören, ist bei den Rot-Weißen aktuell keine Rede mehr. Der Blick geht nun in Richtung Klassenerhalt. "Die Niederlage war total unnötig. Jetzt müssen wir erstmal nach unten gucken", sagte ein enttäuschter Trainer.

Torjäger Danny Rankl hatte unter der Woche alles versucht, um rechtzeitig fit zu werden. Aber sein Fuß war noch nicht schmerzfrei, so dass es für einen Einsatz gegen Rhede nicht reichte. Für ihn stand der Japaner Yuhi Hayami in der Startelf. Für den gesperrten Lukas Vengels rutschte Routinier Jan-Paul Hahn ins Team. Nach dem ersten Durchgang waren sich die 220 Zuschauer sicher, dass der SVS nach dem Schlusspfiff mit einem "Dreier" vom Platz geht.

Der Gastgeber knüpfte nahtlos an das gute Spiel in Kleve an und drückte der Partie seinen Stempel auf. Florian Abel und Wirbelwind Hayami waren von den Gästen überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Der flinke Japaner hatte zu Beginn zwei hochkarätige Möglichkeiten (5./6.). Zunächst rettete ein Rheder auf der Linie, beim zweiten Versuch schoss Hayami freistehend neben den Pfosten. Obwohl die Gäste in der Anfangsviertelstunde in die eigene Hälfte gedrückt wurden, setzten sie über den schnellen Yannik Oenning und Simon Lechtenberg Nadelstiche.

Lechtenberg gab seine ersten Warnschüsse in der zehnten und 13. Minute ab. Abel junior scheiterte per Drehschuss (17.), ehe Terfloth nach Doppelpass mit Hayami das 1:0 erzielte (19.). Der Youngster drosch das Leder aus 16. Metern oben rechts in den Knick. In der 33. Minute fiel wie aus dem Nichts der Ausgleich. Schmitz leistete sich an der Mittellinie einen Fehlpass. Oenning schaltete blitzschnell und bediente Lechtenberg, der aus spitzem Winkel zum 1:1 traf. Die Rot-Weißen spielten weiter nach vorne. Abel versuchte es mit einem Weitschuss (35.). Nur drei Minuten später leitete Schmitz das 2:1 selber ein und vollendete auch. Er traf nach Doppelpass mit Hayami.

Nach dem Seitenwechsel hatte der Gastgeber gleich dreimal die Möglichkeit zum 3:1. Abel (48.), Hayami (50.) und Jonas Kremer (55.) ließen ihre Chancen ungenutzt. Wie man es besser macht, zeigte Rhedes Torjäger. Im Gegenzug markierte Lechtenberg das 2:2. Danach mussten sich die Zuschauer die Augen reiben, denn fortan übernahm der Gast die Partie. Rhede präsentierte sich nun galliger, war in den entscheidenden Momenten immer ein Schritt schneller und profitierte von individuellen Fehlern auf der Gegenseite.

Erneut verlor Schmitz an der Mittellinie den Ball, und wieder war Oenning der Nutznießer, der Lechtenberg auf die Reise schickte. Der bediente Oliver Tüshaus, der keine Probleme hatte, den Ball zum 3:2 über die Linie zu drücken (61.). Matchwinner Lechtenberg erhöhte mit seinem dritten Treffer noch auf 4:2 (67.) und ließ Hahn alt aussehen, der nur nebenher lief.

In der Schlussphase hatten die Rot-Weißen durch Felix Terlinden (71./80./86.) und Kai Schmidt (85.) weitere Möglichkeiten. Zum Ende sollte es noch bitterer für den SVS kommen. Nach einem Pressschlag verletzte sich Florian Abel so schwer am Fuß, dass er mit einem Knöchelbruch vom Platz getragen wurde.

"Wir haben es versäumt, vor dem 2:2 den Sack zuzumachen. Rhede macht aus vier Chancen vier Tore - und davon legen wir drei auf. Fakt ist, dass wir es gegen jeden Gegner schwer haben, wenn wir solche Fehler machen", resümierte Trainer Abel. Sonsbecks Sportlicher Leiter Guido Lohmann ergänzte: "Nach dem 2:2 sind wir auseinandergebrochen. Da wir dieses Schlüsselspiel verloren haben, müssen wir uns jetzt erst einmal auf den Abstiegskampf einstellen."

Es spielten: Weichelt; Schoofs, Hahn, Efthimiou, Prause, Terfloth, Schmitz (65. Schmidt), Kremer (73. Kapuscinski), Abel, Hayami (73. Narita), Terlinden.

Quelle: RP
 
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