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Terlindens Rote Karte leitet Pleite ein

Lokalsport: Terlindens Rote Karte leitet Pleite ein
SVS-Abwehrchef Jan-Paul Hahn (am Boden) konnte die Niederlage nicht verhindern. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Der SV Sonsbeck unterlag zuhause der Spielvereinigung Sterkrade-Nord verdient mit 0:2. Der Stürmer flog schon in der 39. Minute wegen groben Foulspiels vom Platz. Von Andre Egink

Trotz einer überzeugenden Vorbereitung ist der Rückrunden-Start der Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck missglückt. Mit 0:2 (0:0) hatte die Elf von Trainer Thomas von Kuczkowski das Nachsehen - und verlor obendrein noch Felix Terlinden mit der Roten Karte. Beim Stand von 0:0 unterlief dem Stürmer ein Allerweltsfoul in Höhe der Mittellinie und wurde vom Schiedsrichter vom Kunstrasen geschickt. Die Zuschauer waren sich einig: Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte die Gelbe Karte gereicht. Coach von Kuczkowski wollte zu der Entscheidung des Referees nichts sagen: "Es war zwar sehr ärgerlich, aber ich kann mich mit so einer Situation nicht befassen, da ich andere Probleme habe." Denn er haderte vor allem mit der Harmlosigkeit in der Offensive.

Mit dem gesperrten Sebastian Leurs, Jonas Gerritzen und Niklas Maas (beide Oberschenkelprobleme) fehlten "Kucze" drei wichtige Offensivakteure für die Nachholpartie gegen Sterkrade-Nord. Vor 168 Zuschauern stand wie erwartet Kapitän Tim Weichelt im Tor. Davor agierte eine Dreierkette mit Robin Schoofs, Jan-Paul Hahn und Lukas Vengels. Über die Außen verteidigten Max Fuchs und Kristof Prause. Im Mittelfeld liefen Luca Terfloth, Dennis Schmitz und Jonas Kremer auf. Vorne agierten Terlinden und Kai Schmidt. Winter-Neuzugang Christian Voicu nahm erst mal auf der Reservebank Platz.

Die Rot-Weißen nahmen sich sehr viel vor, um die verkorkste Hinrunde vergessen zu lassen. Aber die Leistung gestern reichte dafür nicht. Im Gegenteil. Gerade im Spielaufbau haperte es. Nur selten schaffte es der SVS, den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Ein Fehlpass nach dem anderen setzte es. Die Gäste übernahmen früh die Kontrolle und zeigten ihre technischen Fähigkeiten. Dennoch konnte Sonsbeck in der Defensive überzeugen. Der SVS stand kompakt und machte die Räume eng, so dass Sterkrade mit ihrem Goalgetter Oguzhan Cuhaci sich schwer tat, zwingende Chancen zu erspielen. Die besten Möglichkeiten vergaben Cuhaci (12.) und Marc Walenciak (32.). Ansonsten waren Möglichkeiten auf beiden Seiten eher Mangelware. Der Blutdruck von Sonsbecks Chefcoach stieg zum Ende der ersten Halbzeit noch dreimal an.

In der 37. Minute fegte Fuchs seinen Gegenspieler unnötig an der Außenlinie von den Beinen. Den fälligen Freistoß parierte Weichelt am ersten Pfosten. Nur zwei Zeigerumdrehungen später sah Terlinden dann Rot. Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff ließ sich Terfloth schmerzgekrümmt zu Boden fallen. Aber nach einer kurzen Behandlungspause ging es für den Mittelfeldakteur weiter. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste weiterhin optisch überlegen.

Sie hatten mehr Ballbesitz und waren der Führung näher. In der 58. Minute jagte Stefan Jagalski den Ball aus wenigen Metern weit über das Sonsbecker Gehäuse. In der 70. Minute passierte es dann. Nach einer Ecke behielte Cuhaci im Gewühl die Übersicht und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Die Führung für die Gäste war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Kurz darauf reagierte von Kuczkowski und brachte mit Voicu einen weiteren Stürmer. Der SVS machte hinten auf und versuchte, trotz Unterzahl noch mal zurückzukommen. Aber es blieb lediglich beim Versuch. Denn zwingende Chancen konnte sich der SVS nicht erspielen. Mit dem Schlusspfiff sorgte Hilal Ali Khan mit dem 2:0 für die Entscheidung.

"50 Minuten in Unterzahl zu spielen, ist sehr schwer. Vor dem Platzverweis hatten wir nichts zugelassen. Umso ärgerlicher ist, dass wir das 0:1 nach einem Standard bekamen. Mit der Defensivleistung war ich zufrieden, mit der Offensive nicht. Wir müssen weiter arbeiten und endlich Punkte einfahren", sagte "Kucze". Immerhin: Der Abstand des SV Sonsbeck zum Relegationsplatz beträgt weiter drei Zähler. Es spielten: Weichelt; Schoofs, Hahn, L. Vengels, Fuchs, Prause, Schmitz (73. Voicu), Terfloth, Kremer (67. Tenbruck), Terlinden, Schmidt.

Quelle: RP
 
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