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Triathleten setzen auf Kuchen-Doping

Lokalsport: Triathleten setzen auf Kuchen-Doping
Sie starten am Sonntag in Roth: Fernando Concha (Mitte) und Bernhard Steidl (rechts) bewältigen die drei Disziplinen als Einzelkämpfer. Burkhard Giesa (links), Sarah Thomas (2.v.l.) sowie Monique Giesa bilden eine Rheinberger Staffel. FOTO: TT Rheinberg
Rheinberg. Fünf Aktive aus dem TT Rheinberg werden sich in Roth den Anforderungen des legendären Ironman stellen. Von Rene Putjus

Der Ironman in Roth gilt als die weltweit größte Triathlon-Veranstaltung. Bis zu 260 000 Zuschauer säumen die Strecken. Dennoch schätzen die meisten Teilnehmer den familiäre Charakter des Dreikampfs in dem beschaulichen Ort in Mittelfranken. Das gilt auch für die fünf Aktiven des Triathlon Team Rheinberg (TTR). Sie gehören zu den Glücklichen, die ein Startticket bekamen. Innerhalb 46 Sekunden war die "Challenge Roth" über die Langdistanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und dem abschließenden Marathon ausgebucht. 3400 Einzelstarter und 650 Staffeln aus 60 Nationen werden an diesem Sonntag in Roth erwartet.

Mit Bernhard Steidl und Fernando Concha stellt der TTR zwei erfahrene Triathleten in der Einzelwertung. Steidel ist es bereits das sechste Mal dabei. Er möchte seine Finisher-Zeit aus dem vergangenen Jahr (11:34) toppen und sie durch eine Steigerung in allen drei Disziplinen auf unter 11:30 Stunden drücken. Das Schönste für ihn ist die Triathlon-Verrücktheit der Einheimischen und Zuschauer.

Concha wird am 17. Juli zum siebten Mal die Ironman-Distanz absolvieren. In Roth war er bislang dreimal am Start. Concha will unter zehn Stunden bleiben. Wenn alles gut läuft und es nicht so heiß wird wie 2015, sind durchaus 9:45 Stunden drin. Da dieser Ausdauersport auch eine Kopfsache ist, beflügeln ihn zusätzlich die leckeren Kuchen und Marmeladen der langjährigen "Iron-Mama" Petra Häuslein, die wieder als Gastgeberin alle TTR-Aktiven beherbergt.

Neben Steidl und Concha ist der Rheinberger Verein mit einer Staffel vertreten. Monique Giesa, die auf der Schwimmstrecke den Anfang macht, ist in Roth nicht nur zum ersten Mal im Teilnehmerfeld zu finden, sondern es ist gleichzeitig ihre Premiere auf der langen Strecke unter Wettkampfbedingungen. Es gilt, die Aufregung zu ignorieren. Denn Giesa schwimmt nicht nur gegen die Uhr, sondern auch gegen ihre Freiwasserangst. "Ich muss den Kopf ausschalten, dann klappt's schon mit den avisierten 1:30 Stunden." Ihre Vorfreude auf den Wettkampf lassen eine noch nicht ganz auskurierte Schulterbeeinträchtigung und den Trainingsrückstand hoffentlich in den Hintergrund treten.

Burkhard Giesa übernimmt als sechsmaliger Roth-Finisher die Verantwortung auf der Radstrecke. Es ist sein dritter Staffeleinsatz in Mittelfranken. In den beiden Vorjahren noch im Wasser unterwegs, will er übermorgen die Raddistanz in 6:30 Stunden oder weniger bewältigen. Überhaupt ankommen und die vom Veranstalter ausgewiesene Zeitvorgabe einhalten, ist seine Devise. Hitze macht ihm nichts aus: "Hauptsache es stürmt und regnet nicht."

Nach sehr engagierten vier Stunden bei maximal 25 Grad auf der Laufstrecke will Sarah Thomas den Marathon beenden und den Staffelstab mit einem Lächeln ins Ziel tragen. Bereits während ihres neunmonatigen Schwangerschaftsmarathons hat sie für die Distanz über 42,195 Kilometer trainiert, anfängliche Probleme und Bedenken beim Wiedereinstieg nach der Geburt überwunden und war mit Läufen von bis zu 30 Kilometer mit dem Kinderwagen unterwegs.

Bereits am Samstag wird ein Challenge-Women-Lauf ausgetragen, an dem auch sechs Mitglieder des Rheinberger Clubs teilnehmen. Anja Genkel, Bettina Steidl, Monique Giesa, Sarah Thomas, Silvia Cappel Naujoks sowie Sonja Richter haben sich eine Startnummer gesichert. "Iron-Mama Petra"wurde kurzerhand für das Spektakel vom TTR "adoptiert".

Quelle: RP
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