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TuS-Frauen lassen erstmals Federn

Handball: TuS-Frauen lassen erstmals Federn
Sechs Treffer von Harma van Kreij reichten dem TuS Lintfort nicht. Beim 1. FC Köln gab's mit dem 19:22 die erste Saison-Niederlage für das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein. FOTO: Christoph Karl Banski
Kamp-Lintfort. Handball: In der Dritten Liga unterlagen die Lintforterinnen das Spitzenspiel in Köln. Vanessa Dings verletzte sich. Von Michael Bluhm

Es musste halt irgendwann passieren: Nach einer bislang absolut überzeugenden Saison mit fünf souveränen Erfolgen bekam die blütenweiße Weste der Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort erste Flecken. Sie verloren in einem hart umkämpften Spitzenspiel beim 1. FC Köln mit 19:22 (10:12). Für die Gäste war's der erste Auftritt nach einer vierwöchigen Spielpause.

Für den Gast vom linken Niederrhein begann die Partie äußerst schwierig. Kreisläuferin und Deckungsspezialistin Vanessa Dings schied schon nach wenigen Minuten mit einer Knieverletzung aus. Eine Diagnose gab's gestern noch nicht. Es war ein Schock, den Lintfort wegzustecken hatte. Die Mannschaft musste sich fortan neu ausrichten, schnellstmöglich vor allem die nötige kämpferische Einstellung finden. Köln erwischte daher die bessere Startphase (5:3). Doch Lintfort reagierte, zeigte Rückgrat, warf drei Tore in Serie zur eigenen 6:5-Führung. In dieser Phase übernahm Harma van Kreij immer wieder die nötige Verantwortung. Sie ging dahin, wo es weh tat und erzielte ganz wichtige Tore. Aber es dauerte nicht lange, bis die niederländische Rückraumspielerin eine Sonderbewacherin zur Seite gestellt bekam (14. Minute).

Der 1. FC Köln erspielte sich leichte Vorteile, behauptete bis zum Pausenpfiff kappe Führungen. Dass es nicht deutlicher wurde, lag an der kämpferischen Hingabe der Gäste. Insbesondere Nachwuchskraft Eva Legermann überzeugte auf der für sie ungewohnten "halben" Deckungsposition. Sie war zudem eine Stütze im Angriff und warf insgesamt vier wichtige Tore.

Das Match gestaltete sich auch in den zweiten 30 Minuten auf Augenhöhe. Der TuS führte letztmals mit 17:16 (46.), ehe sich einige Schwächen offenbarten. Die Konzentration bei den nach wie vor guten Möglichkeiten schwand. Zudem wurden in der Folgezeit mehrfach die falschen Entscheidungen getroffen. Die Spielerinnen suchten selbst den Abschluss, anstatt zu kombinieren oder besser positionierte Mitspielerinnen anzuspielen. Köln hatte deutlich mehr Alternativen in der Hinterhand, ließ sich in der Schlussphase die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, agierte entschlossener und verteidigte seinen Vorsprung über die Zeit. "Es war das erwartet enge Spiel", betonte Trainerin Bettina Grenz-Klein unmittelbar nach dem Schlusspfiff. "Wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite, haben aber auch in Summe zu viele Chancen liegengelassen", resümierte sie. Tore: van Kreiij (6), Legermann (4), Huijmans (4/2), Lambertz (3), Klein (2).

Quelle: RP
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