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Lokalsport
TuS-Handballer starten in die Saison

Xanten. Eine Woche, nachdem die Bezirksliga-Saison der Damen und Herren begonnen hat, greifen auch die Xantener Mannschaften ins Geschehen ein. Die TuS-Damen wollen wieder einmal oben mitspielen, der Aufstieg ist ein Thema. Von Marco Büren

Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft des TuS Xanten verbrachte zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende noch ein paar spielfreie Tage. Die Saison beginnt für den TuS also erst am Samstag. Ganz so schlimm findet das der neue Trainer der TuS-Herren nicht, dass es für seine Mannschaft mit ein wenig Verzögerung in die Meisterschaftsrunde geht: "Noch ein oder zwei Wochen mehr Vorbereitungszeit wären klasse, um noch das ein oder andere zu festigen", sagt der neue Mann Falko Gaede, "andererseits lernt man am besten im Wettkampf."

Gaede, der zuletzt den Landesligisten SC Bottrop trainierte und Inhaber einer Trainer-B-Lizenz ist, hat sich mit seiner neuen Mannschaft viel vorgenommen. Vor allem werden die TuS-Handballer umdenken müssen. "Mein Ziel ist, es dass die Mannschaft in der Abwehr aktiver arbeitet", sagt Gaede und meint damit: "Geplant ist, den Gegner früh anzugreifen, dass er nicht sein Spiel aufziehen kann und zu Fehlern gezwungen wird." Der neue Trainer weiß, dass dieses Prinzip nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. "Vermutlich beherrschen die Spieler diese Spielart erst zur Mitte der Rückrunde wie automatisch, ohne, dass man dabei in alte Muster verfällt", meint Gaede.

Immerhin hat er viel Zeit damit verbringen können, seine neuen Ideen mit der Mannschaft umzusetzen, auch wenn die Saisonvorbereitung wegen der Bodenarbeiten in der "Bahnhofshalle" nicht optimal verlaufen ist. "Wir haben anfangs und zum Ende der Vorbereitung eine tolle Trainingsbeteiligung gehabt, unterbrochen von einer Zeit, in der es viele Urlauber gab." Gaede sieht seine Mannschaft nach fünf Testspielen für die Bezirksliga gerüstet. "Fest steht auch, dass alle heiß auf die neue Saison sind."

Er selbst wagt eine vorsichtige Prognose, wozu seine Mannschaft in der Bezirksliga in der Lage sein wird: "Ohne alle gegnerischen Teams im Detail zu kennen, traue ich meiner Mannschaft einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu." Dazu müsse der TuS Xanten aber auch von mehreren Verletzungen verschont bleiben. Zahlenmäßig ist der Kader größer geworden. Dem Abgänger Sebastian Schmitz (zur HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg) stehen drei reaktivierte Spieler (Fred Friese, Sebastian Keusen und Stefan Swoboda) gegenüber. Gaede: "So verfügen wir über eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung."

Sein Vorgänger, Thomas Hoffmann, trainiert nun die Damenmannschaft des TuS. Nachdem er schon kurz nach der alten Saison 2014/15 mehrere Mannschaftssitzungen anberaumt hatte, war das Ziel von seinen Spielerinnen ausgegeben und damit klar: "Nach mehreren Anläufen und weil das Team immer oben mitgespielt hat, soll diesmal versucht werden, endlich den Landesliga-Aufstieg zu schaffen."

Für dieses Ziel gehen die TuS-Damen mit einem fast unveränderten Kader in die Spielzeit 2015/16. Neu ist Bea Schmitz aus der eigenen Jugend. Damit wächst der Kader der Xantenerinnen auf 20 an, Janina Heekeren mit Doppelspielrecht eingerechnet. Abgänge gibt es nicht zu beklagen, auch wenn Verena Paeßens angekündigt hat, kürzer treten zu wollen. "Sie hat aber deutlich gemacht, dass sie so gut es eben geht an einer erfolgreichen Saison mitwirken will", verrät Trainer Hoffmann.

Aufgrund des Saisonziels fiel es Hoffmann nicht schwer, seine Spielerinnen zu motivieren. Und auch wenn die Saisonvorbereitung der Damen durch die Arbeiten in der "Bahnhofshalle" beeinflusst wurden, sieht Hoffmann seine Mannschaft gerüstet. "Konditionell sind wir gut drauf, aber eben nicht nur in diesem Bereich. Zufrieden zeigte sich Hoffmann nach zwei Testspielen gegen Landesligisten und einem bunten Trainingsprogramm, unter anderem mit Beachvolleyball.

"Jetzt sind wir froh, dass es losgeht", gesteht Hoffmann. Denn er rennt ungern den anderen Mannschaften, die zum Teil ihre ersten Ligaspiele absolviert haben, hinterher. "Es wird Zeit, dass wir mitmischen, sonst entsteht beim Blick auf die Tabelle ein negatives Gefühl."

Quelle: RP
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