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TuS ist der Herbstmeister-Titel sicher

Lokalsport: TuS ist der Herbstmeister-Titel sicher
Eefje Huijsmans (18) zeigt wie ihre Teamkolleginnen von TuS Lintfort eine gute Leistung. Sie erzielte vier Treffer im Spitzenspiel. FOTO: Stoffel
Kamp-Lintfort. Frauen-Handball: Die Lintforterinnen gaben sich auch im Spitzenspiel gegen den HSV Solingen/Gräfrath keine Blöße. Von Michael Bluhm

Der TuS Lintfort ist einen "Titel" reicher. Wenn die Bezeichnung des Herbstmeisters auch überhaupt nichts zählt, so ist es eine schöne Momentaufnahme und ein klarer Fingerzeig an die Konkurrenz. Die Drittliga-Handballerinnen um ihre Trainerinn Bettina Grenz-Klein schlugen im Spitzenspiel daheim den bis dato Tabellenzweiten HSV Solingen/Gräfrath mit 29:24 (12:14). Lintfort bleibt somit auch nach dem vorletzten Spieltag der Hinrunde das Maß aller Dinge und grüßt weiterhin mit unbefleckten 20:0 Punkten vom Thron.

Aber der TuS-Auftritt war in der Startphase alles andere als souverän. Es klemmte. Insbesondere das Defensivverhalten erwies sich als fehlerhaft. Es fehlte an Beinarbeit, Bewegung und Ausstrahlung. Das Erscheinungsbild wirkte schläfrig schlapp. Die Spielerinnen leisteten sich zudem ungewohnte persönliche Patzer. Die Gäste hingegen präsentierten sich hellwach und entschlossen. Die Mischung aus Spielanlage sowie die Individualität griff, deckte schonungslos TuS-Defizite auf.

Aber Lintfort hatte auch in der Offensive große Schwierigkeiten. Loes Vandewal wurde recht zügig eine "Sonderbewacherin" zur Seite gestellt - Naina Klein musste sich kurzfristig an ihrem Rücken behandeln lassen. So war guter Rat teuer:

Der Mannschaft fehlte in machen Phasen das Konzept, wie auch die Geduld und Abgeklärtheit. Oft wurden zudem die falschen Entscheidungen getroffen, selbst die Trefferquote überzeugte nicht. Die Gäste aus der Klingenstadt waren besser, effektiver und hatten die Lage in Hälfte eins weitgehend unter Kontrolle (9:4/16./12:6/20/14:8/26.).

Aber der Tabellenführer ließ sich nicht unterkriegen. Die letzten vier Tore vor dem Halbzeitpfiff gingen schließlich allesamt auf das Konto das TuS Lintfort. Und mit Anpfiff der zweiten 30 Minuten waren die TuS-Spielerinnen unglaublich präsent. Die Mannschaft "brannte", agierte fortan sehr fokussiert und konzentriert.

Vor allem der Auftritt in der Abwehr zeigte im HSV-Lager Wirkung. Die TuS-Spielerinnen brachten Emotion und Können unter einen Hut. Angelika Bensch und die wiedergenesene Naina Klein verdichteten das Zentrum, auf den Halbpositionen glänzten Eva Legermann und Loes Vandewal. Für Solingen gab es daher kein Durchkommen mehr. Der Gast biss sich die Zähne aus.

Lintfort verbesserte sich in Halbzeit zwei zwar auch im Angriff. Aber die Spielerinnen warfen zum Großteil nur ihre Körperlichkeit oder individuellen Stärken in die Waagschale. Die Partie blieb deshalb weiterhin spannend (22:21/23:22). Auch weil die Gastgeberinnen mit fortlaufender Spieldauer für ihren immensen Kraftaufwand Tribut zollen mussten.

Die TuS-Trainerin ließ ihre Stammsechs durchspielen - mit Ausnahme des Spezialistenwechsels: Defensivkraft Angelika Bensch kam für die Angreiferin Eefje Huijsmans. Aber dass der TuS über eine absolute Spitzenmannschaft verfügt, zeigt, dass die Truppe in der Schlussphase mühelos wieder einen Gang zulegen konnte. "Mein Team war in den ersten 20 Minuten konfus und unbeholfen. Aber wir haben uns mit großer Hingabe in der Deckung zurückgekämpft. Der Sieg geht daher in Ordnung", sagte Grenz-Klein.

Tore: Klein (8), Bratzke (5/2), Legermann (5), Huijsmans (4), Vandewal (3/1), Lambertz (3), Bensch.

Quelle: RP
 
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