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Lokalsport
TuS Xanten droht die Verlängerung

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Um die Relegation um den Klassenerhalt zu vermeiden, sollte heute Abend ein Heimsieg über den Rumelner TV her. Der SV Budberg steht vor einer schweren Partie in Asterlagen. Von Detlef Kanthak

Ein flauschiger Rasenteppich, milde Frühjahrstemperaturen, ein wenig Sonnenschein dabei und das alles vor einer Kulisse, die die Leistung eines Tabellenführers auch zu würdigen weiß. So könnte ein angenehmer Arbeitstag für die Fußballer des SV Budberg aussehen. Freilich, man kann nicht alles im Leben haben, und so wird sich der Spitzenreiter am heutigen 30. Spieltag der Kreisliga A vermutlich auf ein anderes Ambiente einstellen müssen.

Beim TuS Asterlagen erwartet ihn ein enges Spielfeld, tiefe Asche, die von den Spuren vergangener Spiele gekennzeichnet ist, ein Publikum, das sich auf seine Mannschaft eingeschworen hat, und vom Wetter soll hier gar nicht die Rede sein. Der SVB muss da durch, wenn sein Polster von sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten nicht leiden soll. Trainer Patrick Jetten ahnt denn auch, dass mit flottem Hurra-Stil im Duisburger Westen heute nichts zu holen sein dürfte. "Asterlagen hat schon im Hinspiel tief gestanden und auf Konter gelauert", erinnert er sich an das Duell, in dem der TuS taktisch und diszipliniert überzeugte und sogar in Führung ging. "Ein richtig guter Gegner", stufte Jetten den Kontrahenten trotz des am Ende deutlichen 4:1 ein. "Wir werden uns auch diesmal wieder in Geduld üben müssen", impft er seinen Kickern ein. Deren Problem könnte die fehlende Anspielstation in vorderster Linie sein. Dem Spitzeneiter gehen nämlich die Stürmer aus. Benedikt Franke, Nisfad Grgic und Ricardo Andriejewski sind verletzt oder müssen aus beruflichen Gründen passen. "Wir werden uns etwas überlegen", verspricht der Trainer.

Überlegen ist ohnehin eine feine Angelegenheit. So sollte beim TuS Xanten beim Blick auf die Tabelle das Nachdenken einsetzen, wie der Saison noch etwas Positives abzuringen sein könnte. Fünf Spieltage vor dem Meisterschaftsende deutet sich an, dass die Saison eine Verlängerung in Form der Relegationsspiele um den Klassenerhalt erhalten könnte. Will der Club die Zugabe vermeiden, wäre heute daheim gegen den Rumelner TV ein Sieg überaus wünschenswert.

Fünf Punkte beträgt der Rückstand, den das Team vom Fürstenberg als Hypothek im Zweikampf mit dem SV Neukirchen herumschleppt. Die Klingerhufer, die sich die gute Ausgangslage just mit einem 1:0 beim heutigen Xantener Kontrahenten erspielt haben, treffen auf den SV Orsoy. Sandro Vergaro, Trainer der Grün-Weißen, tappt derweil personell noch im Dunklen. Mustafa Köse und Ercan Kiraz drohen angesichts ihrer Arbeitsschichten auszufallen, sollten beide nicht noch innerbetriebliche Lösungen finden.

Wozu ist der MSV Moers II da? Zum Beispiel um den alten Herberger-Satz zu widerlegen, dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert. Manchmal reichen eben auch 45 Minuten, um das Ende einzuläuten. Viktoria Alpen, am Sonntag gegen die aufgebenden Meerbecker nur eine Halbzeit lang im Einsatz, darf heute bei der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen wieder über die volle Distanz gehen. Der SSV Lüttingen hat am Samstag bewiesen, dass dies durchaus seinen Reiz haben kann. Der Treffer von Maik Schmitz in letzter Minute rettete einen Punkt im Derby gegen den SV Millingen. Der SSV gastiert heute beim VfL Rheinhausen, während die Millinger der anreisenden DJK Lintfort mit einem Sieg auch die letzte noch vage Hoffnung auf den Klassenerhalt nehmen würden.

Bliebe der SV Sonsbeck II. Elf Gegentore, verteilt auf zwei Partien, dienen nicht unbedingt dazu, freudige Erregung beim Trainer aufkommen zu lassen. Nach dem 0:6 gegen Alpen und dem 0:5 in Orsoy setzt Stefan Kuban sein Team deshalb unter Druck. "Gegen Preußen Vluyn muss etwas von der Mannschaft kommen", sagt er. Seine Forderung vor dem heutigen Heimspiel ist gleichermaßen simpel wie nachvollziehbar: "Auf dem Platz muss eine Reaktion erkennbar sein."

Quelle: RP
 
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