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Lokalsport
TuS Xanten gehen gegen den SV Orsoy die Kräfte aus

Xanten. Fußball-Kreisliga A: Der Abstiegskandidat unterlag nach schwacher zweiter Halbzeit mit 1:5. Fatih Sanverdi erzielte zwei Tore. Von Jürgen Schroer

Auch nach dem zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Racid Riad wartet A-Kreisligist TuS Xanten auf ein Erfolgserlebnis. Die Heimpartie gegen den SV Orsoy ging mit 1:5 (1:1) verloren. Der Coach der Domstädter, die schnurstracks auf dem Weg zurück in die B-Liga sind, wetterte nach Spielschluss: "Wir sind es selber Schuld. Wir haben entscheidende Fehler gemacht. Und meiner Mannschaft fehlte die nötige Kraft. Viele Spieler haben Wechselschicht und können deshalb kaum trainieren."

Es hatte in den ersten 45 Minuten nicht nach einer so deutlichen Niederlage ausgesehen. Die heimische Mannschaft erholte sich sehr schnell von der Orsoyer Führung. Patrick Rentsch hatte mit einem strammen Schuss Schlussmann Yannis Schwarz überwunden. In der Folgezeit übernahmen die Gastgeber mehr und mehr das Geschehen gegen eine behäbig auftretende SVO-Elf. Und die Bemühungen des TuS wurden belohnt, wenn auch unter gnädiger Mithilfe von Torwart Yannick Regner. Ob Flanke oder Torschuss - der Schlussmann konnte sich jedenfalls nicht entscheiden, als Jesse Rückbeil den Ball von der rechten Seite in Richtung Orsoyer Tor beförderte. Regner machte ein langes Gesicht, als die Lederkugel hinter ihm zum Ausgleich einschlug.

Die Gäste blieben in der Folgezeit ihrem behäbigen Spiel treu. Die Xantener - angetrieben von Pascal Seitz, der nicht nur wegen seiner Körpergröße die SVO-Mannschaft vor so manche Probleme stellte - versuchten einiges. Doch so manche günstige Gelegenheit wurde vergeben. Von dem planlosen Spiel seine Truppe hatte auch Ercan Ayna in der Pause die Nase voll. In den ersten 45 Minuten noch mit der gesamten Familie unter den Zuschauern, wechselte der Orsoyer Angreifer und Fußball-Abteilungsleiter seine Klamotten. Jeans und T-Shirt aus, das weiße Trikot des SVO an.

Zum Einsatz kam Ayna allerdings erst in der letzten Viertelstunde. Er bedankte sich für die Einwechselung nach kaum mehr als drei Minuten mit einem Abstaubertor - und der Gast führte da mit 3:1. Zuvor war bereits Oliver Tittel nach einer Stunde zum 2:1 erfolgreich gewesen. Ankreiden muss sich dieses Tor Schlussmann Schwarz. Der hatte einen harmlosen Schuss abprallen lassen. Tittel sagte "Danke schön". Die Umstellungen, die Trainer Harald Kluth in der Pause vorgenommen hatte, fruchteten.

Mit zunehmender Spieldauer war den Xantenern anzusehen, dass sie mit ihren Kräften am Ende waren. Sie kamen zwar wiederholt vors Orsoyer Gehäuse, doch der Abschluss war eines Absteigers würdig. Der SVO verlegte sich aufs Kontern - mit Erfolg. Fatih Sanverdi, der während der 1:3-Niederlage gegen den SV Büderich schmerzlich vermisst wurde, weil er gesperrt war, traf in den Schlussminuten doppelt in typischer Abstaubermanier. Da hatten sich die Gastgeber längst aufgegeben. Der Absturz in die B-Liga ist zwar noch nicht perfekt, allerdings glaubt am Fürstenberg niemand mehr an ein Fußballwunder.

Xanten: Schwarz; Rückbeil, Sengül, Olen Damocles, Jelleßen (65. Locman), Rütjes, Huber (77. Wellmanns), Sacik, Kaczmarek (46. Billen), Hüwels, Seitz

Orsoy: Regner; Stasiewicz, von Schwartzenberg, Akci (46. Barth), Kluth, Tittel, Abels (46. Jaschka), Schulik (75. Ayna), Sanverdi, Ali, Rentsch

Quelle: RP
 
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