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U17-Mädchen punkten nicht nur auf dem Platz

Lokalsport: U17-Mädchen punkten nicht nur auf dem Platz
Hurra, unsere Bewerbung ist ausgewählt worden: Die Veener U17-Fußballerinnen mit ihren Trainern Theo van Bebber (stehend links) und Holger Kannegieter (daneben). Guido Lohmann, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Niederrhein, freute sich mit den Borussia-Talenten. FOTO: Armin Fischer
Veen. Monatssieger: RP und Volksbank Niederrhein vergeben den Nachwuchssportlerpreis an die Fußballerinnen der Borussia. Von Rene Putjus

Holger Kannegieter kann sich noch gut an die Klatschen erinnern, die er als Trainer vor rund zehn Jahren mit der damals neu gegründeten Mädchen-Fußballmannschaft bei Borussia Veen kassierte. Doch der Coach ließ sich nicht von sportlichen Rückschlägen beirren. Kannegieter ging seinen Weg weiter, baute die Spielerinnen immer wieder auf und formte schließlich ein Team, das in der Saison 2009/10 als U11-Auswahl erstmals Kreismeister wurde und den Kreispokal holte.

Das Gros der Spielerinnen ist heute noch für die "Krähen" als U17-Mannschaft am Ball und obendrein weiter erfolgreich. Aber auch mit sozialem Engagement punktet das Team. Die Rheinische Post und Volksbank Niederrhein haben die Leistungsklassen-Elf für den "Nachwuchssportlerpreis des Monats Februar" ausgewählt.

Seit dieser Saison gibt's drei Mädchen-Mannschaften in Veen - so viele wie noch nie. Das wurde möglich, weil einige U17-Spielerinnen auch als Übungsleiterinnen tätig sind. Teresa Hegmann kümmert sich mit um die U13 sowie Kerstin Neumann und Julia Kannegieter um die U11. Lea van Bebber und Lena Büren bringen den Bambini behutsam das Einmaleins des Fußballs bei. Kerstin sowie Julia, die gemeinsam in Veen spielen, seitdem sie zehn Jahre alt sind, haben den Kinder-Trainerschein in der Tasche und sich mit finanzieller Unterstützung des Vereins für den zweiwöchigen C-Lizenz-Lehrgang in den Sommerferien in der Sportschule Wedau angemeldet. Beide Auswahlspielerinnen fühlen sich wie Maren Conrad pudelwohl bei der Borussia und lehnten daher bislang Wechselanfragen anderer Clubs ab.

Julias Papa Holger, der mit Theo van Bebber die U17 coacht, ist froh darüber, dass gleich sechs Spielerinnen im Veener Krähenballett mitwirken: "Sie erfreuen mit ihrem Engagement viele Menschen in der Karnevalszeit." Die U17, die sich aus Spielerinnen der Jahrgänge 1999 bis 2003 zusammensetzt, ist zudem als eigenständige Gruppe bei der Büttensitzung dabei. "Meine Mannschaft ist von den Titeln her nicht nur die erfolgreichste Mannschaft des Vereins, sondern auch abseits des Platzes sehr diszipliniert. Sie nimmt den Sport sehr ernst und ist stets darauf bedacht, sich fußballerisch weiterzuentwickeln", weiß der Trainer. Er spricht von seiner "sehr guten Gemeinschaft, die trotz des schwierigen Alters ordentlich miteinander umgeht".

Die 300 Euro, die für den Monatssportlerpreis ausgelobt sind, wandern in die Mannschaftskasse für die Saison-Abschlussfahrt. Die Spielzeit möchten die Veener U17-Mädchen wieder als Kreispokal-Siegerinnen abschließen. Im Mai wartet im Finale der GSV Moers auf sie.

Quelle: RP
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