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Lokalsport
Veen sehnt sich nach Erfolgserlebnis

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Der heutige Gegner der "Krähen" ist mit dem Tabellenzweiten SV Orsoy allerdings nicht von Pappe. Zum zweiten Lokalduell kommt's morgen in Sonsbeck, wenn die "Zweite" der Rot-Weißen den SSV Lüttingen empfängt. Von Detlef Kanthak

Als vor zwei Monaten die Frage nach dem Aufstiegsanwärter der Fußball-Kreisliga A gestellt wurde, da tauchten der SV Orsoy und Borussia Veen unter den am häufigsten genannten Vereinen auf. Heute, zum Auftakt des zehnten Spieltags, sieht das schon ganz anders aus. Der SVO führt punktgleich mit Spitzenreiter VfL Rheinhausen das Feld an. Erwartungen erfüllt? Na klar, die Mannschaft ist ungeschlagen, und auch die Temperatur des Trainers inzwischen angestiegen. "Ich bin jetzt heiß", gibt Sandro Vergaro zu. Und korrigiert prompt sein vor dem Saisonstart genanntes Ziel. "Ich weiß nicht, ob ich mich nach dem guten Anfang noch mit dem vierten Tabellenplatz zufriedengeben könnte. Bei uns ist der Ehrgeiz so richtig entfacht", erklärt er.

Wenn die Borussia am heutigen Abend um 19.30 Uhr das Vergaro-Team empfängt, sind von dort ganz andere, viel kühlere Töne zu hören. "Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis", lautet die Aussage von Trainer Ulf Deutz. Derlei hat die Borussia noch nicht allzu viele aufzuweisen. Nur ein Sieg ziert das Konto bei gerade einmal acht Zählern (zum Vergleich: die Gäste haben inzwischen 21 Punkte gesammelt), damit findet sich das Veener Team unter "ferner liefen" wieder. Gut, da war auch Pech dabei. Deutz erinnert an knappe Niederlagen, an die personellen Probleme in den Anfangswochen, spricht aber auch "vom letzten Willen zum Torerfolg", den er mitunter im Team vermisse. Sei's drum: "Jeder Sieg wird die Mannschaft weiterbringen", macht er auch vor dem heutigen Duell keinen Halt. Für das Spiel hat er am Dienstag, als es ein 0:5 im Pokal gegen den SV Scherpenberg gab, einige Akteure geschont, die heute gefragt sind. Auch Jens Willemsen ist wieder dabei, dessen Sperre abgelaufen ist. Im Orsoyer Aufgebot ist Verteidiger Cingizhan Gökhaya fehlt abermals ein privater Termin zwingt ihn zur Absage.

Morgen folgt das nächste Derby, wenn der SV Sonsbeck II den SSV Lüttingen um 16 Uhr erwartet. SVS-Trainer Stefan Kuban gibt mit Blick auf den Kalender die Richtung vor. Drei Punkte wünscht sich der Coach des Tabellensechsten, der anschließend mit den Partien in Alpen und gegen Orsoy vor vermeintlich höheren Hürden steht. Fehlen werden David und Jonas Vengels sowie Dominic Albers, während Kuban auf den zuvor gesperrten Matthias Buschhaus zurückgreifen kann. Die kleine Serie des SSV, der mit vier Punkten aus den beiden letzten Spielen so viele Zähler wie in den ersten sieben Begegnungen holte, sieht Trainer Thilo Munkes in Gefahr. "Eine abgezockte Truppe mit einem erfahrenen Trainer", so sein Urteil über den SVS II. In der Summe ein "dicker Brocken", auf den man sich einstellen müsse. Marius Schindlers Einsatz ist nach Verletzung noch mit einem Fragezeichen versehen.

Richtungsweisende Spiele stehen am Sonntag für den SV Budberg und Xanten auf dem Programm. Der SVB, sechs Zähler hinter dem Spitzenduo, sollte tunlichst nicht ohne Punkt vom bislang noch ungeschlagenen Dritten VfB Homberg II heimkehren, um den Kontakt zur Tabellenspitze nicht aus den Augen zu verlieren. Am anderen Tabellenende muss der TuS Xanten beweisen, dass er in der A-Liga mithalten kann. Der Vorletzte im Klassement gastiert beim nur einen Rang besser postierten Aufsteiger SV Neukirchen mit der Aufgabe, den Rückstand von bereits vier Zählern zu verkleinern. Trainer Gerd Wirtz bringt es auf den Punkt: "Da müssen wir was mitnehmen."

Viktoria Alpen möchte seine gute Position auf Rang vier mit einem Erfolg beim immer weiter abrutschenden Absteiger GSV Moers II ausbauen, während der SV Millingen das Überraschungsteam des TuS Asterlagen zu Gast hat. "Ein sehr unangenehmer Gegner", beschreibt SVM-Trainer Torsten Weist die West-Duisburger, über deren Saisonstatistik er informiert ist. "Eine junge Truppe, sehr diszipliniert und damit überaus erfolgreich", drückt er seinen Respekt vor dem Tabellenfünften aus. Marc Lauderbach, zuletzt auch als Feldspieler tätig, steht angesichts der Millinger Rotation im Tor wieder zwischen den Pfosten, zudem rechnet Weist mit der Rückkehr von Volker Linßen.

Quelle: RP
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