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Veens Derbysieg wackelt, aber er hält

Lokalsport: Veens Derbysieg wackelt, aber er hält
Viktorias Torschütze Dan Tooten (links) im Duell mit dem Veener Jan Schmitz. Die Borussia setzte sich in Alpen mit 2:1 durch. FOTO: Olaf Ostermann
Alpen. Fußball-Kreisliga A: Eine starke erste Halbzeit der Veener Borussia entschied das Derby in Alpen. Vor 100 Zuschauern siegten die Gäste mit 2:1. Von Detlef Kanthak

Geschichte wiederholt sich. Zumindest im Ergebnis: Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen in der Fußball-Kreisliga A zwischen Viktoria Alpen und Borussia Veen vor mehr als 22 Jahren siegten die Gäste auch in der gestrigen Neuauflage. Diesmal aber war's kein glattes und ungefährdetes 3:0 wie an jenem nassen November-Tag im Jahr 1983, sondern ein windiges 2:1 (2:0), das in der zweiten Halbzeit unerwartet noch in Gefahr geriet.

Denn kaum einer der rund 100 Zuschauer, die sich das Derby nicht entgehen lassen wollten, war wohl bereit, beim Seitenwechsel noch auf die Heimmannschaft zu setzen. "Die erste Halbzeit ging an das Veener Team", fand Alpens Trainer Jörg Schütz nach dem Abpfiff den Grund für die Niederlage. Seinem Team gehörten zwar die Anfangsminuten, dann aber übernahm die Borussia das Kommando. Das Mittelfeld der Gäste zog die Fäden, während die Viktoria sich damit begnügen musste, den Schwarz-Gelben oft genug hinterherzulaufen. "Das war eigentlich das, was wir verhindern wollten", hatte Schütz seine Mannschaft am gestrigen Tag mit einer Dreierkette ausgestattet, um so zwischen Abwehr und Angriff zu einem Übergewicht zu gelangen. Der Versuch schlug fehl und wurde, nachdem sich die Gäste immer häufiger ans Alpener Tor angenähert hatten, auch folgerichtig von Dennis Tegeler bestraft. Der "Zehner" aufseiten der Borussia nutzte seinen Freiraum in der 26. Minute aus und setzte im rechten Moment den wartenden Daniel Müller ein, der Viktorias Torhüter Andreas Maaß tunneln und zum ersten Treffer vollenden durfte. Nur drei Minuten später war Tegeler erneut der Ausgangspunkt zum 2:0. Die roten Schuhe des Veener Spielmachers durften nahezu unbedrängt durch die Alpener Spielhälfte laufen. Die Flanke landete bei Kai Möller, der erst noch einen Verteidiger düpierte um dann für Maaß nicht erreichbar den Ball in die Maschen zu hämmern. Bis zur Pause hätte Möller bereits für Klarheit auf dem Platz sorgen können. Maaß wehrte den Ball aber im nächsten direkten Vergleich ab, und als das Leder später doch noch im Netz zappelte, hatte Schiedsrichter Kevin Gerlach den Veener zu Recht im Abseits erkannt.

Schütz stellte in der Pause wieder auf eine Viererkette um und verdarb der Borussia damit weiteren Spaß am Spiel. Mit dem böigen Wind im Rücken übernahm die Viktoria nun nämlich die Initiative. Einen Distanzschuss von Philipp Hammerschmidt wehrte Marcel Grewe im Tor der Borussia noch zur Ecke ab, beim Anschlusstor von Dan Tooten, der seine Mannschaft wieder nach vorne trieb, war Veens Keeper aber machtlos. Bei weiteren Möglichkeiten von Tobias Esper und Matthias Kuhlmann durfte Grewe erneut sein Können zeigen und so den möglichen Ausgleich verhindern. "Solche Bälle können auch mal reingehen, aber uns fehlt im Moment das Glück", haderte Schütz mit der Niederlage. Sein Gegenüber Ulf Deutz atmete auf: "Uns fehlte die Spannung nach der Pause, aber aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg nicht unverdient."

Quelle: RP
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