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Lokalsport
Veens Problem: Ärgern allein reicht nicht

Kreis. Fußball, Kreisliga A: Gegen den Tabellenführer MSV Moers muss die Borussia in der Nachspielzeit noch das bittere 3:4 hinnehmen. Auch Viktoria Alpen hat den Sieg schon vor Augen, ehe Asterlagen in der Schlussphase zum 2:2 ausgleicht. Von Detlef Kanthak

Den Tabellenführer "kräftig ärgern" - das hatten sich die Fußballer von Borussia Veen vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Kreisliga A, MSV Moers, vorgenommen. "Ziel erreicht", wird jeder der Truppe von Trainer Ulf Deutz bestätigen. Zum Punktgewinn allerdings hat es nicht gereicht, weil sich die Borussen am Ende ihrerseits noch ärgern mussten. Zwei Gegentore in den Schlussminuten bescherten Veen eine 3:4 (2:0)-Niederlage.

"Zwei Tore in der Nachspielzeit sind ärgerlich, vor allem weil sie in der Entstehung vermeidbar waren", war auch Deutz alles andere als amüsiert über den Spielausgang. Doch der Trainer mochte sein Team nicht verdammen. "Die Mannschaft hat eine tolle Leistung gezeigt", versicherte er stattdessen. Und hätten die Schwarz-Gelben auch ihre guten Möglichkeiten im ersten Abschnitt, als die Mannschaft ein Übergewicht verzeichnete, genutzt, dann wäre der MSV nicht als Sieger vom Platz gegangen. "Die erste Hälfte ging an uns", sah Deutz neben den Treffern von Malte Gebekken (16.) und Dennis Tegeler (41.) weitere gute Einschussmöglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel steigerte der Spitzenreiter sein Tempo und gelangte durch einen Doppelschlag in der 55. und 56. Minute zum Ausgleich. Veen antwortete mit Tegelers zweitem Torerfolg nach 66 Minuten, ehe der Gast aus Meerbeck das Spiel in der 90. und in der fünften Minute der Nachspielzeit noch zu seinen Gunsten entschied.

Dank eines 6:0 (3:0)-Erfolgs über Schlusslicht Alemannia Kamp verbesserte sich der SV Orsoy noch um einen Rang und schließt die erste Saisonhälfte auf dem vierten Rang ab. Gegen die vornehmlich auf Absicherung ihres Tores bedachten Gäste trat der SVO konzentriert auf. Dominik Hahn eröffnete den Torreigen in der 24. Minute, ehe die Minuten vor dem Seitenwechsel bereits die Entscheidung bescherten. Robin Morawa war in der 44. Minute, Hahn noch einmal in der Nachspielzeit erfolgreich. Im zweiten Abschnitt schraubten Erkan Ayna (2) und erneut Hahn, der nach perfekter Vorarbeit von Dustin Brands lediglich den Fuß hinzuhalten hatte, das Resultat noch in die Höhe.

Der SV Budberg kehrte mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg von seinem Gastspiel bei Aufsteiger FC Rumeln-Kaldenhausen heim. "So richtig schwitzen mussten wir nicht", sah Budbergs Trainer Patrick Jetten einen nicht gefährdeten Sieg seiner Auswahl. "Der Ball lief gut in unseren Reihen, und der Gegner zumeist hinterher", sah er ein einseitiges Geschehen. Kevin Carrion Torrejon traute sich in der 18. Minute einen beherzten Volleyschuss aus 25 Metern, der prompt zum 1:0 im Rumelner Tor landete. Etwas leichter war die Aufgabe in der 59. Minute, als Carrion nach Foul an Benedikt Franke den fälligen Strafstoß verwandelte. Devin Warnke sorgte in der 73. Minute für den Endstand.

Torsten Weist feierte am Samstag seinen 41. Geburtstag, und seine Mannschaft, der SV Millingen, hatte tags darauf das passende Geschenk für ihren Trainer parat. Fichte Lintfort II wurde mit 5:2 (2:2) bezwungen. Geschenkpapier für den Coach gab es aber erst im zweiten Abschnitt, als der Sieg schön eingepackt wurde. Bis zum Seitenwechsel tat sich der SVM mit den offensiv starken Gästen schwer und musste schon in erster Minute das 0:1 einstecken. Henning Rohrbach glich aus, ehe Fichte per Elfmeter wieder davon zog. Tom Vennhoff, am gestrigen Tag der Beste im Millinger Dress, traf mit dem Pausenpfiff zum 2:2. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich Millingen bissiger und sicherte sich durch Treffer von Maximilian Pullich, Rohrbach und dem auf der Außenbahn wirbelnden A-Junioren Nicolas Wolski den Sieg.

Viktoria Alpen erreichte zwar ein 2:2 (1:0) beim TuS Asterlagen, dennoch war es einmal mehr ein gebrauchter Nachmittag für den Aufsteiger. Yiber Konuhi, kurz vor dem Gang in die Kabine, und Matthias Kuhlmann, der zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff zur Stelle war, hatten eine vermeintlich sichere Führung heraus geschossen, die in den Schlussminuten aber noch hergegeben wurde. Asterlagen drückte und wurde nach 83 Minuten mit dem Anschlusstreffer belohnt. Nur drei Minuten später klingelte es ein zweites Mal im Alpener Gehäuse.

Quelle: RP
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