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Lokalsport
Viktoria Alpen beginnt stark und lässt stark nach

Alpen. Fußball-Kreisliga A: Der Aufsteiger verabschiedete sich mit einer Serie von acht sieglosen Partien in die Winterpause. Von Detlef Kanthak

Trainieren, wenn einem danach ist - ein "Träumchen" für alle Fußballer. Möglich macht's die Winterpause im Lager des A-Ligisten Viktoria Alpen. "In Zeiten von WhatsApp ist das überhaupt kein Problem, die Jungs schnell und unkompliziert auf den Platz zu holen", sagt Jörg Schütz. Einmal in der Woche treffen sich Alpens Kicker, um zu "zocken", wie es der Trainer nennt. Wer Lust hat, kommt. Dann werden zwei Teams gebildet - und schon rollt der Ball.

"Den Spaß haben die Spieler in der neuen Liga längst nicht verloren", sagt Schütz. Im Gegenteil. Der Trainer lobt die Moral seiner Mannschaft, die als Aufsteiger seit dem Sommer an den Spielen in der Kreisliga A teilnimmt. "In den Spielzeiten zuvor waren wir in der B-Liga mit Siegen und Erfolgen schon fast verwöhnt", erinnert Alpens Coach an die vergangenen drei Jahre, in denen gute Platzierungen und hohe Resultate an der Tagesordnung waren. Jetzt muss sich die Viktoria in neuer Umgebung tiefer ansiedeln. Mit dem 14. Tabellenplatz, gerade einmal zwei Zähler von den Abstiegsrängen entfernt, wurde das Jahr abgeschlossen. "Das sind ganz andere Gefühle, aber in der Mannschaft hat sich nicht viel verändert. Die Moral ist eher noch gewachsen, den Kopf steckt jedenfalls keiner in den Sand", versichert Schütz, dessen Auswahl mit einem furiosen Start die neue Liga erst einmal aufmischte. Nach vier Spieltagen und zehn Punkten fand sich die Viktoria im Spitzenfeld wieder. "Eine schöne Zeit, mehr aber auch nicht", sagt der Trainer im Rückblick. Denn dann wurde es mitunter haarig. In den folgenden 14 Begegnungen wurden nur noch acht Punkte gewonnen, dafür gab es in Budberg (0:6), beim VfL Rheinhausen (4:8) und beim VfB Homberg II (0:8) mächtig um die Ohren. Seit dem 4. Oktober, also seit acht Spielen, warten die Blau-Gelben schon auf einen dreifachen Punktgewinn.

"Ich will nicht darauf herum reiten, denn das Problem haben andere Mannschaften vermutlich auch. Aber wenn gute Leute plötzlich ausfallen, ist es schwer, die Qualität zu halten", erklärt Schütz den Saisonverlauf. Nach dem guten Start war der Trainer aufgrund von Verletzungen immer wieder gezwungen, eine neue Formation aufs Feld zu schicken. Leistungsträger wie Felix Roggendorf, Tobias Esper, Matthias Kuhlmann sowie Joel Willerding fielen gleich für mehrere Wochen aus und hinterließen erkennbare Lücken im Alpener Spiel. "Dazu kommt, dass wir in manchen Spielen den einen oder anderen Punkt verschenkt haben", verweist Schütz auf die letzten Partien, als im Derby gegen Borussia Veen (1:2) sowie den Unentschieden in Asterlagen und Millingen Aufwand und Ergebnis nicht im Einklang standen. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass es für uns nur um den Klassenerhalt gehen wird. Jetzt haben wir 18 Punkte. Wenn wir die noch einmal holen, wird's reichen", ist Schütz überzeugt. Aber, "die Jungs wollen mehr", hat der Trainer erkannt, dass die Mannschaft ihre Fehler abstellen möchte. Daran wird ab Ende Januar gearbeitet, wenn Schütz die Trainingsarbeit wieder forciert. Bis dahin dürfen die Viktoria-Spieler noch "zocken", ehe dieses "Träumchen" sein Ende finden wird.

Quelle: RP
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