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Fußball-Kreisliga A
Viktoria Alpen fällt kräftig auf die Nase

Fußball-Kreisliga A: Viktoria Alpen fällt kräftig auf die Nase
Kraft oder Eleganz? Im Derby hatten Kamil Franke (links) und der SV Millingen die Nase gegen Borussia Veen, hier mit Laurin Werder, vorn. FOTO: Armin Fischer
Kreis. Zum Saisonstart floppte das Team in Asterlagen und kassierte eine 1:5-Niederlage. Budberg, das gegen Sonsbeck II gewann, sowie der SV Millingen nach dem 2:1 gegen Veen sind die Derbysieger des ersten Spieltags. Von Detlef Kanthak

Die erste Tabellenführung in der soeben begonnenen Spielzeit der Fußball-Kreisliga A geht zum VfL Rheinhausen, für die erste dicke Überraschung sorgte dagegen Viktoria Alpen. Das Team, das am vergangenen Wochenende im Kreispokal noch mit einem 9:1-Sieg über den Rumelner TV für Furore gesorgt hatte, fiel sieben Tage später beim TuS Asterlagen mit 1:5 (1:0) ganz kräftig auf die Nase. Klar, dass der Trainer selbige dann auch voll hatte. "Da hat die Mannschaft auf der ganzen Linie versagt", ärgerte sich Jörg Schütz über den Eindruck, den seine Spieler auf dem Feld hinterlassen hatten. Zwar langte es im ersten Durchgang sogar noch zur Führung durch Marcel Sura, doch selbst den Torerfolg aus der 25. Minute gab der Trainer postwendend an die Gastgeber zurück. "Ein dicker Torwartfehler, keine Kunst von uns", sah Schütz den Pausenvorsprung bereits als irreführend an. Die zweite Halbzeit sollte ihm recht geben. Der TuS drehte kräftig auf, die Viktoria dagegen bekam kein Bein mehr auf den Boden. Die Quittung waren fünf Gegentore. Und wenn es schief läuft, dann auch ordentlich: Für den dritten Asterlager Treffer zeichnete zu allem Überfluss auch noch Tobias Esper verantwortlich, dessen Aufgabe es eigentlich hätte sein sollen, die Gefahr vom Alpener Tor fernzuhalten. Hat leider nicht allzu gut geklappt.

Einen Fehlstart in die neue Spielzeit hat der SSV Lüttingen mit dem 2:2 (0:2) beim Rumelner TV abgewehrt. Für den Trainer war es ein "typisches Lüttinger Spiel". "Spannend bis zum letzten Moment, weil wir nie aufgegeben haben", charakterisierte Thilo Munkes die 90 Minuten, die für seine Akteure keinen guten Anfang nahmen. Den ersten Gegentreffer gab es schon nach elf Minuten, Tor Nummer zwei kassierte der SSV mit dem Pausenpfiff. Munkes wechselte, brachte mit Mirko Poplawski frischen Wind in die Partie und wurde auch belohnt. Janik Schweers verkürzte in der 73. Minute, ehe Max Stapelmann in der Nachspielzeit nach einem schon abgewehrten Eckstoß doch noch an den Ball kam und aus der Distanz mit seinem schwächeren rechten Fuß zum umjubelten Ausgleich traf.

Für den SV Budberg begann die Saison mit einem Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse. Im Duell mit dem SV Sonsbeck II feierte die Mannschaft von Trainer Patrick Jetten einen ungefährdeten 3:1 (2:0)-Auftaktsieg. Einen nervösen Anfang bescheinigte der Coach seinem Team, danach aber "haben wir die Partie dominiert." Benjamin Franke und Jannes Vesper sorgten für den beruhigenden Pausenvorsprung, den Dennis Balzer nach 72 Minuten noch ausbaute. "Die Niederlage müssen wir unterschreiben", sah auch Sonsbecks Trainer Stefan Kuban eindeutige Verhältnisse, auch wenn er seiner Mannschaft durchaus ein Kompliment zukommen lassen mochte. "Wir haben in der Anfangsphase gut mitgemischt, hätten durch Jonas Vengels sogar in Führung gehen können und sind nur in Rückstand geraten, weil unser Mittelfeld sich beim 0:1 eine Auszeit gegönnt hat", erklärte er. Ein kleines Trostpflaster gab es denn auch noch in der 80. Minute, als Matthias Buschhaus den Ehrentreffer der Gäste erzielte.

Torsten Weist, Trainer des SV Millingen, genießt seinen Urlaub, seine Spieler derweil auch ohne ihn ihren ersten Sieg. Im Derby gegen Borussia Veen gab es ein 2:1 (0:0), das Co-Trainer Gerd Peerenboom auch als "verdienten Erfolg" würdigte. "Weil wir die aggressivere Mannschaft waren", nannte er den entscheidenden Vorteil während der 90 Minuten, die ihre Höhepunkte erst im zweiten Abschnitt erlebten. Nach einem Foulspiel an Henning Rohrbach schnappte sich Millingens Mannschaftskapitän selbstbewusst den Ball und schoss in der 66. Minute zur Führung der Gastgeber ein. Zehn Minuten später lag der Ball zum zweiten Mal auf dem Kreidepunkt des Veener Strafraums. Kevin Schäfer, diesmal zur Ausführung vorgetreten, scheiterte allerdings. So dauerte es bis zur Schlussminute, ehe der SVM die ersten drei Punkte auf seinem Konto gutschreiben durfte. Max Pullich sorgte mit dem 2:0 für die Entscheidung, auch wenn Kenneth Gottstein die Borussia in der fünften Minute der langen Nachspielzeit noch einmal auf 1:2 heranbrachte. Veen beendete die Partie zu zehnt, nachdem Jan Schmitz sich in der 83. Minute zum zweiten Mal am Nachmittag den gelben Karton von Schiri Yasin Kaya hatte anschauen müssen.

Quelle: RP
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