| 00.00 Uhr

Lokalsport
Viktorias optische Täuschung beim 2:3

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Spitzenreiter VfB Homberg II durfte sich nicht nur über seinen 4:0-Sieg gegen Concordia Ossenberg freuen, sondern auch über die Niederlage des Verfolgers aus Alpen. Nur Sonsbeck II bleibt dem Team auf den Fersen. Von Detlef Kanthak

Nichts war's mit der Überraschung, für die Concordia Ossenberg in der Kreisliga A hätte sorgen sollen. Auch der Aufsteiger vermochte den Siegeszug des Tabellenführers VfB Homberg II nicht zu stoppen und unterlag in seinem winterlichen "Ausweichquartier" in Rheinberg mit 0:4 (0:2). Zwei Gegentore bis zur 25. Minute brachten die Concordia ins Hintertreffen, zwei weitere nach der Pause sorgten für das deutliche Ergebnis, das die Concordia nach der sechsten Niederlage in Folge weiterhin auf dem Relegationsrang belässt.

Der SV Sonsbeck II bleibt dem Spitzenreiter aus dem Duisburger Westen in respektablem Abstand auf den Fersen. Die Zweitvertretung aus dem Norden des Kreises löste die Aufgabe beim VfL Rheinhausen mit 4:0 (1:0) sicher und souverän, nachdem sie sich zehn Minuten Zeit genommen hatte, um sich mit der Bergheimer Asche mit viel Matsch und einigen Pfützen an zu freunden. Danach allerdings lief der Ball und kurz darauf auch Matthias Buschhaus in brillante Form auf. Sonsbecks Goalgetter, mit einer langwierigen Verletzung in die Saison gegangen, eröffnete nach 26 Minuten den Torreigen und sorgte für den verdienten Vorsprung beim Pausentee. Zweifel am erfolgreichen Arbeitstag löschte Jonas Vengels in der 51. Minute aus, als er einen Freistoß zum 2:0 verwandelte. Jonas Gerritzen und noch Buschhaus mit seinem zweiten Torerfolg sorgten bis zur 69. Minute für den Endstand. "Gut und konzentriert" habe seine Mannschaft gespielt, so der zufriedene Sonsbecker Trainer Johannes Bothen, der auch an die wenigen Zuschauer dachte. "Das Spiel konnte man sich jedenfalls ansehen."

Lieber wegschauen mochte dagegen Jörg Schütz, der Trainer von Viktoria Alpen. Sein Team unterlag beim Liganeuling TV Asberg mit 2:3 (0:1) und büßte den Kontakt zum Spitzenduo aus Homberg und Sonsbeck ein. Elf Punkte sind es jetzt bis zum Spitzenreiter, für den Coach eine zu hohe Latte. "Von Aufstieg sollte keiner mehr reden", erklärte er nach dem Schlusspfiff in Asberg, wo seine Auswahl zwar mehr Ballbesitz hatte, damit aber so recht nicht umzugehen verstand. "Was nützt es, wenn man optisch überlegen ist, aus seinen Chancen aber kein Kapital schlägt", lautete des Trainers Frage und Vorwurf an die Mannschaft. Die musste sich einen 0:2-Rückstand bis zur 51. Minute gefallen lassen, ehe Dan Tooten kurz darauf mit einem verwandelten Strafstoß, der mit einer Roten Karte für die Gastgeber einherging, den Anschlusstreffer erzielte. Als Andreas Dargel in der 72. Minute das Überzahlspiel zum Ausgleich nutzte, hatte der Aufsteiger aus dem Moerser Osten allerdings immer noch eine Antwort parat und konterte sich sechs Zeigerumdrehungen später erfolgreich zum Sieg. Schütz gratulierte ohne Umschweife. "Wir haben viel zu viele Bälle im Vorwärtsgang verloren und zu wenig Aufwand betrieben", fasste er das Geschehen auf dem Platz zusammen. "Ganz anders Asberg: Die Jungs haben geackert und gerackert, clever gekontert und sich das 3:2 auch verdient."

Mit 24 Punkten in der Tasche beendet Aufsteiger SV Büderich die erste Halbserie. Pünktlich zum Abschluss der Hinrunde feierte das Team um Trainer Stefan Tebbe mit dem 9:0 (3:0)-Sieg bei Ligaschlusslicht TuS Asterlagen den ersten Auswärtssieg. Nach elf Minuten und drei Büdericher Treffern war die einseitige Begegnung bereits entschieden. Asterlagen tat sein Möglichstes, um die Partie nicht mehr kippen zu lassen und brachte sich dank einer Schiedsrichterbeleidigung nach 40 Minuten auch noch in Unterzahl. "Es mag ja Jammern auf hohem Niveau sein", meldete sich Tebbe zu Wort, "aber in der zweiten Halbzeit sind wir dann doch sehr fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen." Na ja, sechs Tore fielen noch, da kann der Coach vielleicht ein Auge zudrücken. Sascha Ströter und Florian Fuhrmann teilten sich die ersten acht Treffer gerecht auf, den neunten Torerfolg steuerte Kai Höning bei. Der Routinier, der nach seinem Rückzug aus der ersten Mannschaft im Sommer inzwischen wieder zum festen Inventar gehört, war in der 29. Minute für Alexander Höppner ins Spiel gekommen, für den es nach einer bei einem Foulspiel erlittenen Fußverletzung nicht mehr weiterging.

Mit einer 1:6 (0:2)-Niederlage im Gepäck kehrte Borussia Veen von seinem Gastspiel beim ESV Hohenbudberg heim. Ein sattes Päckchen, das sich da angesammelt hatte, vom Trainer aber akzeptiert werden musste. "Wir hatten auch kein besseres Resultat verdient", gab Christian Hauk ohne Umschweife zu. 90 eher in die Rubrik "schwächlich" fallende Minuten seines Teams ließen den Coach zur Meinung gelangen, dass der "ESV zum einen mit dem schlechten Platz wesentlich besser klar kam als wir", zum anderen auch erkennen, dass die Gastgeber dank ihres bissigeren Spiels immer wieder einen Tick schneller am Ball waren und sich somit auch eine Reihe guter Möglichkeiten erspielten. Im Lager der Borussia keimte lediglich Hoffnung auf, als Kai Möller mit seinem 20. Saisontreffer in der 51. Minute zum 1:3 verkürzte und sich kurz darauf sogar die Chance zum Anschlusstreffer ergab. Klappte nicht, weswegen Hauk nach dem Schlusspfiff von einem "Tag zum Vergessen" sprach.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Viktorias optische Täuschung beim 2:3


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.