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Lokalsport
Weihnachtsferien mit dem Fußball

Lokalsport: Weihnachtsferien mit dem Fußball
Gute Laune beim Fußballcamp des SV Millingen: Ex-Profi Bernd Hobsch hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. FOTO: Fischer
Rheinberg. Ex-Profi Bernd Hobsch trainiert mit 41 Mädchen und Jungen in der Rheinberger Großraumsporthalle. Von Johannes Heiming

Wenn Ulrich Glanz von "Wiederholungstätern" spricht, dann hat der 1. Vorsitzende des SV Millingen nicht das Metier gewechselt, sondern meint im positiven Sinne die Kinder, die wieder an der Fußballschule von Ex-Profi Bernd Hobsch teilnehmen. Bereits zum fünften Mal weilt der ehemalige Stürmer mit seinen Trainerkollegen Kurt Eigl sowie Kamil Ürün in der Rheinberger Großraumsporthalle, um Talenten aus der Umgebung ein besonderes Angebot zu machen. Drei Tage lang heißt es Fußball, Fußball, Fußball.

Der Namensgeber, einst Deutscher Meister und Pokalsieger mit Werder Bremen, saß gestern während einer kurzen Pause zufrieden dreinschauend auf der Tribüne, während er die Sechs- bis Zwölfjährigen beim Kicken beobachtete. Nicht nur mit dem Ablauf war Hobsch einverstanden, auch die Teilnehmerzahl erfreute den 48-Jährigen: "Diesmal war unser Angebot innerhalb von drei Tagen ausverkauft. Letzte Jahr hatten wir 27 Anmeldungen, diesmal sind 41 Kinder da. Das ist eine tolle Entwicklung und spricht für unsere Arbeit." In der Tat sind die Anmeldezahlen ein Erfolg, denn es ist heutzutage nicht einfach, sich gegen die immer größer werdende Konkurrenz durchzusetzen und sich zu etablieren. Fragt man ihn nach dem Erfolgsrezept, gibt es drei zentrale Komponenten: Spaß, das richtige Maß und die Namensfrage. Oder um es mit den Worten des ehemaligen Bundesliga-Spielers zu sagen: "Wir wollen, dass die Kinder Spaß und Freude haben. Außerdem möchten wir Abwechselung bieten und ihnen etwas Neues beibringen, ohne sie zu überfordern. Und schließlich zeichnet es uns auch aus, dass ich nicht nur meinen Namen für dieses Projekt gegeben habe, sondern auch voll dabei bin."

Und das sind keine leeren Worte. Hobsch springt plötzlich auf, weil ein Junge nach einem Zweikampf am Boden liegt. Der Leiter der Fußballschule macht sich auf, und wenig später sind die Tränen getrockt. Da hilft es, dass Hobsch die meisten Kinder ohnehin schon kennt, denn viele haben nicht zum ersten Mal fürs Weihnachtsferien-Angebot des SV Millingen entschieden.

So wie Julian, der für den SVM spielt und im anderen Teil der Halle seinen Torschuss trainiert. "Ich bin zum dritten Mal dabei. Es macht mir immer viel Spaß - vor allem das Torschusstraining", sagt er und bekommt dann doch den Ernst des Lebens zu spüren. Weil seine Gruppe bei zehn Versuchen keinen Treffer erzielt hat, will der Übungsleiter zehn Liegestütze sehen. All das ist Teil der gut 15 Stunden, die die Kinder an den drei Tagen in der Halle verbringen. Da ist es kein Wunder, dass Hobsch und seine Mitstreiter für den heutigen Abschlusstag etwas Besonderes geplant haben. "Da lassen wir die Kinder immer gegen ihre Eltern spielen." Dieser Vergleich wird dann wohl die letzten Kraftreserven bei den Mädchen und Jungen wecken, die dann daheim vermutlich müde ins Bett fallen.

Quelle: RP
 
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