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Lokalsport
Wer stößt Orsoy vom Thron?

Rheinberg. Fußball-Stadtmeisterschaft: Vorjahressieger SVO richtet die Titelkämpfe aus. Beim Gastgeber hat der neue Trainer seinen ersten Auftritt. Der TuS 08 Rheinberg setzt auf die Routiniers. Von Rene Putjus

Erkan Ayna, beim SV Orsoy fürs Toreschießen verantwortlich, wird morgen bei der Rheinberger Stadtmeisterschaft in der Großraumsporthalle nicht auf dem Spielfeld zu sehen sein. Er muss andere Aufgaben übernehmen. Da Ayna auch Abteilungsleiter beim Vorjahressieger ist, wird der Stürmer im Organisationsteam gebraucht. "Wir wollen den Zuschauern ein vernünftiges Büffet bieten. Und ich hoffe, dass es auf den Rängen und am Ball friedlich bleibt." Da der neue Coach Harald Kluth erst gestern Abend erstmals in diesem Jahr auf seine Mannschaft traf, wird der Turnierkader wohl erst später als sonst zusammengestellt.

Naturgemäß zählt der SV Budberg als einziger Bezirksligist im Teilnehmerfeld zu den Favoriten. Trainer Patty Jetten, kein Freund des Hallenfußballs, wird sich wieder im Hintergrund halten: "Die Jungs stellen selber die Mannschaft zusammen." Kapitän Tim Beerenberg hat die Namen notiert. Martin Sackers steht zwischen den Pfosten, A-Junior Vizuete Rafael Mora möchte ebenfalls für den SVB auflaufen. "Klar wollen wir maximalen Erfolg haben. Über allem steht, dass wir ohne Verletzungen auskommen", so Jetten, der ein "Grätsch-Verbot" ausgesprochen hat. Wer sich nicht daran hält, muss in die Mannschaftskasse zahlen. Für ihn ist der TuS 08 Geheimfavorit, weil der B-Ligist mit seinen Routiniers antritt.

Frank Misch, der Coach des TuS Borth, hatte keine Schwierigkeiten, genügend Balltreter für die Stadtmeisterschaft zu finden - ganz im Gegenteil. 14 Spieler wollen dabei sein, mit zwölf Kickern reist der B-Ligist an. Misch schickt "die jungen Wilden" aufs Parkett. Für die Youngster Mika Heckers, Simon Kleintges-Topoll und Philipp Hanz sind's die ersten Senioren-Stadtmeisterschaften. Der großgewachsene Mathias Malorny soll die Tore schießen. Winterpausen-Neuzugang Domenik Janßen, vom SV Menzelen gekommen, ist ebenfalls dabei. Misch: "Die Jungs sollen die Atmosphäre aufsaugen. Wir treten ohne Ambitionen an. Nur Letzter möchte ich nicht werden."

Markus Hierling, der Coach des SV Millingen, gibt seinen Jungs folgendes mit auf den Weg: "Ich finde es wichtig, dass die Mannschaft den Verein vernünftig präsentiert." Gleichwohl müssen einige Kicker passen, die in der Halle ihre Stärken hätten ausspielen können. So fehlen unter anderem Alberto Espejo, Konrad Pfingst und Kamil Franke.

Der TuS 08 Rheinberg stellt morgen das erfahrenste Team mit Spielern, die wissen, wie es ist, den Stadtmeister-Pokal in den die Höhe zu stemmen. "Wir treten eigentlich mit einer Alt-Herren-Mannschaft an", sagt Spielertrainer Mustafa Köse, der im Vorjahr mit dem SVO die Trophäe geholt hatte. Mit ihm wollen unter anderem Ercan Kiraz, Kursat Aydogdu sowie die Quizou-Brüder Nassan und Daoud "Orsoy und Budberg ärgern". Köse glaubt nicht daran, dass der TuS 08 den SVO vom Thron stoßen kann: "Das wird nicht klappen. Wir wollen Spaß haben - mehr nicht."

Björn Quint gehört ebenfalls zu den Trainern, die nicht viel Wert auf Hallenfußball legen. Dennoch erwartet der Coach von Concordia Ossenberg, dass sich sein Team in Rheinberg "gut verkauft". Es gibt jedenfalls einige Spieler in den Reihen des A-Ligisten, die "Bock haben" auf die Stadtmeisterschaft. Die Hallenfußball-Spezialisten Jan Günther und Patrick Utech gehören dem Kader an. Vier Akteuren hatte Quint nahe gelegt, auf den Budenzauber zu verzichten. So streifen sich die Baumbachs Silas und Jonas sowie Jan Willeke und Kapitän Jan Strüngmann am Sonntag nicht das Concordia-Trikot über.

Quelle: RP
 
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