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Lokalsport
Wieder kein Sieg für den SV Sonsbeck

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Der Tabellenvierte erreichte beim PSV Wesel nur ein 1:1. Felix Terlinden erzielte das Tor. Von Andre Egink

Der SV Sonsbeck kann endgültig für ein weiteres Jahr in der Fußball-Landesliga planen. Der Tabellenvierte hat im Saison-Endspurt vier Spiele in Folge nicht gewonnen. Auch beim PSV Wesel reichte es für die Schützlinge von Trainer Sandro Scuderi nur zu einem 1:1 (1:1). Da nun der Abstand zum Zweiten VfB Speldorf neun Punkte bei noch drei Spieltagen beträgt und der Dritte VfL Rhede fünf Zähler Vorsprung und das weitaus bessere Torverhältnis hat, glaubt in Sonsbeck niemand mehr an den Aufstieg.

In Wesel hatte die Scuderi-Elf den besseren Start und ging früh in Führung. Nach einem langen Pass von Florian Abel lief Felix Terlinden alleine auf das PSV-Gehäuse zu und versenkte eiskalt zum 1:0 (4.). Im weiteren Verlauf hatte Sonsbeck noch zwei gute Chancen, die Terlinden (8.) und Jonas Kremer (14.) aber nicht verwerteten. Ab der 20. Minute erhöhte Wesel das Tempo und bekam mehr Zugriff aufs Spiel. Der SVS schaffte es nicht, aus einer sicheren Defensive das Spiel zu ordnen. "Wir haben uns den Schneid aufkaufen lassen. Die Partie wurde extrem hektisch und hitzig", bemerkte Guido Lohmann, der Sportlicher Leiter. Wesel drückte auf den Ausgleich und scheiterte einige Male an Schlussmann Tim Weichelt. Es dauerte bis zur 34. Minute, als der Keeper chancenlos war. Nach einer Flanke von Außenspieler Christopher Abel konnte Dennis Schmitz im Zentrum nicht richtig klären. Abel setzte erneut zur Flanke an. Necati Güclü löste sich am ersten Pfosten und drückte den Ball über die Torlinie. Das 1:1 war zu diesem Zeitpunkt hochverdient.

Scuderi veränderte zu Beginn der zweiten Halbzeit seine Mannschaft auf zwei Positionen. Für den am Knöchel verletzten Jan-Paul Hahn rückte Robin Schoofs in die Innenverteidigung. Auf der linken Außenbahn wurde Sebastian Leurs für Kremer eingewechselt. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts ging's hin und her. Jedoch hatte Wesel die besseren Möglichkeiten. Donavan Sadek versuchte es mit einem Fernschuss (47.), Timo Giese (54.), Güclü (57.) und Sebastian Eisenstein (60.) tauchten freistehend vor Weichelt auf. Aber alle Chancen entschärfte Sonsbecks Nummer eins überragend. Der Unparteiische Cedrik Gottschalk ließ im Laufe der Zeit zu viele Foulspiele unbestraft durchgehen, so dass die Partie immer härter wurde. In der 71. Minute wurde Leurs von hinten attackiert. "Der Fuß ist nach dem Spiel direkt dick geworden. Das sah nach einem Bänderriss aus", vermutete Lohmann. Nur fünf Minuten später langte Nico Giesen bei Luca Terfloth zu. Der SVS-Kicker musste ein paar Minuten behandelt werden, konnte das Spiel aber zu Ende bringen.

Einen kuriosen Schlusspunkt setze der 19-jährige Referee in der 88. Minute. Güclü drängte in den Strafraum und wurde von Schmitz zu Fall gebracht. Die Weseler forderten Elfmeter. Und die Sonsbecker hatten im Laufduell ein Foulspiel an Schmitz gesehen. Nach einer kurzen Abstimmung mit seinem Assissteten pfiff Gottschalk die Partie ab - zum Unverständnis aller.

"Er konnte sich wohl nicht entscheiden, aber mit Nachspielzeit waren bestimmt noch sechs Minuten zu spielen", war PSV-Trainer Björn Assfelder fassungslos und meinte noch: "Aufgrund der vielen guten Torchancen haben wir zwei Punkte verschenkt. Sonsbeck konnte froh sein, dass Tim Weichelt im Tor stand."

Lohmann ergänzte: "Der Schlusspunkt war typisch für das Spiel. Eigentlich hat der Schiri ganz gut gepfiffen. Aber zum Ende hin ist ihm die Partie immer mehr entglitten. Spielerisch haben wir nicht überzeugt, aber den Kampf angenommen und dagegen gehalten."

Es spielten: Weichelt; Prause (67. Schütze), Hahn (46. Schoofs), Janßen, Terfloth, Schneider, Schmitz, Kremer (46. Leurs), Abel, Maas, Terlinden.

Quelle: RP
 
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