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Wir sind NRW-Meisterinnen

Lokalsport: Wir sind NRW-Meisterinnen
5,41 Meter - Hannah Kempken wurde Erste in der Weitsprunggrube. FOTO: Wolfgang Birkenstock
Sonsbeck/Xanten. Rahel Brömmel, Hannah Kempken und Lea Halmans vom SV Sonsbeck holten sich jeweils in Wattenscheid den Titel. Auch Franziska Schuster vom TuS Xanten setzte sich die Krone auf. Von Rene Putjus

Seit nicht einmal einem Jahr gehört Rahel Brömmel der Trainingsgruppe von René Niersmann an. Die Entwicklung der 14-jährigen Gymnasiastin ist enorm. Jetzt hat die Leichtathletin des SV Sonsbeck ihren ersten großen Titel eingeheimst. Bei der NRW-Meisterschaft in Wattenscheid gewann Rahel das 800m-Rennen der W15-Klasse. Und nicht nur sie war aus dem Team der "Roten Teufel" erfolgreich. Und eine Xantenerin wurde ebenfalls NRW-Meisterin.

Rahel holte bei der zweittägigen Meisterschaft den ersten Titel für den SVS. "Sie hat sich genau an die taktischen Vorgaben gehalten, sich die ersten 550 Meter reingehangen und dann den Endspurt angezogen", freute sich Niersmann mit seiner Athletin, die in persönlicher Bestzeit von 2:16,38 Minuten Erste wurde. Lea Halmans erweiterte in Wattenscheid ihre Titelsammlung. In der W20-Klasse siegte sie im Hochsprung mit 1,71 Metern. Über 100m-Hürden qualifizierte sich die Mehrkämpferin aus Kevelaer mit persönlicher Bestzeit (14,45) für den Endlauf. Dort war sie noch schneller. Mit 14,31 Sekunden kam Halmans auf den Bronzerang. "Das war ein perfekter Lauf", resümierte ihr Coach Werner Riedel. Im Weitsprung lag seine Athletin bis zum letzten Versuch vorne. Dann schnappte ihr Danielle Wember (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) mit 5,89 Metern den Titel weg. Halmans sechster Satz war ebenfalls weit, kam aber nicht in die Wertung, weil "ihr großer Zeh ganz knapp die rote Plastikschiene berührte", so Riedel. Fehlversuch, es blieb bei 5,80 Metern und Platz zwei.

Hannah Kempken (W15) gewann den dritten NRW-Titel für die Sonsbecker. Sie sprang im zweiten Versuch 5,41 Meter (Bestleistung) weit. Trotz des Erfolgs war sie etwas traurig, denn für die DM-Qualifikation fehlten ihr nur vier Zentimeter. Mit der Staffel klappte es dann aber mit der Norm für die "Deutschen" in Bremen. Über 4x100 Meter wurde das U16-Quartett der StG Rhede-Sonsbeck Sechster in 50,95 Sekunden. Hannah war Startläuferin und übergab den Stab an ihre Trainingskollegin Elena Aengeneyndt. Freude und Enttäuschung hielten sich bei Jonas Hochstrate (U20) die Waage. Er lief über die zwei Stadionrunden zwar auf den Bronzerang, verpasste aber in 1:59,43 Minuten abermals die DM-Norm.

FOTO: Wolfgang Birkenstock

Mit dieser Platzierung haben Werner Speckert, Leichtathletik-Trainer des TuS Xanten, und Franziska Schuster überhaupt nicht gerechnet: Die W15-Mehrkämpferin, die wegen den Nachwirkungen einer Fußverletzung nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte nach Wattenscheid aufgebrochen war, ließ im 100m-Finale die komplette Konkurrenz hinter sich. Nach verschlafenem Start schaltete die Marienbaumerin den Turbo ein und siegte in 12,42 Sekunden hauchdünn vor Sophie Bleibtreu (Wuppertaler SV), die die Ziellinie nach 12,43 Sekunden überquerte. Und "Franzi" legte noch einen nach. Den Endlauf über 80m-Hürden beendete sie als Drittschnellste (11,99). Rang zwei war möglich. Allerdings schlug die TuS-Athletin mit dem Knie ihres Nachziehbeins gegen die vorletzte Hürde.

Von diesem Missgeschick profitierte Sarina Brockmann (TV Löhne), für die die Uhr nach 11,70 Sekunden stoppte. Im Vorlauf hatte Franziska über diese Distanz eine neue Bestzeit aufgestellt (11,89). Im Hochsprung flog ihre Markierung vor dem ersten Versuch weg, so dass sie nicht richtig in den Wettbewerb reinkam und sich mit 1,54 Metern sowie Rang sechs begnügen musste.

Foto links: SVS-Läuferin Rahel Brömmel gewann ihr 800m-Rennen mit einem fulminanten Endspurt. Foto rechts: TuS-Mehrkämpferin Franziska Schuster ließ im 100m-Finale die gesamte W15-Konkurrenz hinter sich. FOTO: Wolfgang Birkenstock

Die muskulären Probleme von TuS-Spinter Nicolas Mayer (M15) waren auch bei der NRW-Meisterschaft noch nicht ausgestanden. Die 300 Meter lief der Nordrhein-Meister als Sechster in 38,10 Sekunden. Mit der Zeit war der Xantener nicht zufrieden. Für einen Medaillenplatz hätte es allerdings einer neuen Bestzeit bedurft.

Quelle: RP
 
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