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Wo die Baustellen des TuS Xanten sind

Analyse: Wo die Baustellen des TuS Xanten sind
Die Bezirksliga-Fußballer des TuS Xanten, hier Robert-John Lufrano (links), müssen sich in der zweiten Halbserie deutlich steigern. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Xanten. Von Rene Putjus

Hinter dem Fußball-Bezirksligisten TuS Xanten liegt eine Hinrunde mit zu wenigen Punkten, aber umso mehr Ärger abseits des Platzes. Der Trainer ist der alte, der Vorstand hat sich neu aufgestellt. Ihre Marschroute für 2016 lautet: den Klassenerhalt erreichen; und keine Störfeuer mehr, damit sich die abstiegsbedrohte Mannschaft auf das Wesentliche konzentrieren kann. Die Vorbereitung hat begonnen. Die dringend benötigten Verstärkungen fehlen jedoch. Der aktuelle Kader

Gerd Wirtz hätten am Mittwochabend für die erste Testpartie gegen den SV Hönnepel/Niedermörmter II 15 Balltreter zur Verfügung gestanden. Die Begegnung fiel aber aus, weil der heimische Ascheplatz unbespielbar ist. Mit wie vielen Kickern der Coach die nächsten Wochen zusammenarbeiten kann, bleibt abzuwarten. Jeffrey Preuß hat sich verabschiedet, will stattdessen in der Rückrunde für den SV Orsoy auflaufen. Zudem haben sich Stammkräfte abgemeldet, mit denen Wirtz geplant hatte. Der ein oder andere soll verärgert darüber sein, dass vor Saisonbeginn Zusagen gemacht wurden, wovon der neue Vorstand allerdings keine Kenntnis hat. Stürmer Marko Cvetkovikj gehört zu denen, die sich abgemeldet haben. "Einige haben sich wieder angemeldet. Wir laufen aber niemandem hinterher", sagt Heribert Kerkmann aus dem Fußball-Vorstand. Der lange verletzte Leistungsträger Baris Akbay, der noch keine Einsatzminute vorweisen kann, befindet sich im Lauftraining. Auch Kapitän Björn Kluckow ist noch nicht wieder fit. Personell nachlegen

Seit Wochen versuchen Kerkmann und seine Mitstreiter aus der Abteilungsspitze, Verstärkungen zum TuS zu holen. Doch da in der Winterpause die Ablösesummen frei verhandelbar sind, etliche der potenzielle Zugänge zu hohe finanzielle Forderungen haben und beim einstigen Oberligisten das Geld längst nicht mehr so locker sitzt, ziehen sich die Gespräche hin. Auch wenn alle Spieler, die sich vor dem Jahreswechsel abgemeldet haben, doch weitermachen sollten, müssen Verstärkungen für die Defensive und Offensive her. Die Zeit drängt. Bis 31. Januar muss der TuS die vollständigen Unterlagen der neuen Spieler beim Fußballverband einreichen. Die Stimmung

Innerhalb der Mannschaft ist nach den Querelen während der ersten Halbserie einstweilen Ruhe eingekehrt, gleichwohl ist eine gewisse Unsicherheit zu spüren. Die Spieler wollen wissen, wie der Kader für die Rückrunde aussieht. "Wir tun unser Möglichstes und legen großen Wert darauf, dass das Mannschaftsgefüge stimmt", so Kerkmann. Es wird ganz genau hingeschaut, wer dem TuS in der sportlich prekären Lage weiterhilft.

Die Probleme des Trainers

Gerd Wirtz hat noch fünf Wochen Zeit, um seine Mannschaft konditionell wie taktisch fitzumachen und eventuelle Zugänge zu integrieren. Gleich in der ersten Pflichtpartie bei Mitaufsteiger Walbeck ist ein "Dreier" Pflicht. Um Ordnung und Stabilität in die Defensive zu bekommen, muss der Trainer wissen, mit welchen Spielern er planen kann. Jeder Trainingstag zählt. Zumal das Winterwetter ihm einen Strich durch die Rechnung machen könnte, sofern weitere Einheiten auf dem Fürstenberg ausfallen. Wirtz hat zwar in weiser Voraussicht Indoor-Kunstrasenplätze gebucht, mehr als Basisarbeit ist dort aber nicht möglich.

Quelle: RP
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