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Lokalsport
Wo Triathleten den zweiten Frühling haben

Rheinberg/Xanten. Ausdauersportler des TuS Xanten und TT Rheinberg stellten sich in Roth sowie Frankfurt den Anforderungen der Langdistanz. Andre Holz lieferte eine starke Premiere ab, Sascha Hubbert glänzte auf dem Rad. Von Rene Putjus

Obwohl der Triathlon über die Langdistanz in Roth nicht mehr zur Ironman-Serie gehört, hat die Großveranstaltung nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Es gehört immer noch viel Glück dazu, um einen der begehrten Startplätze zu ergattern. Andre Holz aus Xanten war 2017 dabei. Die Atmosphäre sei einmalig gewesen. Der 47-Jährige war zuvor als Zuschauer vor Ort und zweimal mit der Staffel auf der Strecke. Jetzt trat Holz erstmals allein an. "Die Premiere ist geglückt", resümierte der Triathlet des TuS Xanten nach 3,8 Kilometern im Wasser, 180 Kilometern auf dem Rennrad und einem Marathon. Er bewältigte die Challenge Roth in 11:22:49 Stunden und blieb unter seinen eigenen Vorgaben.

Mit dabei waren auch wieder Ausdauersportler des Triathlon Team Rheinberg. Drei Einzelstarter, angeführt vom erfahrenen Fernando Concha, und zwei Staffeln stellten sich den Anforderungen. Für Concha standen im Ziel 9:31:01 Stunden zu Buche - Platz 28 in der Altersklasse (AK) 30. Er gab den beiden Langdistanz-Debütanten Sascha Hubbert und Kevin Schmelzer wertvolle Tipps. Sie hatten sich viel vorgenommen.

Schmelzer wollte unter zehn Stunden finishen. Auf der Laufstrecke muste er kämpfen. Die Hitze machte ihm zu schaffen. Schmelzer erreichte das Stadion in 10:07:57 Stunden als 33. der AK 25. Hubbert, der in diesem Jahr bei den Deutschen Meisterschaft im Duathlon in seiner Altersklasse den ersten Platz belegt hatte, ging ambitioniert ins Rennen.

Auch wenn es das erste Mal über diese Distanz ging, schwamm der Rad- sowie Laufspezialist furios und kam nach 1:10 Stunden ins Wechselzelt. Die zweite Disziplin beendete er in starken 4:28 Stunden. Hubbert hängte sogar so manchen Profi ab. Den Marathon bewältigte er in 3:22 Stunden. In 9:04:30 Stunden wurde Hubbert Dritter der AK 25.

Die Staffeln mit Marcel Knauff, Alexander Panknin und Jens Gardemann sowie Burkhard Giesa, Andreas Holtmann und Klaus Niklas kamen gemeinsam nach 10:56 Stunden ins Ziel. Sie wurden im Endklassement 176. beziehungsweise 177. 311 Staffeln nahmen teil.

Andre Holz landete auf Rang 209 in der Altersklasse. Doch die Platzierung war für ihn lediglich eine Randnotiz. Es überwog die Freude über die Endzeit und die Tatsache, nicht wie viele andere aufgegeben zu haben. Auf dem Laufrundkurs hatte der Xantener einen Hänger. "Dann habe ich glücklicherweise den zweiten Frühling bekommen." Ganz frisch sind noch die Eindrücke von der Radstrecke mit 1200 Höhenmetern, insbesondere vom Anstieg am Solarer Berg. "Es war Wahnsinn, durch die enge Menschegasse zu fahren. Die Leute prügeln einen hoch. Da vergisst man die ganzen Strapazen während der Vorbereitung", sagte Holz, der sicherlich nicht das letzte Mal in Roth gestartet ist.

Seine Teamkollegen vom TuS, Georg Thüs sowie Jens Burkhard (beide Altersgruppe 40 bis 44), hatten sich für den Ironman in Frankfurt angemeldet. Für den einen lief's rund, für den anderen weniger. Thüs finishte in 10:24:29 Stunden, Burkhard erst in 12:22: 25 Stunden. Thüs ging im zweiten Teil des Marathons an seine Grenzen. Gehpausen an den Versorgungsstationen brachten Erholung und neue Energie. "Der Ironman hat super geklappt. Es war wieder ein Spektakel." Burkhard kam mit den hochsommerlichen Temperaturen nicht klar. Vor allem auf der Laufstrecke ließ er viel Zeit liegen.

Quelle: RP
 
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