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Lokalsport
Xanten in Not - das gilt für beide Teams

Lokalsport: Xanten in Not - das gilt für beide Teams
Der SSV Lüttingen (rote Spielkleidung) verspielte am vergangenen Wochenende eine 2:0-Führung gegen Borussia Veen und muss nun gegen den GSV Moers II bestehen. FOTO: o. Ostermann
Kreis. Fußball-Kreisliga A: In der Domstadt herrscht zur Zeit keine besonders große Freude über die Leistungen des TuS Xanten und des SSV Lüttingen. Viktoria Alpen fiebert derweil dem Lokalschlager gegen Borussia Veen entgegen. Von Detlef Kanthak

Die Zeiten sind vorbei, an denen der geneigte Fußballzuschauer sicher sein durfte, dass "seine" Mannschaft ihrer Lieblingstätigkeit auch zur gewohnten Zeit nachkommen wird. "Immer wieder sonntags" ist passé, immer häufiger werden stattdessen die Spieltage auseinander gezerrt - die Kreisliga A macht da keine Ausnahme. Bis zur Winterpause gibt es lediglich noch einen einzigen Spieltag, an dem alle neun Partien auch tatsächlich zur gleichen Zeit angepfiffen werden. Auch an diesem Wochenende "tanzen" zwei Begegnungen aus der Reihe. Am gestrigen Abend bereits empfing Spitzenreiter VfL Rheinhausen den Aufsteiger SV Neukirchen. Der Favorit siegte mit 2:0 (0:0).

Am heutigen Abend stehen sich ab 19.30 Uhr der Rumelner TV und der SV Sonsbeck II gegenüber. Mehr Mittelfeld geht momentan kaum: Der Tabellenneunte empfängt den Ligaachten. Der Blick auf obere Tabellenregionen ist allerdings zumindest für die Gäste immer noch erlaubt, die mit einem Erfolg am Waldborn viel Boden gutmachen und sich bis Sonntag auf den dritten Rang vorschieben könnten. Norbert Quinders, der aus privaten Gründen nicht dabei sein kann, sowie der nach seiner Ampelkarte gesperrte Matthias Buschhaus fehlen im Kader der Sonsbecker Zweitvertretung.

Jörg Schütz, der Trainer von Viktoria Alpen, erklärt, warum seine Spieler dem Lokalschlager gegen Borussia Veen so gespannt entgegen sehen. "Derby ist, wenn man gegen den Nachbarn unbedingt gewinnen möchte." Das kann nicht immer klappen, wie beide Mannschaften in der vergangenen Spielzeit feststellen mussten. Da siegte Veen in Alpen, um im Rückspiel daheim zu unterliegen. Also, dann noch ein Zitat. "Es gewinnt manchmal auch der Glücklichere", behauptet der Alpener Coach. Beiden Mannschaften wäre es recht: Die Viktoria, auf dem fünften Tabellenplatz mit Anschluss an die Spitze, schloss ihre beiden letzten Heimspiele mit Niederlagen ab, die Borussia, immer noch im zweistelligen Tabellenbereich, hat an acht Spieltagen bislang erst einen einzigen Sieg verbuchen dürfen.

Etwas weiter ist da der SV Budberg, der sich als Ligasechster mit der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen auseinandersetzen muss. Die Gäste haben sich nach bescheidenem Saisonauftakt zuletzt verbessert präsentiert und sind bis auf den vierten Rang vorgestoßen. "Wir freuen uns auf das Spiel", betont Budbergs Trainer Patrick Jetten. "Das wird ein höchst interessanter Vergleich zwischen unserer jungen Mannschaft und einem sehr erfahrenen und bestens besetzten Gästeteam."

Beim 1:1 des SV Orsoy in Homberg diente die dünne Personaldecke Trainer Sandro Vergaro als Entschuldigung für eine doch eher überschaubare Leistung. Im Heimspiel gegen Preußen Vluyn hofft er wieder auf das Mitwirken von Ercan Kiraz und Dominik Hahn.

Xanten in Not - sowohl der SSV Lüttingen als auch der TuS Xanten benötigen Erfolgserlebnisse, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Der SSV, der in Veen eine 2:0-Führung verspielte und sich mit einem Punkt begnügen musste, trifft auf den GSV Moers II, den er im Falle eines Sieges hinter sich lassen würde. Am Fürstenberg wartet der TuS immer noch auf seinen ersten Saisonsieg. Gerd Wirtz, Trainer des Bezirksliga-Absteigers, weiß vor dem nächsten Versuch im Heimspiel gegen den SV Millingen um den Grund. "Uns fehlt die läuferische Klasse", spricht er die Trainingsdefizite seiner Akteure an. "Wir haben nicht die Spieler, um fröhlich drauf los zu stürmen und den Gegner zu überrennen." "Das kann nicht unser Problem sein", hält ihm Millingens Trainer Torsten Weist entgegen. "Wir sind nicht unter Zugzwang", sagt er. "Der TuS muss etwas für das Spiel tun!"

Quelle: RP
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