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Lokalsport
Xanten mit neuen Zielen an der Platte

Lokalsport: Xanten mit neuen Zielen an der Platte
Ein Trio an der Abteilungsspitze: Fabian Welbers, Gabi Raumann und Gudrun Rynders (von links) teilen sich die Aufgaben beim TuS Xanten auf. FOTO: Stefanie Kremers
Xanten. Teuren Spitzensport mit Tischtennisschläger soll's beim TuS nicht mehr geben. Personeller Aderlass bei der Jugend. Von Stefanie Kremers

34 Jahre hat Wilfried Quosbarth die Tischtennis-Abteilung des TuS Xanten geführt. Nun stehen drei andere Mitglieder in der Verantwortung. Nachdem Quosbarth sein Amt niedergelegt hat, sind Gabi Raumann, Gudrun Rynders und Fabian Welbers an die Spitze aufgerückt. Neu sind die Aufgaben für das Trio nicht. Alle sind bereits im Vorstand tätig. Raumann, seit 1975 im Verein, setzt sich seit vielen Jahren als Jugendwartin für den Nachwuchs an der Platte ein. Rynders hat als gelernte Bankkauffrau die Finanzen fest im Blick. Neustes und jüngstes Mitglied im Team ist Fabian Welbers. Der 20-Jährige löste vor zwei Jahren Dieter Post als Geschäftsführer ab.

"Willi steht uns weiterhin zur Verfügung. Organisatorisch hat er sich immer um die erste Mannschaft gekümmert. Da diese wegfällt, haben wir die gleichen Aufgaben wie zuvor", sagt Rynders. Große Umbrüche wird's in der nächsten Zeit an den Tischtennisplatten in Xanten nicht geben. Zu turbulent verlief das vergangene halbe Jahr. Sponsorengelder fehlten, und der Rückzug des Quartetts auf Bundesebene wurde unausweichlich. Die TuS-Herren stehen als erster Absteiger aus der 3. Liga fest und werden nach der Saison ganz von der Bildfläche verschwinden.

"Wir könnten mit der ersten Mannschaft im oberen Bereich weitermachen. Aber darauf liegt nicht mehr unser Augenmerk", war sich der Abteilungsvorstand auch im Hinblick auf die schwierige Sponsorensuche einig. Die Tischtennisspieler wollen wieder zu einem familiäreren Vereinsleben zurück. Dieses sei in den vergangenen Jahren aufgrund der Bemühungen um die Erstvertretung auf der Strecke geblieben. "Dazu zählt wieder eine Vereinsmeisterschaft, Grillabende oder eine Weihnachtsfeier", erklärte Welbers.

Das sportliche Aushängeschild ist nun das aufgestiegene Damenquartett. Das Team, in dem auch Rynders spielt, schlägt ab Ende August in der neu gegründeten NRW-Liga auf. In der Nachwuchsarbeit müssen die Xantener hingegen wieder nahezu von null anfangen. Die aufgestiegene Landesliga-Truppe brach auseinander und viele - vor allem junge Akteure - schlossen sich anderen Clubs an. "Menschlich war's enttäuschend, dass sich durch den Rückzug der ersten Mannschaft auch die Zweite aufgelöst hat", meint Welbers. "Die Jugendabteilung ist somit auf die Hälfte geschrumpft", ergänzt Raumann. Zurückgegriffen wird nun auf qualifizierte Eigengewächse. Mit Sebastian Wolfertz und Martin Artz haben sich zwei engagierte Trainer für den Nachwuchs gefunden.

Der Vorstand konzentriert sich in den nächsten Wochen auf die Organisation der Kreismeisterschaft. Diese richtet der TuS nach 2009 wieder aus. Vom 11. bis 13. September werden die kleinen Bälle in der Bahnhofshalle über die Platte geschlagen. Bei der Planung wird auch Wilfried Quosbarth mitmischen. Der Funktionär weiß nach 34 Jahren Vereinsarbeit halt am besten, worauf es alles zu achten gilt.

Quelle: RP
 
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