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Xanten und Lüttingen gehen leer aus

Lokalsport: Xanten und Lüttingen gehen leer aus
Das ging noch mal gut. TuS-Torhüter Yannis Schwarz muss hier nicht eingreifen, gegen Borussia Veen aber dennoch dreimal hinter sich greifen. FOTO: Armin Fischer
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Der Fußball in der Domstadt hat wahrlich schon bessere Tage gesehen. Der TuS wartet nach dem 1:3 im Derby gegen Borussia Veen weiterhin auf den ersten Saisonsieg, der SSV patzte gegen Aufsteiger DJK Lintfort. Von Detlef Kanthak

Es hat schon bessere Tage für den Xantener Fußball gegeben. Sowohl der auf dem Fürstenberg beheimatete TuS als auch der Ortskonkurrent aus Lüttingen mussten am fünften Spieltag der Kreisliga A die Punkte quittieren. Auch Nachbar Sonsbeck II ging leer aus und bezog in Rheurdt seine zweite Saisonniederlage.

In der Begegnung zweier bislang siegloser Mannschaften durfte der TuS Xanten zur Halbzeit des Spiels gegen Borussia Veen noch auf den ersten Saisonerfolg hoffen. Patrick Biegala hatte die Domstädter in der 38. Minute mit einem Kontertreffer in Führung geschossen. Dass es am Ende dennoch 1:3 (1:0) stehen sollte, wurde zumindest aus Veener Sicht als gerechtes Resultat angesehen. "Es war auch schon in der ersten Halbzeit eine ziemlich einseitige Geschichte, die sich zumeist in der Xantener Hälfte abgespielt hat", sah Borussen-Trainer Ulf Deutz sein Team beim Seitenwechsel zwar in Rückstand, mehrheitlich aber mit den besseren Möglichkeiten. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff leitete ein Querschläger von Jan Schmitz die Wende im Spiel ein. Kai Möller nutzte die Gelegenheit und glich zum 1:1 aus. Die Borussia drängte auf den Sieg und wurde in der Schlussviertelstunde auch belohnt. Jan Pimingstorfer sorgte mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern für die Veener Führung, ehe Möller, A-Liga-Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit, vier Minuten vor dem Abpfiff mit seinem dritten Saisontreffer den Endstand herstellte.

Auch der SSV Lüttingen musste trotz eines Vorsprungs das Spielfeld nach 90 Minuten mit hängenden Köpfen verlassen. Gegen den alles andere als forschen Aufsteiger DJK Lintfort setzte es eine 1:2 (1:0)-Heimniederlage. SSV-Trainer Thilo Munkes suchte nur kurz nach Beantwortung der drängenden Frage, wie ein Team ohne Tormöglichkeit zu zwei Treffern gelangen kann. Die Antwort fand er zum einen im drucklosen und wenig durchdachten Spiel der eigenen Mannschaft und zum anderen in zwei Strafstößen, die der DJK die dankbar angenommene Möglichkeit zum Punktegewinn bot. Nach 49 Minuten rutschte Lüttingens Torhüter Martin Sackers in die Beine eines Lintforter Angreifers und durfte sogar noch froh sein, dass der Unparteiische es beim Elfmeterpfiff beließ und die Rote Karte in der Tasche stecken ließ.

Vier Minuten vor dem Spielende, als beide Mannschaften sich wohl schon mit dem Remis angefreundet hatten, entschied sich SSV-Akteur Jerome Niehues für eine Grätsche, die er sich angesichts der eigentlich nicht sonderlich bedrohlichen Situation im eigenen Strafraum besser hätte ersparen sollen. Beide Strafstöße verwandelte DJK-Spieler Emre Okumus, der dem SSV damit die Quittung für einen miserablen Auftritt verpasste. "Die erste Halbzeit war schon schwach, die zweite noch schwächer", haderte Munkes mit dem Auftritt seines Teams, das dank des frühen Treffers von Mirko Poplawski, der nach einem vom DJK-Torhüter zu kurz abgewehrten Freistoß zur Stelle war, eigentlich alle Optionen auf einen Sieg hatte. Aber selbst die Möglichkeit, aus elf Metern das 2:0 zu erzielen, ließ der SSV aus. Fabian Wentens Strafstoß wurde eine sichere Beute des Lintforter Keepers.

Wenn Stefan Kuban, Trainer des SV Sonsbeck II, seinen Torwart David Vengels mit einem Sonderlob hervorhebt und betont, "er hat uns in einigen Situationen noch gerettet", dann spricht das Bände über den Auftritt der Sonsbecker Akteure mit den höheren Nummern auf dem Rücken. Das 2:4 (1:1) bei der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen geriet jedenfalls zum bislang schlechtesten Saisonauftritt der Sonsbecker Zweitvertretung. "Selbst ein Unentschieden wäre unverdient gewesen", stellte Kuban nach dem Schlusspfiff unmissverständlich fest. Eine Viertelstunde lang sah der Coach eine akzeptable Leistung seiner Elf. "Danach war es wie abgeschnürt", erklärte er. Die logische Folge war der Rückstand aus der 31. Spielminute, den Björn Schaap aber eine Minute vor dem Seitenwechsel aber noch ausglich. Sein Freistoß landete abgefälscht im Netz der Spielvereinigung und ließ die Gäste noch einmal Mut tanken. Maximilian Fuchs brachte den SVS II auch nach einer Stunde in Führung, doch nur wenige Minuten später war der Vorsprung schon wieder Geschichte. "Wir haben zu viel zugelassen und wirkten in einigen Situationen eigentlich nur wie Statisten", ärgerte sich Kuban. Das 2:3 brachte den Knockout, das 2:4 gab es in der letzten Minute noch obendrauf.

Quelle: RP
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