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Xantener Schüler verblüffen Wülbeck

Lokalsport: Xantener Schüler verblüffen Wülbeck
Die beiden Staffeln des Stiftsgynasiums belegten die ersten beiden Plätze in der Altersgruppe der weiterführenden Schulen. Die erste Mannschaft (stehend) lief die 800 Meter in 1:48,42 Minuten. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Der deutsche Rekordhalter über 800 Meter war gestern mit dem RWE-Staffellauf zu Gast im Fürstenberg-Stadion. Von Rene Putjus

Willi Wüllbeck, der immer noch den nationalen Rekord über die zwei Stadionrunden hält, nickt anerkennend, als er die Zeit sieht, die die acht Mädchen und Jungen des Stiftsgymnasiums im Fürstenberg-Stadion gelaufen haben. In 1:48,42 Minuten bewältigten sie die 800m-Strecke. "Das ist außerordentlich gut", sagt der Weltmeister von 1983 und Schirmherr des RWE-Schulstaffellaufes. In dieser Funktion weilte der 60-Jährige gestern wieder in Xanten. Neun Staffeln traten an, um seine Rekordzeit über 800 Meter (1:43,65 Minuten) zu unterbieten.

Geschafft hat es keine der Schul-Mannschaften, Lob gab's dennoch von Wülbeck. So kann sich die siegreiche erste Staffel des Stiftsgymnasiums berechtigte Hoffnungen machen, beim großen Finale in Iserlohn zum Gesamtsieg in der Kategorie der weiterführenden Schulen (Stufen 5 bis 7) zu laufen. "Die Chance stehen nicht schlecht, dass sie ganz vorne rein laufen", so Wülbeck. Da die zweite Staffel des Gymnasiums Platz zwei erreichte, summierte sich die Prämie der 16 Schüler - eine Mannschaft setzt sich aus acht Mädchen und/oder Jungen zusammen, die jeweils 100 Meter zurücklegen müssen - auf 175 Euro. Bei Kerstin Reinders und Andreas Gorczok, den betreuenden Lehrern, war die Freude natürlich groß über den Doppelerfolg. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Ein Teil des Geldes wurde nach dem Wettbewerb sogleich in Eis investiert.

Eine Eis-Prämie winkt auch den schnellen Kindern der Grundschule Birten, die in der jüngeren Altersgruppe Platz eins erreichten. 2:15,24 Minuten benötigte die siegreiche Staffel. Die Birtener Viertklässler haben sich ebenfalls ein Finalticket gesichert. "Auch sie können durchaus in Iserlohn einen vorderen Rang erreichen", sagt Wülbeck, dem es gar nicht so wichtig ist, ob seine Rekordzeit unterboten wird oder nicht. "Mir ist viel wichtiger, den Teamgeist in den Schulen zu fördern und den Ehrgeiz zu wecken. Das sind Tugenden, die fürs gesellschaftliche Zusammenleben wichtig sind. Natürlich soll die RWE-Schulstaffel obendrein noch das Interesse am Sporttreiben wecken." 2007 hatte Wülbeck den sportlichen Wettstreit mit Unterstützung des Energieversorgers ins Leben gerufen. Damals beteiligten sich Schulen aus vier Städten, in diesem Jahr bei der neunten Auflage immerhin aus 20 Kommunen.

Quelle: RP
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