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Xantener Trio bei den "Deutschen"

Lokalsport: Xantener Trio bei den "Deutschen"
Michael Fischer, Ulrich Schwarz und Karla Langendonk (von links) vertreten die Sportschützen von St. Helena Xanten bei den Deutschen Meisterschaften in Garching bei München. FOTO: Stefanie Kremers
Xanten. Drei Aktive der Sportschützen St. Helena haben sich für die DM in Garching qualifiziert. Neben zwei Debütanten ist Karla Langendonk schon zum zweiten Mal auf der Olympia-Schießanlage bei München mit dabei. Von Stefanie Kremers

Karla Langendonk, Michael Fischer und Ulrich Schwarz gehören zu den über 5000 Sportschützen, die ab Dienstag, 1. September auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück bei München an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Mit starken Leistungen in den vergangenen Monaten haben sich die drei erfahrenen Sportschützen der St. Helena Xanten für den höchsten nationalen Wettkampf qualifiziert.

Für Karla Langendonk sind die "Deutschen" in Garching bei München nicht völliges Neuland. Schon vor zwei Jahren versuchte die 49-Jährige freistehend mit ihrem Luftgewehr möglichst genau das in zehn Metern Entfernung angebrachte Ziel zu treffen. Nur 0,5 mm misst die "Zehn" in der Mitte der Schießscheibe. Ihr 27. Platz in der Damen-Altersklasse konnte sich damals durchaus sehen lassen. Nicht nur, dass Langendonk schon über Erfahrung bei nationalen Wettbewerben verfügt, kommt noch ein weiterer interessanter Umstand hinzu: Der Wettbewerb vor rund zwei Jahren fand ebenfalls im bayerischen Garching statt, die Olympia-Schießhalle kennt Karla Langendonk also auch schon.

Ihre Erfahrungen von vor zwei Jahren wird Langendonk in wenigen Tagen gut gebrauchen können. "Wenn man das erste Mal da ist, ist das ganze Drumherum totales Neuland. Man steht mit 100 anderen Schützen in einer riesigen Turnhalle", erzählt die Hausfrau und Mutter von drei Kindern, die seit ihrem 12. Lebensjahr für St. Helena schießt. Für Langendonk sei es von Vorteil, dass sie bereits um 10 Uhr morgens antritt. "Dann ist es noch nicht so stickig. Ansonsten kommt man schnell ins Schwitzen", erklärt die Xantenerin. Begleitet wird sie von ihrem Mann, ihrer Tochter und Dirk Mülders, dem Sportwart der Xantener Helenen. Beim Wettkampf steht für Langendonk der Spaß im Vordergrund. "Der olympische Gedanke ,Dabeisein ist alles' zählt. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, mein Ergebnis von 2013 zu verbessern." Dabei war der damalige 27. Platz schon beachtlich - nicht nur, weil sie ihr Qualifikationsergebnis noch überbot, sondern weil sie auch 67 weitere Aktive hinter sich lassen konnte.

Von bisherigen Erlebnissen bei der Deutschen Meisterschaft können Michael Fischer und Ulrich Schwarz nicht profitieren. Die beiden 47-Jährigen haben sich bei den Landesmeisterschaften im rheinland-pfälzischen Bingen erstmals für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Vor ihrer Premiere können die erfahrenen Xantener Sportschützen ihre Nervosität nicht verbergen. "Schließlich schießen dort nur die mit, die es drauf haben", beurteilt Fischer das Teilnehmerfeld. Besonders am Schießstand hole einen der Wettkampfstress ein. "Sobald man die Kopfschützer auf hat, merkt man erst, wie das Herz pocht. Man fühlt sich dann, als ob man das erste Mal eine Waffe in der Hand hätte", gesteht der Familienvater aus Xanten.

Fleißig geübt haben Fischer und Ulrich Schwarz schon. Zweimal in der Woche schießen die befreundeten Schützen zusammen. Oft im Duell, "um ein Gefühl für den Wettkampf zu entwickeln", erklärt Schwarz. Während Fischer in München in der Herren-Altersklasse mit seinem Sportrevolver Kaliber 44 schießt, startet Schwarz mit der Sportpistole 45 ACP (Automatic Colt Pistol) in derselben Alterklasse. Beim Schießen auf die in 25 Meter entfernte Zielscheibe ist für ihn der richtige Stand das A und O. "Ich verändere meine Position während des ganzen Schießens nicht", so der selbstständige Kaufmann aus Weeze.

Bevor es am 2. und 3. September zum Beginn der "Deutschen" für die beiden in München ernst wird, reisen Fischer und Schwarz noch nach Philippsburg bei Karlsruhe zur Deutschen Meisterschaft des BDS (Bund Deutscher Sportschützen). Dort waren beide schon mehrmals mit dabei. Im Gegensatz zu ihrer gemeinsamen Premiere in Garching wird in Philippsburg mit dem Revolver und der Pistole auf Fallscheiben gezielt.

Quelle: RP
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