| 00.00 Uhr

Lokalsport
Xantens kranker Patient heißt TuS

Lüttingen. Fußball-Kreisliga A: Der erhoffte Befreiungsschlag blieb den Domstädtern im Derby beim SSV Lüttingen verwehrt. Es setzte eine 0:2-Niederlage, die das Team noch näher an den Abstieg führt. Jens Seegers traf an seinem 30. Geburtstag. Von Detlef Kanthak

Der Trainer geht, und auch der Mannschaft droht der Abschied aus der Fußball-Kreisliga A. Der kranke Patient in Xanten heißt TuS. Im Derby beim SSV Lüttingen blieb den Domstädtern der erhoffte Befreiungsschlag verwehrt. Die Gastgeber entschieden das Duell mit 2:0 (1:0) und bestätigten ihren Rang als Xantens Nummer eins. Für den TuS bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung - der Verein wankt einer ungewissen Zukunft entgegen.

Im Vorfeld der Partie hatte es ein Rangeln um den Anstoßtermin gegeben. Samstag oder Sonntag, 13 oder 15 Uhr - das letzte Wort habe, so Xantens Trainer Gerd Wirtz, dann der Staffelleiter gesprochen, der dem TuS somit eine schwere Bürde mit auf den Weg gab. Wirtz standen lediglich elf Spieler zur Verfügung. "Am Sonntag wären es 15 gewesen", ärgerte sich der Coach.

Die elf Xantener warfen sich mit viel Mut in die Begegnung. Mehr Tapferkeit als Ordnung allerdings, und so führte schon nach sechs Minuten ein Fehlpass vor dem eigenen Strafstoß zum frühen Rückstand. Jens Seegers sprintete in den Querschläger und ließ mit seinem Flachschuss Xantens Torhüter Yannis Schwarz keine Chance. Der Torschütze jubelte - ein Treffer im Derby und das ausgerechnet am 30. Geburtstag, davon träumen Fußballer, wenn sie morgens wach werden. Das Lachen aber blieb nicht lange auf den Gesichtern des SSV. Lüttingens Trainer Thilo Munkes musste mit ansehen, dass sein Team gegen die auf Konter setzenden Gästen immer fahriger agierte. "Zu viele technische Fehler und noch mehr Ballverluste", monierte er später.

Der TuS erhielt seine Chance. Pascal Seitz wurde von Johann Hildebrandt von den Beinen geholt. "Auf der Strafraumlinie", legte sich Schiri Enes Krupic fest. Xantens Mannschaftskapitän Patrick Biegala nahm sich den Ball, schoß den Strafstoß mit links ins rechte Eck - und scheiterte an Martin Sackers. Der Keeper, vor seinem Wechsel zum SV Budberg letztmalig im heimischen Stadion, hatte den gleichen Gedanken wie der Schütze und wehrte den Elfer ab. Auch den Nachschuss brachte der TuS, obwohl das Tor offen dastand, nicht im Kasten unter. "Die Chancen waren ja da", trauerte Wirtz den verpassten Punkten nach. Einen Vorwurf mochte er seinen Akteuren nicht machen - Kampf und Einsatz ließen nichts zu wünschen übrig. Aber Tore gehören nun mal dazu. "Vor dem 2:0 hatten wir noch die Chance zum Ausgleich, im Gegenzug fällt die Entscheidung", sah Xantens Coach nach dem Seitenwechsel den TuS mit Vorteilen, aber ohne Erfolg. Stattdessen fing der SSV nach 73 Minuten den Ball im Mittelfeld ab und setzte mit einem Konter über Maik Schmitz und Torschützen Lars Neinhuis den Xantener Knockout.

SSV Lüttingen: Sackers, Stapelmann, Remers, Hildebrandt, Reimers, Poplawski, Tittel (66. Bauhuis), Derpmann, Seegers (78. Egink), Neinhuis, Schindler (61. Schmitz).

TuS Xanten: Y. Schwarz, Peters, J. Schwarz, Sengül, Sacik, Dargel, Dörper, Biegala, Seitz, Rückbeil, Hüwels.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Xantens kranker Patient heißt TuS


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.